Ze Antonio will nach Deutschland
Ingolstadt (DK) Der FC Ingolstadt will nachrüsten. „Wenn der Spieler fit ist und uns sofort, sprich innerhalb von zwei bis drei Wochen helfen kann“, so Sportdirektor Harald Gärtner. Der Ex-Mönchengladbacher Ze Antonio scheint hier nicht die schlechtesten Karten zu haben.

Erster Kontakt: Ze Antonio (links, vor Moise Bambara) trainierte gestern zum ersten Mal mit dem Kader des FC Ingolstadt. - Foto: Bösl
Bei einer Kernspintomografie stellte sich heraus, dass der 35-Jährige doch keine Bänderverletzung, sondern ein Knochenödem davon getragen hat. „Wenn alles glatt geht, trainiert er in rund zehn Tagen wieder mit der Mannschaft“, so Trainer Benno Möhlmann. „Doch diese Verletzung ist tückisch. Hat der Spieler noch Schmerzen, fällt er länger aus.“ Das Beispiel Malte Metzelder, der mit der gleichen Verletzung später zurückkam, als zunächst gedacht, ist ein mahnendes Beispiel.
Ungeachtet dessen, ist der Druck, möglichst bald einen weiteren Innenverteidiger zu verpflichten, durch diese Nachricht aber gesunken. Dennoch testeten die Ingolstädter mit dem bundesligaerfahrenen Portugiesen Ze Antonio (Borussia Mönchengladbach, zuletzt Uniao Leiria/Portugal) sowie dem 23-jährigen Niklas Andersen (Werder Bremen II) erneut zwei Spieler, die für diese Position in Frage kommen. Zu einer sofortigen Verpflichtung würde es aber wohl nur kommen, „wenn der Spieler fit ist und uns sofort, sprich innerhalb von zwei bis drei Wochen helfen kann“, so Sportdirektor Harald Gärtner.
Ze Antonio scheint hier nicht die schlechtesten Karten zu haben. Der 34-Jährige, der zwischen 2005 und 2007 64 Bundesligaspiele für Gladbach bestritt, hat sich in den vergangenen Wochen bei seinem Ex-Verein Leiria fit gehalten. Obwohl er Frau und Kinder hat, lehnte er nach eigenen Angaben das Angebot eines Dreijahres-Vertrages in Leiria ab und ist nun auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in Deutschland. „Ich habe natürlich keinen Spielrhythmus, aber in zwei Wochen kann ich hundertprozentig fit sein“, so Ze Antonio gestern nach seiner ersten Einheit in Ingolstadt.
Wie Möhlmann bestätigte, will der Klub den Spieler – ebenso wie Nachwuchsmann Andersen – noch mindestens bis morgen testen. „Er hat technisch und taktisch durchaus einiges drauf“, so FC-Trainer über den 1,86 Meter großen Linksfuß. „Entscheidend werden aber die Fitnesstests sein, erst danach können wir konkretere Aussagen treffen.“
Von Norbert Roth
Kommentare
Wie gesagt der hat nicht mehr lang, und braucht jeden Cent den er kriegen kann.
Und Verletzungen kann man immer wieder mitschleppen, da gibts soviel das sich erst bei Belastung zeigt.
Und warum keine Jungen?
Warum immer Ausland?
Hab keine Ahnung, aber wird schon einen triftigen Grund haben.
Zu teuer darf er nicht sein, Erfahrung in der Verteidung mus er haben (und die hat er würd ich mal sagen, so aus den Daten heraus die das Inet so hergibt).
Hinten weniger bis gar nix bekommen und vorne ab und an mal das Tor treffen und schon langts für Punkte.
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