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Mittwoch, 30.05.2012 |

 

20.02.2012 20:16 Uhr | 891x gelesen
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"Entscheidungen waren inakzeptabel"


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Ingolstadt (DK) Auch am Tag nach dem 0:0 des FC Ingolstadt gegen Greuther Fürth hatte sich Tomas Oral noch nicht beruhigt. Immer noch haderte der FC-Trainer mit Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus. „Ihre Entscheidungen waren inakzeptabel“, schimpfte der 38-Jährige.


Ingolstadt: "Entscheidungen waren inakzeptabel"
Bild: fishing4 Hektik vor der FC-Spielerbank: Trainer Tomas Oral (Zweiter von rechts) ist mit Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus gar nicht einverstanden und protestiert lautstark. Seine Spieler und Sportdirektor Thomas Linke (rechts) müssen ihn beruhigen
Konkret: Die Rote Karte gegen Innenverteidiger Marino Biliskov nach dessen Foul am Fürther Torjäger Olivier Occean in der 80. Minute und die Elfmeterszene von Andreas Buchner, der in der Schlussminute im Strafraum von Asen Karaslavov zu Fall gebracht wurde. Doch Steinhaus’ Pfeife blieb stumm. „Man muss das Ganze aus dem Spiel heraus sehen. Wir wurden durch diese Fehlentscheidungen um unsere Siegchance gebracht. Da muss ich mich aufregen“, rechtfertigt sich Oral, der am Spielfeldrand kaum zu bändigen war und nach heftigen verbalen Protesten von der Unparteiischen auf die Tribüne verwiesen wurde.

Auch unter anderen Schiedsrichtern im Stadion wurde über die strittigen Szenen diskutiert. Mit unterschiedlichen Ansichten. „Mir hat das Fingerspitzengefühl bei Frau Steinhaus gefehlt“, meinte einer. „Natürlich kann sie so entscheiden, aber das Spiel war bis dahin fair, da hätte es eine Gelbe Karte auch getan.“ Ein anderer meinte dagegen: „Der Angriff Biliskovs ging klar von hinten in die Beine, dafür gibt es Rot. Da brauche ich zuvor auch keine Gelbe Karte oder Ermahnung.“

Was beiden Referees auffiel: „Der FC 04 muss aufpassen, dass er bei den Schiedsrichtern nicht in Verruf gerät. Da ist zuviel Unruhe an der Trainerbank. Das kann sich schon mal nachteilig für den Verein auswirken.“ Schon im Heimspiel gegen Düsseldorf musste Co-Trainer Ali Kayhan Cakici wegen Meckerns auf die Tribüne, nun war es Oral. Je nach Formulierung des Spielberichts droht den FC-Trainern eine Strafe.

Was Oral richtig auf die Palme bringt, ist die Häufung von Benachteiligungen seines Teams. „Gegen Düsseldorf wurde ein unberechtigter Elfmeter gegen uns gepfiffen, in Frankfurt wurde uns fälschlicherweise ein Tor wegen Abseitstor aberkannt, und nun die beiden krassen Entscheidungen im Spiel gegen Fürth. Es heißt ja, das gleicht sich im Laufe einer Saison aus. Ich hoffe, dass das in den kommenden Spielen so ist und einmal zu unseren Gunsten ausgeht“, sagt Oral.

Bei soviel Aufregung geriet fast ins Hintertreffen, dass der FC 04 den Fürthern am Sonntag einen großen Kampf geliefert hat. Nach Aachen und Eintracht Frankfurt waren die Ingolstädter erst die dritte Mannschaft, die gegen den besten Angriff der Liga kein Tor kassiert haben. „Wir haben Fürth zu vielen Fehlern gezwungen und kaum Torchancen zugelassen. Man hat gesehen, wie gut wir als Mannschaft zusammengearbeitet haben. Jetzt müssen wir nur endlich mal ein Ergebnis einfahren, das uns in der Tabelle auch nach vorne bringt“, meint Außenverteidiger Andreas Görlitz.

Beim Krisengipfel am Freitag in Rostock sollen deshalb drei Punkte her. Wie, das ist die Frage. Für den voraussichtlich gesperrten Biliskov wird wohl Marvin Matip von der Sechserposition wieder in die Innenverteidigung zurückgezogen und Moise Bambara übernimmt Matips Rolle in der Defensivzentrale. U21-Nationalspieler Marc Hornschuh, der wie David Pisot ebenfalls in der Abwehrkette spielen kann, stand bisher nicht im Kader. „Man muss ihm noch Eingewöhnungszeit geben“, sagt Oral dazu.

Im Angriff dagegen lauern der noch einsatzlose Manuel Schäffler und der genesene Moritz Hartmann, mit fünf Treffern nach wie vor bester Torschütze im Kader, auf ihre Chance. Und Tore hat der FC 04 bitter nötig. In acht Spielen unter Orals Regie erzielten die Schanzer nur vier. Die Aussicht, mit einem Sieg auf einen Nichtabstiegsplatz springen zu können, sollte den FC 04 aber beflügeln.

 


Von Gottfried Sterner

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FrageAntwort von Schwanzer | 23.02.2012 11:42 Diesen Kommentar melden
Schieri hat immer Recht

Natürlich ist es verständlich, wenn man sich über Schiedsrichterentscheidungen ärgert. Allerdings muß
man aufpassen, wie man reagiert und welche Folgen das haben kann.

In Schiedsrichterbesprechungen werden z. B. Erfahrungen über Spieler und Trainer ausgetauscht. Mit diesem "Briefing" gehen dann die Schieris aufs Feld. Bei der geringsten Bestätigung der erhaltenen Information über einen Spieler z. B. wird deshalb durchgegriffen, mit Gelb oder Rot.

Am Spielfeldrand kann man sich noch so sehr aufregen.
Ändern zum Positiven wird man nichts. Im Gegenteil. In
den nächsten Spielen wird noch argwöhnischer beobachtet. Folge: Spieler, Trainer, Fans und der Verein haben ein Image , das über Bild und Presse bundesweit verbreitet wird/wurde.

Für das Fernsehen sind tobende Trainer ein gefundenes "Fressen". Großaufnahmen beweisen dies. Die Jugend braucht aber positive Vorbilder.

Dies alles sollten die Akteure auf und neben dem Spielfeld bedenken. Reaktionen werden am nächsten Tag oft bereut.


 

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