Kipfenberg: Angekommen im Tabellenkeller
Nichts zu holen: Auch Dietmar Brosi tat sich beim Gastspiel der Kipfenberger in Zerbst schwer. - Foto: Traub
Kipfenberg

Auf dem Weg zur Zerbster Kegelbahn müssen die Spieler einen langen Gang entlang gehen. Der lässt wohl auch den einen oder anderen Kipfenberger Kegler vor Ehrfurcht erstarren, denn die Wände sind behangen mit Trophäen von Deutschen Meistertiteln, Champions League und Weltpokalen.

Auch die Kipfenberger Damen mussten beim Heimspiel im Abstiegskampf gegen den SKC Germanen München mit 3:5 und 3225:3233 Holz eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen.

 

7. Spieltag Bundesliga Herren 120: SKC Rot Weiß Zerbst - KRC Kipfenberg 7:1 (16:8/ 3860:3572 Holz): In der Startpaarung traf Alexander Stephan auf Fabian Seitz, einen alten Weggefährten aus Schwabsberger Zeiten. Dietmar Brosi hatte das Vergnügen, sich mit dem Deutschen Nationalkegler Matthias Weber zu messen. Schon nach 60 Schub und 298 Holz war für Seitz Schluss, aber auch Jürgen Pointinger (308 Holz) konnte den besten Kipfenberger an diesem Tag nicht mehr halten. So setzte sich Stephan mit 3:1 und sehr starken 642 Holz deutlich durch.

Brosi musste sich schon einem anderen Härtetest unterziehen. Bis zum letzten Durchgang lag er mit 485:524 Holz noch sehr gut im Rennen. Erst der letzte Durchgang mit 136:174 Holz ließ die Niederlage deutlich werden. Dennoch konnte Brosi mit 1:3 und sehr guten 621 Holz gegen den überragenden Matthias Weber (698 Holz) seinen Aufwärtstrend bestätigen.

Nach diesem hochklassigen Beginn lag Kipfenberg mit 1:1 und nur 41 Holz im Rückstand. Das sollte sich aber im Laufe des Kampfes verschlechtern. In der Mittelachse versuchten die Kipfenberger Youngster Andy Bayer und Fabian Lange die Kreise von Tom Schneider und Uros Stoklas zu stören. Das gelang aber zu selten und so kam ein 1:3 bei einem Rückstand von 153 Holz zustande. Andy Bayer hatte zur Hälfte mit 307:320 Holz noch Tuchfühlung, die aber dann schlagartig abriss. Mit 1:3 und 575 Holz gegen Schneider blieb Bayer erneut unter seinen eigenen Erwartungen. Lange erging es gegen Uros Stoklas (643 Holz) ähnlich und er musste am Ende mit 1:3 und 596 Holz weiteres "Lehrgeld" zahlen.

Die ungleiche Partie war somit entschieden und der haushohe Favorit spulte sein Pensum weiter souverän herunter. Im letzten Drittel konnte Michael Niefnecker gegen Timo Hoffmann (662 Holz) in seiner ersten Bundesligasaison mit 605 Holz einen weiteren 600er verbuchen. Matthias Haupt kam zu seinem zweiten Bundesliga Einsatz und erwischte mit 164:149 Holz einen glänzenden Start. Danach wurden die Kräfteverhältnisse wieder hergestellt und mit 1:3 und 533 Holz gegen Boris Benedikt (611 Holz) hatte Matthias Haupt nichts mehr entgegenzusetzen.

Mit 2:10 Tabellenpunkten bleibt Kipfenberg im Tabellenkeller und auch im nächsten Spiel wird die Aufgabe nicht einfacher. Am kommenden Samstag um 14 Uhr wird der Tabellenvierte SKC Schwabsberg (8:4 Punkte) auf den Birktalbahnen erwartet. Die Hoffnung auf einen Erfolg besteht dennoch.

 

7. Spieltag Landesliga Süd Damen: KRC Kipfenberg - SKC Germanen München 3:5 (13:11/3225:3233 Holz): In einem wichtigen "Vierpunkte"-Spiel musste Kipfenberg schon nach der Startpaarung ein 0:2 und 59 Holz aufholen. Ulrike Müller stand mit 0:4 und 515 Holz gegen Ann-Britt Pröll (576 Holz) auf verlorenem Posten. Trotz einer guten Leistung von 546 Holz musste Anja Pätzold mit 1:3 den Punkt an Andrea Schmid (544 Holz) abgeben. In der Mittelachse setzte sich Natalie Papp unter Mithilfe von Petra Bartl (458 Holz) leicht mit 4:0 und 532 Holz durch. Anna-Lena Gabler hatte der Tagesbesten Kathrin Merettig (583 Holz) 519 Holz entgegenzusetzen und musste sich so mit 1:3 geschlagen geben. Kipfenberg konnte zwar auf 2:2 ausgleichen, dennoch lagen die Gäste immer noch mit 49 Holz in Führung. Manuela Strauß lieferte sich mit Claudia Weiß (522 Holz) ein spannendes Duell und ging mit 3:1 und 533 Holz als Siegerin von der Bahn. Auch Steffi Klüber gewann mit 4:0 und sehr starken 580 Holz gegen Susanne Pampus ihr Duell deutlich, aber die schmerzhafte Niederlage konnten beide Schlusskeglerinnen nicht mehr abwenden. Somit bleibt auch die Kipfenberger Damenmannschaft weiterhin in den Abstiegskampf verwickelt. Am kommenden Sonntag haben die Kipfenberger Damen beim punktgleichen EV Landshut (5:9 Punkte) erneut die Möglichkeit, einen Befreiungsschlag zu landen.