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Mittwoch, 30.05.2012 |

 

15.02.2012 23:05 Uhr | 544x gelesen
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Leo Haas wäre gegen Fürth gern dabei


Bild: Leo Haas wäre gegen Fürth gern dabei.  Ingolstadt (DK) In einen warmen Mantel gehüllt und mit einer Anden-Strickmütze auf dem Kopf, kommt Leonhard Haas in diesen Tagen zum Training. Nur nicht wieder krank werden, ist derzeit sein erster Gedanke. Denn gefehlt hat Leo, wie er von seinen Mitspielern beim FC Ingolstadt genannt wird, in dieser Saison schon oft genug. Und ausgerechnet vor dem Derby gegen seinen Ex-Verein Greuther Fürth (Sonntag, 13.30 Uhr im Audi-Sportpark) will der 30-Jährige den nach langer Verletzungspause gefundenen Wiedereinstieg nicht gefährden.

Ingolstadt (DK) In einen warmen Mantel gehüllt und mit einer Anden-Strickmütze auf dem Kopf, kommt Leonhard Haas in diesen Tagen zum Training. Nur nicht wieder krank werden, ist derzeit sein erster Gedanke. Denn gefehlt hat Leo, wie er von seinen Mitspielern beim FC Ingolstadt genannt wird, in dieser Saison schon oft genug. Und ausgerechnet vor dem Derby gegen seinen Ex-Verein Greuther Fürth (Sonntag, 13.30 Uhr im Audi-Sportpark) will der 30-Jährige den nach langer Verletzungspause gefundenen Wiedereinstieg nicht gefährden.


Ein paar Minuten in der Schlussphase gegen Düsseldorf (1:1) und eine Halbzeit beim FSV Frankfurt (1:1) durfte der kreative Mittelfeldspieler zuletzt bestreiten. Und, was noch mehr zählt, Haas spielte bei den Hessen nicht nur brav mit, sondern ordnete das noch zähe Offensivspiel des FC 04 und schlug den entscheidenden Pass vor dem Ausgleichstor durch Ahmed Akaichi. „Das 1:1 hat schon gut getan. Es ist wichtig für den Kopf, dass wir in der Rückrunde noch ungeschlagen sind“, sagt Haas und schickt sofort hinterher: „Aber wir wissen auch, dass wir besser spielen müssen.“

Leonhard Haas
Bild: Uwe Ziegler Ex-Fürther im FC04-Trikot: Leo Haas (rechts)
Haas, der davor erst vier Punktspiele für den FC 04 bestritten hatte – das letzte am 14. August 2011 gegen den FSV Frankfurt (1:1) – hat gute Karten, nach seiner Knochenabsplitterung im Sprunggelenk und fünf Monaten Pause endlich eine tragende Rolle bei den Ingolstädtern zu übernehmen. Möglich, dass er gegen die „Kleeblätter“ am Sonntag sogar wieder von Anfang an ran darf. „Er hat natürlich die Qualität, unser Spiel aus dem Zentrum heraus zu gestalten. Wenn wir da auf eine offensivere Variante umstellen sollten, ist er absolut dafür geeignet. Das hat er auch in Frankfurt gezeigt“, erklärt Trainer Tomas Oral, ohne sich auf einen Systemwechsel festlegen zu wollen.

Haas stellt – zumindest öffentlich – keine Forderungen. „Ich kann mich nur im Training aufdrängen, alles andere entscheidet der Trainer“, antwortet Haas auf entsprechende Fragen. Dabei wäre er gegen Fürth natürlich gerne dabei. „Ich hatte dort vier schöne Jahre. Dieses Spiel ist schon etwas Besonderes für mich, weil ich zu einigen Ex-Kameraden noch gute Kontakte habe“, meint Haas, den beim Spiel gegen Düsseldorf SpVgg-Innenverteidiger Thomas Kleine mit seiner Familie besuchte. Auch mit Christopher Nöthe oder Stephan Fürstner versteht sich Haas prima. Vor dem Spiel freilich ruhen die Freundschaften und Haas fokussiert sich auf seine Aufgabe. „Wir dürfen uns gegen Fürth nicht verstecken, auch wenn der Gegner schon eine sehr stabile Runde spielt. Aber wir müssen mehr Bereitschaft entwickeln, selbst nach vorne zu spielen, sonst wird es schwer, zu punkten.“

Haas kennt die Fürther Mannschaft und deren Trainer Mike Büskens gut. „Er will, dass seine Spieler schon in der gegnerischen Hälfte die Bälle erobern. Das erfordert eine hohe Laufbereitschaft. Und dann geht es schnell über die Außen nach vorne“, erläutert Haas das Spiel des Tabellenzweiten und warnt seine jetzigen Teamkollegen. „Wir dürfen uns keine Ballverluste erlauben. So ist auch im Hinspiel das erste Gegentor entstanden“, erinnert sich Haas an das 0:3 im vergangenen August in Fürth. Damals war Haas verletzungsbedingt nur Zuschauer. Das soll sich am Sonntag ändern. Und wenn dann noch ein Überraschungssieg herauskäme, wäre Haas wohl endgültig in seiner neuen Heimat Ingolstadt angekommen.
 

Von Gottfried Sterner

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