FC Ingolstadt spielt Remis gegen den FSV Frankfurt
Ingolstadt (dk) Der FC Ingolstadt 04 wartet in der laufenden Saison auch weiterhin auf seinen ersten Sieg. In einem durchaus unterhaltsamen Heimspiel gegen den FSV Frankfurt langte es am Sonntagnachmittag nur zu einem 1:1. Die Schanzer scheiterten an der Cleverness des Gegners und an der eigenen Chancenauswertung.
Kein Sieg in den ersten drei Partien: Ingolstadts Trainer Benno Möhlmann ist bisher kaum zufrieden gewesen mit den Leistungen seiner Mannschaft. Seine Ansage für die Partie gegen die bis dato ebenfalls sieglosen Frankfurter: Nur ein Sieg zählt. Dafür sorgten sollten unter anderem David Pisot und Manuel Hartmann, die Möhlmann statt Marvin Matip und Malte Metzelder brachte.
Bei bestem Wetter legten beide Teams von Anfang an ein hohes Tempo vor. Glück für die Schanzer in der 3. Spielminute: Tobias Fink und der Frankfurter Sven Müller rumpelten im Strafraum der Hausherren zusammen. Müller blieb liegen, seine Mitspieler reklamierten Elfmeter. Doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm.
In der 13. Spielminute setzte sich Leonhard Haas über links durch. Mit einem Heber überlistete er seinen Gegenspieler und brachte den Ball zu Ahmed Akaichi. Der scheitete am heraus eilenden Frankfurter Schlussmann Patric Klandt. Eine Minute später zog José Alex Ikeng aus der Distanz ab. Der Ball strich Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. In der 20. Minute prüfte Caiuby den Frankfurter Schlussmann mit einem wuchtigen Schuss aus der Distanz. Klandt faustete den Ball weg. In der 24. Minute wurde ein trockener Schuss von Haas nach Ecke von Caiuby kurz vor der Frankfurter Torlinie geblockt.
Und der FSV Frankfurt? Spielte auch mit. Zumindest ab und zu. Vor ihrer starken rechten Seite näherten sich die Gäste mehrmals dem FC04-Tor. Doch die Abschlussversuche waren kaum als ernsthaft zu bezeichnen. Die beste Chance hatten sie in der 27. Spielminute. Biliskov versprang der Ball an der Mittellinie. Der Frankfurter Babacar Gueye schnappte sich das Leder und lief mutterseelenalein auf FC04-Torhüter Sascha Kirschstein zu. Alle rechneten mit dem 0:1. Da sprintete Caiuby aus dem Hintergrund an, holte locker 20 Meter auf und lief den Ball noch ab. Szenenapplaus der Schanzer-Fans für "Kai-Uwe".
Dann kam die 33. Minute. Ecke für Frankfurt, das Leder landete bei Marcel Gaus, der Sascha Kirschstein zu einer Glanzparade zwang. Erneut Ecke. Erneut wehrte Kirschstein ab. Doch das Leder fiel Samil Cinaz vor die Füße, der völlig unbedrängt zum 0:1 einschieben konnte. Der FC04 antwortete mit Angriffen, die Frankfurter zogen sich ein Stück zurück. Die beste Chance zum Ausgleich hatte der FC04 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff. Nach einen Freistoß stieg Ikeng am höchsten, sein Kopfball touchierte die Latte.
Zur zweiten Halbzeit brachte Benno Möhlmann Andreas Bucher für Manuel Hartmann, einen Offensiv- für einen Defensiv-Spieler. Nach wenigen Sekunden jubelte Buchner bereits: Nach seiner Vorarbeit hatte Akaichi den Frankfurter Torhüter Klandt übersprungen, der Ball zappelte im Netz. Doch der Treffer zählte nicht. Akaichi war gegen Klandt etwas zu rustikal eingestiegen.
Doch die Schanzer blieben dran. In der 54. Minute prüfte Buchner Klandt mit einem strammen Schuss aus spitzem Winkel von rechts. Keine Minute später strich ein Schuss von Akaichi knapp am rechten Pfosten vorbei.
Doch Frankfurt blieb gefährlich. In der 56. Minute lief Babacar Gueye abermals einen Konter. Ikeng verfolgte ihn und drückte im Zweikampf recht ordentlich. Die Pfeife des Schiedsrichtes blieb stumm. Es wäre eine harte Entscheidung gewesen. Aber das hätte auch einen Karton geben können, der nicht gelb ist. Ikeng war letzter Mann.
Kapitän Stefan Leitl musste in der 70. Spielminute vom Feld. Für ihn brachte Möhlmann Stürmer Moritz Hartmann. Vier Minuten später war der Arbeitstag für Akaichi beendet. Für ihn kam Edson Buddle. Der war noch keine Minute auf dem Feld, als er hochstieg und den Ball entgegen der Laufrichtung für Klandt zum 1:1 über die Linie köpfte. Drei Minuten später setzte sich Buddle erneut durch und zog aus zentraler Position ab. Abermals zappelte der Ball im Netz. Der Schiedsrichter erkannte das Tor nicht an, wegen Abseits. Eine Fehlentscheidung. Buddle und sein Gegenspieler waren exakt auf gleicher Höhe gewesen.
Leonhard Haas hatte in der 85. Minute die Enscheidung auf dem Fuß. Andreas Buchner hatte gleich zwei Gegenspieler aussteigen lassen und mustergültig abgelegt. Haas schoss den Ball in Klandts Arme. Zwei Minute später Aufregung auf der anderen Seite. Nach einem Konter waren die Frankfurter in Überzahl vor dem Tor der Hausherren. Mit einer tollen Fußparade rettete Kirschstein. Nach vier Minuten Nachspielzeit war vor 6609 Zuschauern schluss. Nicht anerkanntes Tor hin oder her - die Schanzer hatten sich die Chance auf einen Dreier einmal mehr durch ihre schlechte Chancenauswertung verbaut.
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