Eichstätt: Angriffslustige Aufsteiger
Michael Olah gibt beim Kreisliga-Rückkehrer FC Hitzhofen-Oberzell die Kommandos an der Seitenlinie. Der Aufsteiger hat sich mit hochkarätigen Spielern verstärkt, stapelt vor dem Saisonstart aber erst einmal tief. ‹ŒArch - foto: Rimmelspacher
Eichstätt

Nach zwei Abstiegen in Folge spielt der FC Gerolfing erstmals seit 2001 wieder in der Kreisliga. Einen Großteil des Bezirksliga-Kaders hielt der FC. Zudem stießen einige Neuzugänge zum Team, von denen sicherlich der eine oder andere Akteur in der Startelf im Spiel gegen den FC Hitzhofen (Samstag, 17 Uhr) stehen wird. In der Vorbereitung haben Chefcoach Andreas Steinberger und der spielende Co-Trainer Den Lovric viel ausprobiert. Im letzten Test unterlag der FCG Bayernligist Schwabmünchen mit 1:7. Steinberger, der die Mannschaft in der Endphase der vergangenen Saison übernommen hatte, ist dennoch zufrieden: "Wir konnten teilweise gut mithalten, und besonders unsere Defensive wurde einem echten Härtetest unterzogen. Insgesamt haben die Jungs in der Vorbereitung sehr gut mitgezogen. Jetzt wollen wir gut starten und den ersten Sieg im eigenen Stadion landen." Saisonziel ist es, um den Aufstieg mitzuspielen.

Wieder oben mitspielen möchte der Vorjahresvierte mit Trainer Michael Wittmann. In der Vorbereitung musste der TSV aber einige Niederlagen einstecken. Das letzte Testspiel beim TSV Untermaxfeld wurde aber 2:0 gewonnen. Nach dem Karriereende von Torhüter Tobias Jacob, der nun als Co-Trainer agiert, sind Neuzugang Martin Schwürzer (TSV Etting) und Simon Schreiner Kandidaten für die Nachfolge. Führungsspieler Markus Bauer unterstützt Wittmann künftig ebenfalls als Co-Trainer. Eine echte Verstärkung stellt Aydin Kaya vom SV Manching dar. "Die Vorbereitung war durchwachsen. Wir hatten viele Urlauber und verletzungsbedingte Ausfälle. Insgesamt fallen zum Saisonauftakt acht Spieler aus", klagte Abteilungsleiter Marc Willenbockel. Torhüter Sebastian Hirschbeck brach sich das Handgelenk. Auch Sebastian Trebing, Kresimir Puzic und Franz Reinwald fallen für die ersten Saisonspiele aus. Der 17-jährige Youngster Daniel Sierck überzeugte in der Vorbereitung und könnte mit einer Sonderberechtigung beim Auftakt zum Einsatz kommen.

Nur ein Jahr dauerte das Gastspiel des FC Sandersdorf in der Bezirksliga. "Nach den vielen Negativerlebnissen im Vorjahr müssen wir den Schalter wieder umlegen und uns wieder Selbstvertrauen holen. Ein guter Start wäre daher sehr wichtig", sagt Trainer Giuseppe Mele. Mit der Vorbereitung ist er teils zufrieden: "Am Anfang war die Trainingsbeteiligung sehr zäh. Am Ende wurde es aber besser." Bis auf ein 1:3 beim Bezirksligisten FC Beilngries gab es keine Niederlage. Allerdings wurde meist gegen unterklassige Teams getestet. Die Generalprobe gegen Kreisklassist SV Denkendorf gewann der FCS mit 4:1. Eine Verstärkung stellt mit Sicherheit Neuzugang Michael Ferstl dar. Lücken reißen allerdings die Abgänge von Michael Liebler (VfB Eichstätt) und Manuel Riedl (FC Gerolfing), die beide Stammspieler waren. Saisonziel der Sandersdorfer ist ein guter Mittelfeldplatz.

Der erfahrene Sandi Gusic übernahm zur neuen Saison das Traineramt von Dejan Micic. Sein Team muss einige Abgänge von Stammspielern kompensieren. Harry Weller wechselte zum Landesligisten Manching, Co-Trainer Fabian Reichenberger als Spielertrainer zum SV Kasing und Yannik Bienhaus zum TSV Lichtenau. Dennoch ist Abteilungsleiterin Tanja Lange sehr optimistisch. "Die Vorbereitung war sehr gut. Wir hatten eine tolle Trainingsbeteiligung. Die Neuzugänge haben sich sehr gut integriert und passen sportlich und menschlich super zur Mannschaft. Der Kader ist groß genug und besitzt viel Qualität, und ich bin überzeugt, dass wir die Abgänge ersetzen können." Neu sind Silvio Smoljic (FC Hepberg), Florian Langer und Andreas Tebbe (beide TSV Kösching). "Eigentlich möchte ich alle Spiele gewinnen. Aber ein Platz unter den ersten Fünf ist eine realistische Zielsetzung", sagt Lange. Gusic stellte auch das System um und wird nun offensiver spielen lassen. Etwas ärgerlich für den TSV war, dass das letzte geplante Testspiel wegen eines Pokalspiels des Gegners TSV Großmehring ausfiel.

Wieder einige starke Neuzugänge präsentierte der Türkische SV Ingolstadt mit Trainer Onur Keskin. In den Testspielen überzeugen konnte besonders David Meier, der vom Kreisklassen-Meister FC Hitzhofen-Oberzell kam. Mit Abdullah Zorlu (Türkischer SV Pfaffenhofen) kam eine weitere starke Offensivkraft wieder zurück zum SV. Andreas Tkac (SV Karlskron), Aziz Somer (FC Gerolfing) und Sinan Albayrak (GW Ingolstadt) sind weitere vielversprechende Neue. Toptorjäger Ferhat Uc, Mathäus Wieczorek und Düzgün Ensar wechselten alle zum TSV Ingolstadt-Nord. Das letzte Testspiel gegen den Ligakonkurrenten DJK Ingolstadt wurde mit 4:2 gewonnen.

Nach dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die Regionalliga rückte der letztjährige Trainer Norbert Scheuerer ins Trainerteam der ersten Vertretung auf. Neue Verantwortliche bei der Reserve sind als Trainer-Duo Julian Scholl (26 Jahre) und Max Dörfler (25). Ihnen stehen bis auf Torhüter Michael Hierl (VfR Neuburg) alle Spieler der Vorsaison zur Verfügung. Zudem verstärken drei Spieler aus der eigenen Jugend und zwei externe Neuzugänge den Kader. In der Vorbereitung gab es fast durchweg Siege. Das letzte Testspiel wurde mit 1:0 gegen die DJK Raitenbuch gewonnen. "Wir wollen oben mitspielen und vor allem die jungen Spieler weiterentwickeln", lautet das Saisonziel von Co-Trainer Dörfler. Auch ist es der Wunsch des Klubs, dass Spieler den Sprung in den Regionalliga-Kader schaffen. Stamminnenverteidiger Florian Halsner zog sich einen Kreuzbandriss zu und fällt ebenso wie Christian Heckl länger verletzungsbedingt aus. Dafür ist Alexander Benz nach einem Kreuzbandriss wieder fit.

Gleich 16 neue Spieler verpflichtete der SV vor dem Saisonstart. Neu ist auch Trainer Peter Krzyzanowski (TSV Burgheim), der den glücklosen Alexandar Dmitrovic (jetzt Spielertrainer beim SV Denkendorf) ersetzt. "Der Trainer hat viel ausprobiert und jedem der Neuzugänge eine Chance gegeben. Dadurch hatten wir bei den Turnieren nicht so viel Erfolg. Aber nun, denke ich, hat sich eine Formation gefunden", sagt Abteilungsleiter Christian Eibl. "Mit den Neuzugängen sind wir sehr zufrieden. Sie sind alle jung und erfolgshungrig. Die Urlauber zu Saisonbeginn können wir mit unserem großen Kader gut kompensieren." Kapitän Sebastian Stegmeir wird sicherlich am schwierigsten zu ersetzen sein. Er wechselte zum VfR Neuburg. "Mit den vielen Neuen muss sich das Team erst finden, ich rechne mit einem Platz zwischen fünf und zehn", sagt Eibl.

Über eine sehr ordentliche Vorbereitung sagte Trainer Michael Dittenhauser: "Die Jungs haben gut mitgezogen, die Trainingsbeteiligung sowie Testspiele waren auch gut. Die Niederlage zum Abschluss gegen Hundszell (0:2) war auch kein Beinbruch, weil wir tags zuvor noch ein Pokalspiel bestritten hatten." Auch einige Neuverpflichtungen konnte die DJK tätigen. "Alle Neuen haben sich gut präsentiert. Wer es in die Startelf schafft, ist aber offen. Wir haben auf jeden Fall einen breiteren Kader als im Vorjahr", sagt Dittenhauser. Dieser möchte sich nach dem neunten Platz in der Vorsaison in dieser Spielzeit verbessern. Vorerst verzichten muss er auf Michael Anspann (Schulterverletzung) und Benjamin Grassl (Kreuzbandriss).

Gar nicht zufrieden mit der Vorbereitung ist man beim FC Hepberg. "Wie immer in der Vorbereitung hatten wir auch dieses Jahr wieder viele Urlauber, und die Trainingsbeteiligung war ganz mies. Im Sparkassenpokal mussten wir schon in der Gruppenphase die Segel streichen", sagt Vorstand Albin Steiner. Immerhin das letzte Testspiel gegen A-Klassist FC Böhmfeld gewann die Truppe von Trainer Güngör Gürses souverän mit 4:0. Besonders schmerzen die Abgänge von Silvio Smoljic (TSV Etting) und Gökhan Calik (GW Ingolstadt). Die beiden hoffnungsvollsten Neuzugänge Mesut Tüter (GW Ingolstadt) und Simon Becker (MBB Manching) sind entweder verletzungs- oder urlaubsbedingt vorerst keine Alternative. Auch Emre Erbas fällt nach einer Verletzung aus. "Unser Kader ist kleiner geworden. Mit dem Klassenerhalt wären wir heuer zufrieden. Mit Hitzhofen und Manching II sind zwei starke Aufsteiger in die Liga gekommen. Es wird mit Sicherheit keine leichte Saison", sagt Steiner.

Nach einer tollen Rückrunde hielt der Aufwärtstrend auch in der Vorbereitung an, alle Testspiele bis auf die Partie gegen Karlskron (1:2) gewann der TSV. "Insgesamt gesehen war unsere Vorbereitung top. Die Spieler waren motiviert, die Trainingsbeteiligung sehr gut", lobte Abteilungsleiter Mark Arnold. Eine enorme Verstärkung stellt Maximilian Beck dar, der von Bad Gastein zurück nach Baar-Ebenhausen kam. Zudem drängen einige Spieler aus der zweiten Mannschaft in den Kader. "Unser Saisonziel ist Platz drei bis fünf. Nach der guten Rückrunde sind wir sehr optimistisch. Wir dürfen natürlich den Start nicht verschlafen", sagt Arnold, der sich auch vom neuen Trainer Christian Krippl begeistert zeigt: "Er kommt sehr gut an bei der Mannschaft und legt sehr viel Wert auf Kommunikation. Er setzt die gute Arbeit von Thomas Wachs fort und lässt auch das gleiche System spielen."

Der TSV Hohenwart mit Trainer Roland Baumgärtner blieb in der Vorbereitung ohne Niederlage. "In den Testspielen war kein größeres Kaliber dabei. Dennoch ist meine Bilanz sehr positiv. Allerdings verletzten sich mit Johannes Pichler und Thomas Stegmeier zwei Defensivakteure und fallen zum Saisonauftakt aus", sagt Baumgärtner. Auch auf die beiden Neuzugänge Alexander Berger und Florian Finkenzeller muss der TSV verzichten, die ebenso im Urlaub sind wie Sebastian Herker. "Unser Ziel ist wieder der Klassenerhalt. Wir wollen diesmal von Beginn an Punkte sammeln und nicht wie im vergangenen Jahr hinterherhinken", sagt Baumgärtner. Der Spielertrainer selbst hat sich beim Testspiel gegen Mühlried verletzt und hofft, für den Auftakt gegen den FC Wackerstein rechtzeitig fit zu werden.

Mit einer souveränen Meisterschaft schaffte der FC Hitzhofen den direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga. Trainer Michael Olah war mit der Vorbereitung zufrieden: "Wir hatten zwar den einen oder anderen Urlauber, aber die Vorbereitung war insgesamt in Ordnung. In den Testspielen habe ich viel probiert, jeder hat seine Chance bekommen." Der letzte Test gegen den TV Ingolstadt wurde mit 4:0 gewonnen. Mit Philipp Hallmen (ST Kraiberg), Emin Ismaili (DJK Limes) und Christian Redl (VfR Neuburg) hat der FC drei sehr starke Spieler verpflichtet. Hallmen unterstützt Olah dabei als Co-Trainer. "Mit unserer Offensive mit Gholami (33 Tore in der Kreisklasse) und Ismaili brauchen wir uns sicher nicht zu verstecken. Dennoch müssen wir erst einmal schauen, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Am Ende wären wir mit einem einstelligen Tabellenplatz zufrieden", sagt Olah. Kapitän Matthias Wild droht für den Auftakt auszufallen. Ansonsten ist der Kader komplett.

Trainer Cenker Oguz ist mit der Vorbereitung beim Aufsteiger sehr zufrieden. "Wir hatten zwar vereinzelt Urlauber, aber die Trainingsbeteiligung und die Testspiele waren gut. Jeder Spieler hatte die Möglichkeit, sich zu zeigen." Mit Claudio Maritato (SV Karlshuld) und Ferdinand Heissler (TSV Lichtenau) musste er zwei Abgänge verkraften. "Die beiden haben schon höherklassig gespielt und hätten uns mit ihrer Erfahrung sicher weitergeholfen. Ich bin mir aber sicher, dass das meine junge Mannschaft auffangen kann. Unser Saisonziel ist es, übergeordnet die Klasse zu halten. Wir möchten erst gar nicht unten reinrutschen und insgesamt aus unseren Möglichkeiten das Beste machen. Bei meiner jungen Mannschaft wird es mit Sicherheit Schwankungen geben", so Oguz. Im letzten Test beim Kreisliga-Absteiger FC Geisenfeld gab es einen 3:0-Sieg.

Über die Relegation schaffte Wackerstein den Sprung aus der Kreisklasse in die Kreisliga, in der man nun zum ersten Mal spielt. Spielertrainer Daniel Schachtner ist mit der Vorbereitung zufrieden: "Die Trainingsbeteiligung hätte etwas besser sein können. In den Tests haben wir das umgesetzt, was ich gefordert habe. Auch die Ergebnisse waren gut. Insgesamt herrscht schon große Vorfreude bei uns auf die erste Kreisliga-Saison", sagt Schachtner. Ersetzen muss er den zweitbesten Torschützen der Vorsaison, Matej Kubat, der zurück in sein Heimatland Polen ging. Mit Martin Kusche (SV Hundszell) und Sebastian Knie (TSV Pförring) konnten aber zwei Verstärkungen an Land gezogen werden. Saisonziel der Wackersteiner ist der Klassenerhalt.