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Mittwoch, 30.05.2012 |

 

10.02.2012 23:41 Uhr | 221x gelesen
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Schmeichelhafter Punktgewinn


Bild: Schmeichelhafter Punktgewinn.  Frankfurt (DK) FC-Trainer Tomas Oral stand bei seiner Rückkehr zu seinem Heimatverein mit dem Glück im Bunde. Dank des späten Ausgleichstreffers von Ahmed Akaichi zum 1:1 holte der FC Ingolstadt beim FSV Frankfurt einen schmeichelhaften Punkt.

Frankfurt (DK) FC-Trainer Tomas Oral stand bei seiner Rückkehr zu seinem Heimatverein mit dem Glück im Bunde. Dank des späten Ausgleichstreffers von Ahmed Akaichi zum 1:1 holte der FC Ingolstadt beim FSV Frankfurt einen schmeichelhaften Punkt.


FSV Frankfurt - FC04 1:1 Akaichi
Bild: Jan Huebner Der späte Ausgleichstreffer: Ahmed Akaichi gibt FSV-Torhüter Patric Klante das Nachsehen. Huebner
Daran ließ auch Oral keinen Zweifel. „Wir müssen zufrieden sein mit dem Punkt. Positiv ist, dass uns der Gegner in der Tabelle nicht enteilen konnte“, meinte der ehemalige FSV-Trainer, der von den Frankfurter Medienvertretern freundlich empfangen wurde. Sein Kollege, Ex-FC-Coach Benno Möhlmann, haderte dagegen mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. „Wir waren vor dem Tor zu nachlässig, uns hat die Konsequenz im Strafraum gefehlt. Wir haben aus diesem Spiel zu wenig mitgenommen“, sagte Möhlmann.
 
Damit lag der FSV-Trainer völlig richtig. Denn bereits zur Pause hätten die Gastgeber vor 3027 Zuschauern – darunter 100 lautstarke FC-Anhänger - mit 3:0 führen können. Immer wieder stießen die Frankfurter über die schnellen und dribbelstarken Außen Marcel Gaus und Chadli Amri überfallartig nach vorne und fanden in Ilian Micanski eine gefährliche Anspielstation. Der FSV-Neuzugang, der bereits beim 2:1-Sieg in Duisburg beide Treffer erzielt hatte, scheiterte zweimal am reaktionsschnellen FC-Keeper Ramazan Özcan (6. und 35. Minute). Auch gegen Amri rettete Özcan (10.).
 
Möhlmann hatte damit exakt die Schwachstellen im FC-Spiel aufgedeckt. Immer wieder suchte seine Elf den Weg über die Flügel oder mit langen Bällen in die Spitze, während das Spiel im Zentrum fast völlig brach lag. Und der FSV hatte damit Erfolg. Amri, einer der stärksten Frankfurter, stieß über rechts nach vorne, zog in Arjen-Robben-Manier nach innen, ließ FC-Innenverteidiger Ralph Gunesch stehen und schloss mit einem haltbaren Schuss ins kurze Eck ab (37.). Eine hochverdiente Führung. Die Ingolstädter kamen dagegen nur ein einziges Mal in den gegnerischen Strafraum, doch sowohl Adam Nemec als auch der noch aktivste FC-Spieler, Karl-Heinz Lappe, verpassten die Flanke von Andreas Schäfer (11.). 
 
Nach der Pause bot sich allerdings ein anders Bild. Das lag zum einen wohl an der Kabinenpredigt (Gunesch: „Der Trainer fand deutliche Worte“), zum anderen an Orals Einwechslungen. Leo Haas nahm im Mittelfeld das Heft in die Hand und sorgte für mehr Struktur im Offensivspiel. Dazu hatte er mit Ahmed Akaichi einen dankbaren Abnehmer im Sturm. Denn der Tunesier spielte sehr körperbetont und suchte immer wieder mit seinem schnellen Antritt den direkten Weg in die Spitze. Allerdings blieben seine Aktionen im Abschluss zunächst glück- und wirkungslos. Auch Nemec zog einen Kopfball nach einer Görlitz-Flanke über die Latte (58.). Die Ingolstädter hatten nun zwar ein optisches Übergewicht, aber bei Kontern blieb der FSV brandgefährlich.
 
Turbulent wurde es dann in der Schlussphase. Zunächst verweigerte der Schiedsrichter wegen Abseits ein reguläres Tor von Kapitän Leitl (80.), dann verpasste abermals Micanski nach einem starken Dribbling alleine vor Özcan das 2:0 (87.), ehe schließlich Akaichi im direkten Gegenzug der glückliche Ausgleich gelang. Nach einem weiten Pass von Haas zog der Tunesier davon und schob das Leder von der Strafraumgrenze am unnötig aus seinem Tor geeilten FSV-Keeper Patric Klandt vorbei zum 1:1 über die Linie. Jubelnd rannte Akaichi auf die Spielerbank zu und ließ sich von seinen Kameraden feiern. Am Ende erntete er auch ein Sonderlob von Trainer Oral. „Ahmed hat in den vergangenen Tagen schon im Training eine Präsenz gezeigt, wie man sie von ihm in Ingolstadt noch nicht gesehen hat“, sagte Oral.
 
Am Ende waren beide Parteien wohl mit dem Ergebnis zufrieden, auch wenn Frankfurt seit nunmehr 13 Spielen auf einen Heimsieg und Ingolstadt seit 14 Begegnungen auf einen Auswärtserfolg warten.
 

Gottfried Sterner

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