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Mittwoch, 30.05.2012 |

 

04.02.2012 14:57 Uhr | 1415x gelesen
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Achtungserfolg für den FC04


Bild: Achtungserfolg für den FC04.  Ingolstadt (dk) Achtungserfolg für den FC Ingolstadt: Die Mannschaft von Tomas Oral trotzte dem Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf vor 6585 Zuschauern im eisig kalten Audi-Sportpark einen Punkt ab. Bei -16 Grad trennten sich beide Teams mit einem leistungsgerechten 1:1 (1:1).

Ingolstadt (dk) Achtungserfolg für den FC Ingolstadt: Die Mannschaft von Tomas Oral trotzte dem Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf vor 6585 Zuschauern im eisig kalten Audi-Sportpark einen Punkt ab. Bei -16 Grad trennten sich beide Teams mit einem leistungsgerechten 1:1 (1:1).


FC04 - Fortuna Düsseldorf 1:1
Bild: Strisch Ralph Gunesch ließ hinten wenig anbrennen.
Ingolstadts Cheftrainer Tomas Oral brachte drei der fünf Winter-Neuzugänge von Anfang an: Ralph Gunesch (kam vom FC St. Pauli) in der Innenverteidigung, Florian Heller (FSV Mainz) und Adam Nemec (1. FC Kaiserslautern) im Sturm. Ex-Löwe Manuel Schäffler nahm auf der Ersatzbank Platz, wurde nicht eingewechselt. Fortuna-Coach Norbert Meier vertraute jener Elf, die beim letzten Spiel vor der Winterpause in Paderborn als Verlierer das Feld verlassen hatte.
 
Trotz der frostigen Temperaturen lieferten sich beide Teams von Anfang ein ein munteres Duell. Die Fortuna, spielerisch dominant, hatte die ersten nennenswerten Chancen. Lukimya-Mulongoti verpasste die Hereingabe von van den Bergh um Haaresbreite (2.), Bröker köpfte den Ball FC04-Schlussmann Özcan aus fünf Metern völlig unbedrängt genau in die Arme (12.) - das hätte die Führung sein müssen für die Gäste. Sechs Minuten später hatten die Gastgeber ihre erste ganz dicke Chance. Der quirlige Andreas Buchner, einmal mehr der meistgefoulte Ingolstädter, spielte Florian Heller das Leder mustergültig in die Gasse, doch der Ex-Mainzer wartete einen Tick zu lange, so dass ein Düsseldorfer in letzter Sekunde noch seinen Schuss abblocken konnte (18.).

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FC04 - Fortuna Düsseldorf 1:1
Bild: Strisch Nach seinem Führungstor feierte Ikeng gemeinsam mit "Team-Motivator" Ralf Keidel vor der Ersatzbank der Schanzer.
Die Schanzer kamen nun besser ins Spiel und gingen nach 24 Minuten in Führung. Stefan Leitl schlug einen Freistoß von rechts nach innen, Ikeng - sträflich frei - stieg zum Kopfball hoch und hatte Glück, dass Fortuna-Keeper Ratajczak den Ball durch die Hosenträger rutschen ließ. Nun waren die Hausherren am Drücker - und wurden jäh gebremst, als der Unparteiische Tobias Christ (Münchweiler) nach Biliskovs Einsteigen gegen Oliver Fink auf Strafstoß für die Gäste entschied. Langeneke verwandelte ganz sicher zum 1:1 (30.). An dieser Entscheidung schieden sich nach dem Spiel die Geister. Tomas Oral ("Es kann nicht sein, dass in so einem Spiel so ein Elfmeter gepfiffen wird.") und FC04-Boss Peter Jackwerth ("Fink hat sich geschickt fallen lassen.") sahen die Szene erwartungsgemäß anders als der Referee. Die Fernsehbilder zeigten, dass Biliskov den "fallbereiten" Fink am linken Fuß traf. Ein Elfer, den man geben konnte.
 
Der Ausgleich verlieh der Fortuna Flügel. Zweimal versuchte Fink, Bruder von FC04-Verteidiger Tobias Fink (er saß auf der Ersatzbank), seinen Fauxpas vor dem Gegentor durch Ikeng wettzumachen, zielte aber einmal vorbei (35.) und kam dann einen Schritt zu spät (37.). Die letzte Chance ergab sich für Heller, der eine Leitl-Hereingabe aus kurzer Distanz über das Tor köpfte (44.).
 

Fortuna vergibt eine Hundertprozentige

 
Nach dem Wechsel startete Düsseldorf wie die Feuerwehr und hätte nach einer herrlichen Kombination in Führung gehen müssen. Lambertz passte nach innen auf Rösler, der legte den Ball quer zum völlig freistehenden Beister, doch der drosch das Leder aus elf Metern überhastet über den Querbalken (48.). Eine Szene, die Fortuna-Trainer Norbert Meier auch nach dem Schlusspfiff noch beschäftigte: "Da hätten wir den Sack zumachen müssen!".
 
Die Begegnung wurde zusehends hektischer. Vor allem Sascha Rösler und FC-Kapitän Stefan Leitl lieferten sich ein kleines Psychoduell, das den Referee vor ernsthafte Probleme stellte. Zuerst lief der Düsseldorfer auf Leitl zu und fiel nach einem eher harmlos aussehenden Kontakt mit Leitl wie vom Blitz getroffen zu Boden, was Gelb für beide zur Folge hatte. Dann stürmte Leitl aufs Fortuna-Gehäuse zu und kam gemeinsam mit Rösler ins Straucheln - auch hier blieb der erfolgreichste Fortuna-Stürmer (elf Saisontore) lange liegen. Röslers Provokationen hatten ein Ende, als Meier seinen Routinier eine Viertelstunde vor Schluss vom Feld nahm. Und Leitl war bedient. "Ich kenne Sascha Rösler schon lange, aber was er heute veranstaltet hat, war eine neue Erfahrung für mich."
 
FC04 - Fortuna Düsseldorf
Bild: Strisch Da waren's nur noch zehn: Lambertz musste runter, nachdem er Ikeng (Dritter von rechts) den Ball ein wenig unwirsch entrissen hatte.
Vom Platz musste nach 67 Minuten ein anderer Düsseldorfer. Lambertz, kurz zuvor gelbverwarnt, riss Ikeng den Ball aus den Händen, was diesen wiederum dazu veranlasste, einigermaßen theatralisch zu Boden zu sinken. Tobias Christ zeigte Ikeng Gelb wegen Spielverzögerung und Lambertz die Ampelkarte.
 
Der FC04 war nun am Drücker und wollte das Spiel gegen zehn für sich entscheiden - den konterstarken Gästen jedoch nicht ins Messer laufen. "Wir wollten auch nach dem Platzverweis für Düsseldorf nicht auf Teufel komm raus nach vorne spielen", sagte Tomas Oral nach der Partie, die Neuzugang Ralph Gunesch, der schnörkellos und konsequent spielte, beinah in letzter Minute für die Schanzer entschieden hätte. Dem Ex-Paulianer sprang der Ball vor die Füße, doch er zog aus sieben Metern knapp rechts vorbei.
 

Bild: Strisch Guter Einstand: Florian Heller, hier im Zweikampf mit Düsseldorfs van den Berth, ackerte unermüdlich. Er vergab jedoch auch eine Großchance.
Den beiden anderen Neuzugängen - Adam Nemec und Florian Heller - fehlte bei ihrem ersten Einsatz im Trikot der Schanzer noch ein wenig die Bindung zu ihren Mannschaftskollegen, sie wussten durch ihren enormen Einsatz jedoch zu gefallen,.
 
Am Ende blieb es bei dem leistungsgerechten Unentschieden. Düsseldorf bleibt mit 43 Punkten auf Platz eins, Ingolstadt rutscht auf den Relegationsplatz 16 ab, drei Zähler vor Rostock und Karlsruhe.
 

Nächstes Spiel gegen Möhlmann

 
Am kommenden Freitag (18 Uhr) gastieren die Schützlinge von Tomas Oral beim Tabellen-15. FSV Frankfurt. Ex-FC04-Coach Benno Möhlmann, der die Frankfurter trainiert, sah sich das Spiel des FC gegen Düsseldorf im Audi-Sportpark an. Düssseldorf erwartet am Montag in acht Tagen Verfolger Eintracht Frankfurt zum Spitzenspiel.
 

Trainerstimmen

 
Tomas Oral, FC 04
 
Wir wollten uns nicht von den Düsseldorfern aus dem Konzept bringen lassen, da ihr Spiel von einer gewissen Emotionalität veranlagt ist. Die Fortuna-Spieler versuchten, den Schiedsrichter zu beeinflussen. Bis zum Ausgleich waren wir stark, danach haben wir nicht mehr so aggressiv gespielt. Mit dem Unentschieden muss man zufrieden sein, auch wenn ich gern gewonnen hätte.
 
Norbert Meier, Fortuna Düsseldorf
 
Wir haben gegen eine gute Ingolstädter Mannschaft gespielt. Aufgrund unserer Großchancen hätten wir gewinnen müssen. Ehrlich gesagt, kann ich das Spiel noch nicht so richtig einschätzen.
 

FC 04

 
Özcan - Görlitz, Biliskov, Gunesch, Schäfer - Ikeng (88. Haas), Matip - Leitl (88. Bambara), Buchner (82. Akaichi) - Nemec, Heller
 

Fortuna Düsseldorf

 
Ratajczak - Levels, Lukimya, Langeneke, van den Bergh (90. Juanan) - Bodzek, Lambertz - Beister (80. Matuschyk), Fink - Rösler (75. Jovanovic), Bröker
 

Tore

 
1:0, 24., Ikeng
1:1, 30., Langeneke (Foulelfmeter; Biliskov an Fink)
 

Zuschauer

 
6585
 

Schiedsrichter

 
Tobias Christ (Münchweiler)
 

Gelbe Karten

 
Ikeng (3.), Leitl (7.) - Bodzek, Lambert, Rösler
 

Gelb-Rote Karte

 
Lambertz (67., Unsportlichkeit)
 
 
Uwe Ziegler, Online-Redaktion
 
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