Ihr größter Erfolg als Junioren-Nationalspielerin war der Sieg bei der U 19-Weltmeisterschaft 2004 in Peking. Im August 2008 holte sie mit der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen. Die Europameisterschaften 2009 in Finnland und 2013 in Schweden gewann sie ebenfalls mit der Nationalmannschaft. Bundestrainerin Silvia Neid berief Sasic 2015 in den Kader der WM in Kanada, bei der die deutsche Mannschaft Platz vier belegte und Sasic Torschützenkönigin mit sechs Toren wurde.

Kurz nach der WM beendete Sasic mit nur 27 Jahren ihre Profifußball-Karriere. Sie erklärte, dass sie ihr Studium beenden, sich anschließend beruflich neu orientieren und eine Familie gründen wolle. Sasic spielte insgesamt elf Jahre in der Bundesliga und zehneinhalb Jahre in der Nationalmannschaft. Zweimal wurde sie deutsche Fußballerin des Jahres, 2015 zudem Fußballerin Europas. In 111 Länderspielen erzielte die Stürmerin 63 Tore für die DFB-Auswahl. Zusammen mit Nadine Angerer wurde sie im November 2015 offiziell aus der Nationalmannschaft verabschiedet. Seit 2010 engagiert sie sich als DFB-Integrationsbotschafterin.

Mit ihrem Ehemann Marko Sasic, dem Sohn des ehemaligen Zweitliga-Trainers Milan Sasic, ist sie seit August 2013 verheiratet, die gemeinsame Tochter Mila brachte Célia Sasic im Juni 2016 zur Welt. Die ehemalige Stürmerin sagte, sie freue sich nun auf viele neue Dinge, die vor ihr liegen, aber trotzdem werde der Fußball immer ein Teil von ihr sein. ‹ŒDK

 

Raus aus dem Rampenlicht - und dann? Jede Woche erinnern wir in dieser Serie an eine ehemalige Sportlegende und berichten über deren Leben nach der Karriere. ‹ŒFoto: dpa