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Freitag, 30.07.2010 |

 

09.03.2010 22:30 Uhr | 1206x gelesen
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FC Ingolstadt 04 schlittert in die Krise


Bild: FC Ingolstadt 04 schlittert in die Krise .  Erfurt (DK) Viel riskiert, viel verloren. Der FC Ingolstadt hat sein Nachholspiel gestern Abend vor 3289 Zuschauern bei Rot-Weiß Erfurt mit 1:2 (1:1) verloren und gerät in der 3. Liga im Aufstiegskampf mehr und mehr ins Hintertreffen.

Erfurt (DK) Viel riskiert, viel verloren. Der FC Ingolstadt hat sein Nachholspiel gestern Abend vor 3289 Zuschauern bei Rot-Weiß Erfurt mit 1:2 (1:1) verloren und gerät in der 3. Liga im Aufstiegskampf mehr und mehr ins Hintertreffen.



Verlorener Zweikampf: Der Ingolstädter Ralf Keidel (links) hat hier das Nachsehen gegen den Erfurter Thiago Rockenbach da Silva. - Foto: Fromm
Wie angekündigt, ließ FC-Trainer Michael Wiesinger Stammkeeper Michael Lutz und Defensivmann Markus Karl zu Hause und brachte dafür Torwart-Routinier Marco Sejna und Moise Bambara ins Team. Bambara rückte auf die rechte Außenbahn, während Patrick Mölzl für Karl die Position vor der Abwehr übernahm. Ansonsten ließ Wiesinger sein Team unverändert und schenkte auch Verteidiger Ralf Keidel nach dessen Kollegenschelte das Vertrauen.

Wiesingers Kollege, Rainer Hörgl, wollte da nicht nachstehen und wirbelte seine Mannschaft noch kräftiger durcheinander. Er schickte fünf neue Spieler aufs Feld und setzte damit nach fünf Spielen ohne Sieg ein deutliches Zeichen.

Das spürte man auch von Beginn an im weiten Rund des Steigerwaldstadions. So kamen die Gastgeber bei eisigem Wind und Temperaturen von sechs Grad unter dem Gefrierpunkt schnell auf Betriebstemperatur. Vor allem als in der zehnten Minute der Ex-Nürnberger Chhunly Pagenburg in den Strafraum eindrang und nach Andreas Buchners Einschreiten zu Fall kam – Elfmeter! Rockenbach da Silva verwandelte sicher zum 1:0. Die Ingolstädter waren geschockt. Sichtbares Zeichen dafür war das übermotivierte Herauslaufen von Sejna, als Pagenburg seinem Gegenüber Malte Metzelder davonzusprinten drohte. Zum Glück für den FC 04 wurde der Erfurter seitlich abgedrängt, so dass der in seinen Kasten zurückgeeilte Sejna den Schuss aus spitzen Winkel abwehren konnte (19.).

Ein Eckstoß half den bis dahin ziemlich konfusen und fehlerhaften Schanzern in Tritt. Stefan Leitl schlug die Flanke nach innen, und 1,95-m-Hüne Metzelder durfte unbedrängt zum 1:1 einköpfen (23.). Der Treffer verlieh der Wiesinger-Elf Sicherheit. Fortan diktierte der FC 04 das Geschehen. Fast hätte der nächste Eckball die Führung für Ingolstadt gebracht. Dieses Mal flankte "Zecke" Neuendorf nach innen, Metzelder köpfte erneut, doch Christopher Handke klärte für den bereits geschlagenen Keeper Dirk Orlishausen auf der Linie (33.).

Langsam lief auch das Passspiel der Ingolstädter besser. Buchner, Leitl, Neuendorf und Moritz Hartmann kurbelten die Offensive an, während Mölzls Anspiele häufig ins Leere liefen. Die beste Aktion vor der Pause vereitelte jedoch Orlishausen, der Hartmann nach einem schönen Leitl-Anspiel das Leder im Strafraum vom Fuß pflückte (44.).

Nach dem Seitenwechsel versuchte Erfurt die Partie wieder in den Griff zu bekommen und drängte auf das FC-Gehäuse. Wieder wurde es durch Pagenburg gefährlich, doch zeigte sich Sejna bei dessen Flachschuss auf dem Posten und lenkte den Ball zur Ecke (52.). Die Partie wurde nun zu einem reinen Kampfspiel, bei dem um jeden Zentimeter hart gefrorenen Boden gerungen wurde und die FC-Spieler nach und nach ihr Schuhwerk wechselten, um einen besseren Stand zu haben. Zielstrebige Aktionen wurden immer seltener, so dass sich Wiesinger den Frust gelegentlich von der Seele schrie oder gegen die Bande trommelte, während sein Gegenüber Hörgl wild gestikulierend am Spielfeldrand auf und ab lief.

Als sich ein Remis abzeichnete, schlug Manuel Bölstler einen weiten Pass auf den eben eingewechselten Carsten Kammlott, der Mathias Wittek stehen ließ und platziert ins rechte Eck einschoss – 2:1 (81.). Die Ingolstädter warfen zwar noch einmal alles nach vorne, aber mehr als ein Schuss von Ersin Demir (88.), den Orlishausen abwehrte, sprang für die im zweiten Durchgang enttäuschenden Gäste nicht mehr heraus.

Von Gottfried Sterner
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Kommentare

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FrageAntwort von   Donauleser  (28) | 10.03.2010 12:47 Diesen Kommentar melden
Peinlich

Lansam lässt bei mir die Hoffnung auf den Wiederaufstig in die 2. Bundesliga nach. Als einen echten Schanzer betrifft es besonders, wie eine Mannschaft langsam sich von der Tabellenspitze entfernt. Man muss sich ja fürchten, wenn auch die Relegation behalten wird, ob hier ein Sieg eingefahren wird. Mit der Leistung bis jetzt, die Sie in der Rückrunde gezeigt haben, können Sie so in der 2. Liga sowieso nicht mithalten. Da gehört schon mehr Ehrgeiz dahinter. Wird Zeit, dass die Jungs sich wieder zusammen reißen.


FrageAntwort von mach | 10.03.2010 08:00 Diesen Kommentar melden
Fc Ingolstadt schlittert in die Krise

Wen Herr Wiesinger weiter auf Mölzel setzt,geht er unter wie Thorsten Fink mit seinem Lokvenc ! Mit Mölzl
haben wir noch nie gewonnen !


FrageAntwort von   basti  (39) | 10.03.2010 22:46 Diesen Kommentar melden
Sieg mit Mölzl - und doch ohne

>> Mit Mölzl haben wir noch nie gewonnen !

Stimmt nicht. Beim 1:0 gegen Kiel war der Herr mit dem Schal mit von der Partie. Allerdings wurde der Sieg erst eingefahren, als er aus dem Spiel ging und Zecke für ihn kam und wenige Minuten danach mit seinem Freistoßtor traf.


FrageAntwort von mach | 11.03.2010 07:32 Diesen Kommentar melden
Mit Mölzl haben wir noch niegewonnen

Also doch! Wir haben erst Fußball gespielt als Mölzl raus war.Dann haben wir gewonnen.


FrageAntwort von Bene | 10.03.2010 17:03 Diesen Kommentar melden
Mölzl

Dem kann ich nur zustimmen, seid der überhebliche Möchtegern-Fußballer mit Schal in der Mannschaft ist stimmt`s nicht mehr.


FrageAntwort von fcifan | 10.03.2010 12:26 Diesen Kommentar melden
Mölzl ein Fehleinkauf, Abwehr dilettantisch

Stimmt. Der Mölzl wurde auf allen möglichen Positionen ausprobiert und hat nirgends überzeugt. Kein Zweikampfverhalten, keine Ideen. Für mich ein Alibifußballer. In Augsburg soll er nur Stunk gemacht haben. Seit seinem Einsatz ist die Mannschaft durcheinander. 3 Spiele, 9 Gegentore, und der Wenzel sitzt draußen. wer versteht das.


FrageAntwort von   autharis  (43) | 10.03.2010 08:20 Diesen Kommentar melden
Re: Konkreter gefasst

Profifussball in Ingolstadt war schon immer finanzieller Selbstmord im "Fussballquadrant" München, Augsburg, Nürnberg, Regensburg.

Aber unser Stadt hat ja das Geld der Bürger und "AUDI" (bei Misserfolg wie lange noch?)

Nur Eltern mit Kinder bekommen weniger freiwillige Leistungen der Stadt.
Weil daran muss man ja sparen...


 

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