Marienstein: Früher Nackenschlag
Die entscheidende Szene vor dem 1:0: Ornbaus Sebastian Kocher (links) agiert gegen Gredings Angreifer Daniel Schlupf im Strafraum zu ungestüm und bringt ihn zu Fall. Johannes Wolfsteiner schießt den TSV mit dem folgenden Elfmeter auf die Siegerstraße. - Foto: Enzmann
Marienstein

Weißenburg kam bei Aufsteiger STV Deutenbach nicht über ein 1:1 hinaus und der SV Ornbau kassierte beim TSV Greding eine 0:2-Niederlage. Die Gredinger verdrängten damit die Ornbauer von Rang zwei und rangieren nun mit dem TSV 1860 Weißenburg an der Tabellenspitze. Die Gredinger Torschützen waren beim 1:0 Johannes Wolfsteiner (61.) und das 2:0 erzielte Daniel Schlupf (75.).

Am anderen Ende des Tableaus holte die TSG Roth gegen den SV Marienstein die ersten Saisonzähler. Die Zengerle-Elf rutscht dadurch auf den drittletzten Rang ab; einzig der punktlose TSV Freystadt und die Zweitvertretung des SV Seligenporten stehen noch dahinter. Es wird nun Zeit, dass die Mannschaft zu punkten beginnt, um nicht einen ähnlichen Start wie in der vergangenen Saison hinzulegen.

 

  • TSG Roth - SV Marienstein 3:2 (2:0): SVM-Trainer Stephan Zengerle war nach der dritten Niederlage im vierten Saisonspiel enttäuscht: "Wir haben heute Vieles vermissen lassen. Vielleicht hätte das Spiel ohne den frühen Nackenschlag einen anderen Verlauf genommen, aber insgesamt geht der Rother Sieg schon in Ordnung." Der von Zengerle erwähnte Nackenschlag datierte bereits aus der dritten Spielminute: SVM-Torhüter Gabriel Rehm wehrte einen zentral platzierten Schuss von Kevin Biallas ungenügend ab und Philipp Spießl staubte zum 1:0 ab. Die Hausherren machten in der Folge weiter das Spiel, während sich die Vorstädter auf Konter beschränkten. Nach einem dieser Gegenangriffe über die linke Seite kam Stephan Steib aus spitzem Winkel frei zum Schuss und verzog knapp. In der 34. Spielminute ging es erneut schnell über die linke Seite, doch Luca Glauer zögerte nach einem Querpass von Steib zu lange. Die Hausherren schlugen hingegen zum moralisch ungünstigsten Zeitpunkt kurz vor dem Pausenpfiff spektakulär zu: Von der Strafraumkante aus jagte Mauritz Trautner das Leder per Fallrückzieher in die Maschen. Die Standpauke Zengerles in der Halbzeitpause zeigte zunächst Wirkung und die Blau-Weißen gingen engagierter zu Werke. Kapitän Andreas Knör hatte fünf Minuten nach Wiederanpfiff den Anschlusstreffer auf dem Fuß, doch sein Schuss wurde im letzten Moment geblockt. In der 57. Spielminute erhöhten die Mittelfranken, als Jonathan Hartig per Freistoß aus spitzem Winkel erfolgreich war. In dem nun offenen Spiel hatte die TSG mehrmals die Chance auf den vierten Treffer und die nicht genutzten Chancen hätten sich beinahe noch gerächt. Zunächst setzte sich Steib gekonnt durch, zog ab und der eingewechselte Marco Reizammer drückte den vom Pfosten zurückgesprungenen Ball über die Linie (83.). Nur zwei Minuten später war Reizammer nach einer Hereingabe von der linken Seite erneut zur Stelle und traf zum 3:2. Letztlich sollte der Ausgleich in den Schlussminuten nicht mehr gelingen.