Die traditionell starken Dänen gewannen ebenso wie die großen Favoriten Frankreich und Deutschland ihre Qualifikationsgruppe. Der im linken Rückraum beheimatete Mikkel Hansen (30) ist der herausragende Spieler der Skandinavier und zugleich der große Hoffnungsträger. Zweimal sicherten sich die Dänen von Trainer Nicolaj Jacobsen die europäische Krone - bei drei Finalteilnahmen. Nur bei der Heim-EM 2014 verloren sie das Endspiel gegen Frankreich.

 

SPANIEN

Zweimal waren die Spanier Weltmeister, doch der deutsche Finalgegner von 2016 wartet weiterhin auf den ersten EM-Titel. Viermal standen die Iberer schon im Finale, damit sind sie der erfolgloseste Finalteilnehmer seit der Einführung der Europameisterschaften im Jahre 1994. Dennoch war bisher keine Mannschaft öfter in einem EM-Endspiel. Mit Gedeón Guardiola von den Rhein-Neckar Löwen steht ein Legionär aus der Bundesliga im Kader von Trainer Jordi Ribera.

 

KROATIEN

Neben drei Bronzemedaillen darf sich Kroatien auch zweifacher Vize-Europameister (2008 und 2010) nennen. Der Gastgeber mit den fanatischen Fans muss sich allerdings im Vergleich zur enttäuschenden WM im vergangenen Jahr deutlich steigern. Das Team von Trainer Lino Cervar und Superstar Domagoj Duvnjak (29, THW Kiel) will den Heimvorteil nutzen, um Geschichte zu schreiben: Nach einem WM-Titel und zwei Olympiasiegen soll nun der EM-Triumph die Sammlung komplettieren.

 

FRANKREICH

Auch in diesem Jahr zählen die Franzosen zu den heißesten Titelanwärtern. Obwohl die erfahrenen Stützen Daniel Narcisse und Thierry Omeyer nicht mehr dabei sind, ist die Mannschaft des Trainergespanns Didier Dinart und Guillaume Gille hochkarätig besetzt und wird vom überragenden Rückraumspieler Nikola Karabatic (33, Paris) angeführt. Für die Franzosen spricht außerdem ein spezieller Fakt: Alle ihre Titelgewinne lagen vier Jahre auseinander (2006, 2010, 2014). ‹ŒRobin Bachl