Buchbach: Der VfB glänzt nur eine Halbzeit lang
Ein starker Rückhalt seines Teams war einmal mehr Eichstätts Keeper Jonas Herter. ‹ŒArch - foto: Traub
Buchbach

In der zweiten Hälfte verfehlte die "Halbzeitansprache" von VfB-Trainer Markus Mattes ihre Wirkung nicht und seine "Jungs" dominierten weitestgehend. Dabei reichte es nur noch zum Anschlusstreffer von Yomi Scintu (73.), wobei die Gastgeber in der Schlussphase mächtig wackelten.

Beide Trainer, Markus Mattes und Anton Bobenstetter, waren sich auf der anschließenden Pressekonferenz einig, dass Buchbach letztendlich verdient mit 2:1 die Oberhand behalten hatte.

Mattes ärgerte sich natürlich über den schwachen Auftritt in Halbzeit eins: "Mit unserem ersten Angriff in der dritten Spielminute hätten wir das 1:0 erzielen müssen. Danach waren wir komplett von der Rolle und Buchbach hat erstklassig gespielt. Wir haben keine Zweikämpfe angenommen und waren immer einen Schritt zu langsam. In der zweiten Halbzeit haben wir dagegen so agiert, wie ich mir das über neunzig Minuten gewünscht hätte. Die Verletzungsunterbrechung kam für uns zur Unzeit und leider hatten wir in der Schlussphase auch nicht das nötige Glück auf unserer Seite."

Anton Bobenstetter sprach sogar von "drei" Halbzeiten, denn Schiedsrichter Matthias Zacher beendete die stets faire Partie erst nach 120 Minuten. In der 76. Minute hatte sich Buchbachs Maximilian Drum ohne Fremdeinwirkung den Ellenbogen ausgekugelt und dadurch war das Spiel über eine Viertelstunde unterbrochen. Bobenstetter trauerte seinem Standardspezialisten nach, musste aber eingestehen, dass die Unterbrechung seiner Mannschaft zu Gute kam: "Es ist sehr schade, dass sich Maxi Drum so schwer verletzt hat. In der unfreiwilligen Pause konnten wir aber frische Kräfte sammeln und wir uns für den Eichstätter Schlussangriff wappnen."

Dabei hätte das Spiel auch einen anderen Verlauf nehmen können, denn in der dritten Minute hätte der VfB die Führung erzielen müssen. Nach einem Zuspiel von Sebastian Graßl tauchte Fabian Schäll völlig frei vor Torhüter Daniel Maus auf. Schäll gab die Verantwortung weiter auf Fabian Eberle, der aber scheiterte aus sechs Metern am Verteidigerbein von Johannes Maier - und den Abpraller köpfte zu allem Überfluss Lucas Schraufstetter aus sechs Metern nur auf das Tornetz. Danach spielte jedoch nur noch eine Mannschaft, und das war der TSV Buchbach. Innerhalb weniger Minuten vergaben Petrovic und Co. gleich mehrere Hochkaräter, doch wenigstens Torhüter Jonas Herter hatte einen Glanztag erwischt. "Mit seinen Paraden und unglaublichen Reflexen hat er uns überhaupt im Spiel gehalten. Ansonsten wäre die Partie schon zur Halbzeit entschieden gewesen", lobte ihn sein Torwarttrainer Armin Schmid. Herter meisterte nicht nur den Kopfball von Maier aus nächster Nähe, sondern rettete per Fußabwehr gegen Petrovic und lenkte auch den Schuss von Thomas Breu noch mit den Fingerspitzen an die Latte (10.).

Die Führung wollte den Gastgebern nicht gelingen, doch in der 29. Minute sprang ihnen das Glück zur Seite. Der ehemalige Ingolstädter Gordon Büch brachte eine Linksflanke an den kurzen Pfosten, Breu verlängerte leicht mit dem Kopf, doch das Leder sprang dem einlaufenden Benni Schmidramsl an den Unterschenkel und trudelte abgefälscht unhaltbar für Herter ins lange Eck zur Buchbacher 1:0-Führung.

Vier Minuten später stand es auch schon 2:0. Einer der sehr gefährlichen Eckstöße wurde verlängert, der hoch aufgeschossene Johannes Maier war zur Stelle und köpfte die einstudierte Variante aus sieben Metern ein. Buchbach verwaltete danach die 2:0-Führung und dem VfB gelang bis zum Pausenpfiff nicht ein einziger gefährlicher Vorstoß.

Mattes reagierte zur Halbzeit und brachte Philipp Federl für Michael Panknin ins Spiel. Fortan suchte der VfB sein Heil in der Offensive. In der 54. Minute erzielte Schraufstetter den vermeintlichen Anschlusstreffer, doch der Linienrichter sah ihn bei seinem Kopfballtreffer knapp im Abseits.

Die endgültige Entscheidung verhinderte Herter wenig später, als er nach einer erneuten Ecke einen Kopfball von Kapitän Hain mit einem unglaublichen Reflex noch abwehren konnte. Mit dem eingewechselten Julian Kügel kam noch mehr Zug ins Spiel des VfB. Nach Ablage von Kügel zielte Schraufstetter noch knapp zu hoch, doch in der 73. Minute gelang der verdiente 1:2-Anschlusstreffer. Ein Freistoß wurde verlängert, Yomi Scintu drehte sich um seinen Gegenspieler Markus Grübl und traf flach ins rechte untere Eck.

Der VfB suchte den Ausgleich, doch Kügel scheiterte an Torhüter Maus. In dieser Szene verletzte sich jedoch Maxi Drum so schwer, dass das Spiel über eine Viertelstunde unterbrochen werden musste. Der VfB versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, konnte am Ergebnis aber auch bis zur 120. Minute nichts mehr ändern.