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Donnerstag, 09.02.2012 |

 

26.08.2010 20:32 Uhr | 588x gelesen
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Mehr Mut und Cleverness


Bild: Mehr Mut und Cleverness . Ingolstadt Ingolstadt (DK) Mit seinem süffisanten \

Ingolstadt (DK) Mit seinem süffisanten "Willkommen in der Zweiten Liga" hat Harald Gärtner am vergangenen Samstag nach dem 1:4 des FC Ingolstadt gegen den FC Augsburg den zentralen Kommentar geliefert. Der Ärger über die Nachlässigkeiten und das teils naive Verhalten seiner Spieler war nicht nur dem Sportdirektor merklich an die Nerven gegangen. Die Forderung, die Mannschaft des Aufsteigers möge sich doch bitte schnell an die Gegebenheiten in der neuen Klasse gewöhnen, sind seitdem nicht verstummt.


Ingolstadt: Mehr Mut und Cleverness
Arbeitet intensiv an seinem Comeback: Fabian Gerber. - Foto: Mundt
Der Ärger über die Nachlässigkeiten und das teils naive Verhalten seiner Spieler war nicht nur dem Sportdirektor merklich an die Nerven gegangen. Die Forderung, die Mannschaft des Aufsteigers möge sich doch bitte schnell an die Gegebenheiten in der neuen Klasse gewöhnen, sind seitdem nicht verstummt. "Wir haben keine Zeit", erinnerte Trainer Michael Wiesinger noch am Spieltag seinen Kader daran, dass diese Anpassung sehr schnell gehen muss. Gestern, auf dem offiziellen Pressetermin vor der Auswärtsbegegnung beim MSV Duisburg (Samstag, 13 Uhr), wiederholte der 37-Jährige noch einmal: "Ich setze darauf, dass wir ganz schnell einen Lerneffekt sehen. . ." Man darf also gespannt sein.

"Wir müssen cleverer, abgezockter werden und uns in den entscheidenden Situationen einfach besser anstellen", zeigte Routinier Fabian Gerber gestern, dass er die Lektion gelernt hat. Sascha Kirschstein hat im Training bereits eine gewisse Reaktion seiner Mitspieler ausgemacht. "Ich hoffe, dass jetzt jeder weiß, was es heißt, in der Zweiten Liga zu spielen", meinte der Torhüter, während Sportdirektor Gärtner fünf Tage nach der Auftaktschlappe ganz bewusst moderate Töne anschlug. "Okay, wir müssen unsere Lehren aus der Niederlage ziehen, aber wir dürfen jetzt auch nicht alles schlecht reden." Ihm sei – nicht zum ersten Mal – die Stimmung viel zu schnell viel zu negativ.

Trainer Wiesinger setzt derweil auf psychologische Impulse, um die Wende zu schaffen. "Leidenschaft, Herz und Mut fordere ich von den Jungs. Dann können wir, wie wir im Pokal gegen Karlsruhe gesehen haben, auch erfolgreich sein." Gerade unter Wettkampfstress, so seine Beobachtung, hätten einige seiner Spieler gerade beim Thema Mut aber noch Probleme.

Deshalb würde die Rückkehr eines routinierten Akteurs dem zweitligaunerfahrenen Kader – gegen Augsburg bestritten sieben Spieler der Startelf ihr erstes Zweitligaspiel – ganz bestimmt gut tun. Mit Fabian Gerber und Patrick Mölzl sind seit einer Woche zumindest zwei arrivierte Kräfte aus dem FC-Lazarett wieder im Mannschaftstraining. "In beiden Fälle werde ich bis zum Schluss mit den Spielern sprechen, und dann entscheiden, ob ein Einsatz Sinn macht", hielt sich Wiesinger gestern noch alle Optionen offen. Die Frage ist in der Tat, wie fit Gerber und Mölzl bereits sind.

So bestätigte Gerber, dass der Heilungsprozess nach seiner Fersenentzündung immer noch nicht ganz abgeschlossen ist. "Im Moment ist es ein ständiges Auf und Ab. Mal hält die Ferse der Belastung stand, mal gibt es wieder ein paar Schmerzen." Dennoch hat der 30-Jährige in der abgelaufenen Woche das komplette Programm durchgezogen.

Dem ehemaligen Bundesligaprofi (94 Einsätze für Mainz und Freiburg), der mit seinen sieben Toren in der Saisonendphase maßgeblichen Anteil am Aufstieg des FC 04 hatte, fehlen jedoch die harten Einheiten der Vorbereitung, weshalb auch Trainer Wiesinger hin- und hergerissen ist. "Man darf nicht vergessen, dass wir nicht nur das Duisburg-Spiel, sondern eine ganze Saison vor uns haben. Möglicherweise macht es sowohl bei Fabian als auch bei Patrick Sinn, die anschließende Länderspielpause auch noch zu nutzen und sie erst in zwei Wochen gegen Oberhausen einzusetzen." Eine Entscheidung will Wiesinger erst kurzfristig treffen, wobei ihm der immer stärker werdende Romain Dedola (Wiesinger: "Er hat sehr gut trainiert") die Entscheidung sogar erleichtern könnte.

Egal ob Gerber, Mölzl oder Dedola – kommt einer der drei Akteure in Duisburg zum Einsatz, müsste Mathias Wittek den Platz im zentralen Mittelfeld wieder räumen. Ansonsten sind keine Veränderungen in der Aufstellung zu erwarten.

Für den Kader der Vorwoche eine gute Gelegenheit zu zeigen, wie weit die Anpassung an die Zweite Liga schon fortgeschritten ist.


Von Norbert Roth
 
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