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Mittwoch, 30.05.2012 |

 

30.10.2011 15:38 Uhr | 2230x gelesen
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Last-Minute-Gegentor verhindert FC04-Sieg


Bild: Last-Minute-Gegentor verhindert FC04-Sieg.  Ingolstadt (dk) Schade! Der FC Ingolstadt präsentierte sich im Heimspiel gegen den Aufstiegsfavoriten Eintracht Frankfurt vor 9843 Zuschauern im Audi-Sportpark deutlich verbessert, kassierte nach zwischenzeitlicher Führung aber in der sechsten Minute der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich.

Ingolstadt (dk) Schade! Der FC Ingolstadt präsentierte sich im Heimspiel gegen den Aufstiegsfavoriten Eintracht Frankfurt vor 9843 Zuschauern im Audi-Sportpark deutlich verbessert, kassierte nach zwischenzeitlicher Führung aber in der sechsten Minute der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich.



Bild: Tom Webel Der Fanblock des FC 04.
Benno Möhlmann ging in diesem auch für ihn so wichtigen Spiel keine Kompromisse ein. Der 57-Jährige setzte auf seine Stammelf - jene Formation, die in der Rückrunde der vergangenen Saison eine tolle Aufholjagd hingelegt hatte. Sie sollten es also richten gegen den Aufstiegsfavoriten. Im Fanblock des FC 04 wurden die Banner ausgerollt: "Wenn Ihr nicht wollt", stand auf einem, "Wollen wir auch nicht mehr", und die Konsequenz: "Die Südttribüne bleibt heute leer".
 
Die Eintracht begann forsch, doch Gekas' Chance gleich nach drei Minuten - Kirschstein konnte locker abwehren - sollte die größte im ersten Durchgang bleiben. Die Gäste hatten zwar deutlich mehr Spielanteile (Ballbesitz insgesamt: 64 zu 36 Prozent für Frankfurt), die Großchancen jedoch konnten die Hausherren für sich verbuchen. Buddles Kopfball nach Leitl-Flanke strich knapp am linken Pfosten vorbei (5.), Biliskovs Kopfball nach Ecke von rechts ging haarscharf über die Querlatte (12.). Die dickste Möglichkeit ergab sich für Stefan Leitl nach 17 Minuten. Der emsige Moritz Hartmann steckte den Ball für den Kapitän durch, Leitl stürmte Richtung Eintracht-Tor, doch Keeeper Oka Nikolov konnte den zu schwach getretenen Schuss ohne große Mühe abwehren. 

zur Diashow FC 04 - Eintr. Frankfurt 1:1
 
 
Die Begegnung war bis zu diesem Zeitpunkt durchschnittlich - aber spannend! Frankfurt stand hinten gut, präsentierte sich im Spiel nach vorn aber ideen- und harmlos. Folgerichtig ging's torlos in die Kabinen.
 

Führung durch Leitl

 
Tor Leitl
Bild: Tom Webel Stefan Leitl (Nr. 6) zieht aus 20 Metern mit rechts ab, der Ball schlägt Sekundenbruchteile später im linken oberen Winkel zur 1:0-Führung für den FC Ingolstadt ein.
Die Hessen begannen den zweiten Durchgang mit ein paar wenigen stürmischen Angriffen, die jedoch wirkungslos verpufften. Das schien die Schanzer zu ermutigen, es selbst zu probieren. Leitl schlug das Leder vom rechten Flügel nach innen, Moritz Hartmann legte zurück auf den lauernden Edson Buddle, doch die Vorlage geriet etwas zu kurz und Frankfurt konnte klären (56.). Erneut Hartmann war es, der Stefan Leitl im Mittelfeld bediente. Der Kapitän der Schanzer durfte mutterseelenallein und ungestört Richtung Eintracht-Tor laufen, zog aus 20 Metern ab und überraschte Frankfurts Keeper Nikolov - der Ball schlug im linken oberen Eck ein zum stürmisch umjubelten 1:0 für die Schanzer (73.). Der Eintracht-Schlussmann machte hierbei keine besonders gute Figur.
 

Edson Buddle spielte mittlerweile in bester Dieter-Hoeneß-Manier mit einem Turban, nachdem er bei einem Kopfballduell mit Frankfurts Anderson zusammengerasselt war (64.). Nun war Zunder drin in der Partie, nun wachte auch der Schanzer Anhang auf, der bis dato stimmlich quasi nicht stattgefunden hatte.
 

Kurz vorm Spielabbruch


Kirschstein benommen
Bild: Tom Webel Frankfurts Erwin Hoffer traf Sascha Kirschstein mit einem satten Schuss aus kürzester Distanz mitten im Gesicht. Der FC-Keeper musste minutenlang behandelt werden - und wirkte noch nach dem Abpfiff benommen.
Nach 82 Minuten zog der eingewechselte Hoffer durch, obwohl Schiedsrichter Christian Fischer das Spiel bereits unterbrochen hatte. Sascha Kirschstein musste minutenlang behandelt werden und brachte damit den hinter ihm postierten Anhang der Frankfurter gegen sich auf. Dann eine große Chance durch Matmour, doch sein 14-Meter-Schuss ging weit drüber (86.).
 
Im Anschluss daran - Kirschstein ließ sich Zeit für seinen Abschlag - flogen Gegenstände der Eintracht-Anhänger aufs Spielfeld. Der Unparteiische schickte FC 04-Kapitän Leitl zu Stadionsprecher Italo Mele, und der sprach eine Warnung in Richtung Eintracht-Fans aus: Beim nächsten Wurfgeschoss drohte der Spielabbruch.  "Fischer, du Hurensohn"-Sprechchöre der hessischen Fans waren die Folge. "Da hatten wir Glück, dass die Partie nicht abgebrochen wurde", meinte Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen nach dem Spiel gegenüber donaukurier.de.
 



Doch mittlerweile wollte Ingolstadt die Begegnung nicht am grünen Tisch, sondern aus eigenen Stücken gewinnen. Moritz Hartmann jagte aus 18 Metern einen Hammer knapp am rechten Pfosten vorbei (88.). Aufgrund diverser Spielunterbrechungen entschied Schiri Fischer auf satte sechs Minuten Nachspielzeit. Frankfurt schlug die Bälle hoch und weit nach vorn, die Spieler des FC Ingolstadt warfen sich dem entgegen.
 

FC 04-Stürmer Moritz Hartmann nach dem Spiel
 

Frankfurts Ausgleich in letzter Sekunde

 
Ausgleich
Bild: Tom Webel Ausgleich in der 96. Minute: Matmour setzt sich gegen Tobias Fink (Nr. 15) durch und überwindet Sascha Kirschstein per Kopfball.
In der letzten Minute der Nachspielzeit dann doch noch der glückliche Ausgleich für die Hessen: Kapitän Pirmin Schwegler schlug den Ball hoch in den Strafraum der Schanzer, Tobias Fink war nicht nah genug am eingewechselten Karim Matmour, der überwand den auf der Linie verharrenden Sascha Kirschstein zum nicht mehr für möglich gehaltenen 1:1-Ausgleich.  Unmittelbar danach pfiff Christian Fischer die Begegnung ab. Ob es stimmt, dass der FC 04-Keeper wegen des Schusses, den Hoffer wenige Minuten vorher aus kürzester Distanz gegen ihn abgefeuert hatte, etwas besinnungslos war, konnte Benno Möhlmann auf der abschließenden Pressekonferenz nicht beantworten. Wohl aber, dass Kirschstein in der Kabine nach dem Spiel noch behandelt wurde. Kirschstein selbst hinterließ im Gespräch mit donaukurier.de-Mitarbeiter Julian Schultz einen benommenen Eindruck (Audio-File unten).
 

FC 04-Keeper Sascha Kirschstein nach dem Spiel
 
Eine Anmerkung am Rande: Im Audi-Sportpark gesehen wurden Dietmar Beiersdorfer und Thomas Linke - zwei Anwärter auf den Posten des Sportdirektors beim FC Ingolstadt.
 
Nächster Gegner der Schanzer ist der Karlsruher SC, das Auswärtsspiel beginnt am kommenden Freitag um 18 Uhr. donaukurier.de tickert wieder live.
 

Die Trainerstimmen

 

Armin Veh, Eintracht Frankfurt

 
Mir war von vornherein klar, dass  es ein schwieriges Spiel wird. Meine Mannschaft hatte 120 schwere Minuten im Pokal gegen Kaiserslautern. Ingolstadt hatte den größeren Druck, trotzdem war es für sie einfacher zu spielen. Sie standen tief, und wir haben keine Mittel gefunden, waren körperlich nicht so frisch. Wir waren zwar wesentlich mehr im Ballbesitz, haben aber nicht zwingend genug agiert.
 
Wir hätten beim Gegentor bessser verteidigen müssen, wir haben auch nicht klug weiter gespielt, nicht über außen, wie ich es mit meinen Wechseln eigentlich bewirken wollte. Im Endeffekt ist der späte Ausgleich glücklich, vom Spielverlauf her aber waren wir diejenigen, die das Spiel kontrolliert haben. Dass das bitter für Ingolstadt ist, kann ich nachvollziehen.



Benno Möhlmann, FC Ingolstadt

 
Benno Möhlmann
Bild: Tom Webel Benno Möhlmann
Mit einem 0:0 nach 90 Minuten wäre ich absolut zufrieden gewesen. Mit dem 1:1 - das ist ja die gleiche Ausbeute - bin ich es nicht. Wir haben es heute geschafft, 90 Minuten unsere Linie zu halten, in allen Mannschaftsteilen. Wir haben defensiv wenig zugelassen und hatten offensiv unsere Möglichkeiten, wenn auch nicht so zwingend, wie ich es mir gewünscht hätte. Mit einem sehr schönen Weitschuss sind wir in Führung gegangen und haben es danach geschafft, unseren Torwart größtenteils rauszuhalten aus den Aktionen der Eintracht.
 
Leider haben wir in der Verlängerung das Tor kassiert, das ist ärgerlich und tut schon weh. Wir waren nicht clever genug, hätten im Ballbesitz etwas mehr auf Ballsicherung spielen können. Wenn und Aber zählt nicht, insofern müssen wir mit dem Ergebnis und dem Punkt leben.
 
Ich hoffe, dass die Mannschaft gesehen hat, dass sie selbst gegen sehr gute Mannschaften bestehen kann, wenn alle über 90 Minuten eine gemeinsame Linie verfolgen.


 

FC Ingolstadt

 
Kirschstein - Görlitz, Biliskov, Matip, Fink - Buchner, Metzelder, Leitl (90. Quaner), Bambara - Mo. Hartmann (90. +5: Pisot), Buddle (80. Caiuby)

Eintracht Frankfurt

 
Nikolov - Jung - Anderson, Schildenfeld, Djapka - Schwegler - Rode (78. Korkmaz, Köhler (71. Matmour) - Meier - Gekas (78. Hoffer), Idrissou
 

Tore

 
1:0, 73., Leitl
1:1, 90. + 6, Matmour
 

Schiedsrichter

 
Christian Fischer (Hemer)
 

Gelbe Karten

 
Görlitz (50., Foul), Leitl (63., Foul - 5. Gelbe, ein Spiel gesperrt) - Djakpa (90. +2, Foul)
 

Zuschauer

 
9843
 



Uwe Ziegler, Online-Redaktion
 
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Kommentare

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FrageAntwort von Schwanzer | 31.10.2011 22:20 Diesen Kommentar melden
Ausgleich in letzter Minute

Die Mannschaft war nicht wiederzuerkennen. Jeder war
lauffreudig und scheute keinen Zweikampf. Die Räume
wurden eng gemacht und der Gegner zu Fehlern gezwungen. So war es OK.
Wenn der FCI sich auch künftig auf jedes einzelne Spiel fokussiert, dann werden die Erfolge nicht ausbleiben.

Schön, dass das Unentschieden mit der Mannschaft geklappt hat, die die Rückrunde erfolgreich gespielt hat.

Die linke Verteidigerseite sollte noch dieses Jahr ver-
stärkt werden. Unbedingt.


FrageAntwort von   bambam09 | 30.10.2011 16:33 Diesen Kommentar melden
"Fans"

Wenn H. Bruchhagen sich über Dresdner Fans aufregt, sollte er möglichst schnell die Klappe halten und erst mal vor seiner eigenen HAustür kehren. Wer solche Anhänger hat, sollte die Klappe wegen anderer Fans nicht so weit aufreissen.


FrageAntwort von   tommy  (50) | 30.10.2011 23:51 Diesen Kommentar melden
Unterstes Niveau

Was fällt Dir eigentlich ein, Herrn Bruchhagens Mund als Klappe zu bezeichnen. Wer bist du denn, dass Du andere hier beleidigen darfst?


 

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