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Mittwoch, 30.05.2012 |

 

04.08.2011 21:17 Uhr | 500x gelesen
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Der Kapitän ist wieder an Bord


Bild: Der Kapitän ist wieder an Bord . Ingolstadt Ingolstadt (DK) Der FC Ingolstadt will unbedingt in die Erfolgsspur. Ungeachtet der Tatsache, dass man heute um 18 Uhr in Düsseldorf bei der stärksten Heimelf der vergangenen beiden Jahre anzutreten hat, fordert Trainer Benno Möhlmann mindestens einen Punkt: „Wir wollen etwas mitnehmen.“

Ingolstadt (DK) Der FC Ingolstadt will unbedingt in die Erfolgsspur. Ungeachtet der Tatsache, dass man heute um 18 Uhr in Düsseldorf bei der stärksten Heimelf der vergangenen beiden Jahre anzutreten hat, fordert Trainer Benno Möhlmann mindestens einen Punkt: „Wir wollen etwas mitnehmen.“



Ingolstadt: Der Kapitän ist wieder an Bord
Der Einsatz muss stimmen: Stefan Leitl (links, gegen den St. Paulianer Fabian Boll) hat seine frühe Auswechslung im Pokal weggesteckt und fordert in Düsseldorf einen mutigen Auftritt des FC 04 - Foto: Krause
Der Pokalerfolg in Oberneuland (4:1) soll nach Vorstellung des Übungsleiters so etwas wie der Startschuss zu einer Erfolgsserie werden. „Auch wenn wir nur gegen einen Fünftligisten gewonnen haben, so war es doch ein positives Wochenende für uns“, stellt er klar.
 

Und damit auch ja nichts den zarten Aufwärtstrend stört, räumte er sofort eine Irritation aus, noch bevor sie sich zu einem ernsthaften Problem entwickeln konnte. Ausgangspunkt war eine Auswechselung in Oberneuland. Bereits zur Halbzeit hatte Möhlmann seinen Kapitän Stefan Leitl vom Feld genommen und danach davon gesprochen, dass es ein internes Gespräch geben müsse. „Mir hat es nicht gefallen, wie die Mannschaft nach dem 2:0 agiert hat. Und bevor ich irgendeinen Handlanger auswechsle, nehme ich lieber gleich den Kapitän“, erklärte Möhlmann gestern.

Dauerbrenner Leitl, seit 2007 129 Mal für den FC Ingolstadt im Einsatz, ärgerte sich zwar über die Auswechselung, fühlt sich aber dennoch nicht als Sündenbock missbraucht. „Der Trainer hat in diesem Spiel so entschieden. Aber das ist nichts, worüber ich mich groß aufrege“, stellt der 33-Jährige gestern klar. „Bis zur Pause hatte ich ein Tor erzielt und war an zwei weiteren Torchancen beteiligt. Ganz so schlecht habe ich sicher nicht gespielt.“

Dennoch haben sich Trainer und Spieler unterhalten. Im Grunde sei es danach eine ganz normale Trainingswoche gewesen, wie beide bestätigen. „Von meiner Seite aus liegt nichts in der Luft, keine schlechte Stimmung, gar nichts“, sagt Leitl. Entsprechend rechnet der Stürmer auch damit, in Düsseldorf wieder von Anfang an dabei zu sein.



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Möhlmann blickt unterdessen nach vorne. Schließlich braucht er im Rheinland auch seinen besten Kader, um den heimstarken Düsseldorfer Paroli bieten zu können. Mit 43 Zählern in der Saison 2009/2010 und 40 Punkten in der Vorsaison, war die Elf von Norbert Meier daheim jeweils so gut, wie kein anderes Team. In dieser Saison trauen Beobachter der Fortuna den Aufstieg zu. „Düsseldorf ist ein schlafender Riese. Sie können höhere Ziele in Angriff nehmen“, sagt Möhlmann.

Ungeachtet dessen soll aber natürlich auch die leichte Aufwärtsentwicklung auf Ingolstädter Seite fortgesetzt werden. Ein schnelleres Spiel in die Spitzen und eine bessere Chancenverwertung werden in Düsseldorf erwartet.

Fraglich ist, ob Neuzugang Ahmed Akaichi schon heute Abend mithelfen kann, die Ingolstädter Torflaute zu beseitigen. Der Tunesier, der sich weiterhin mit muskulären Problemen im Oberschenkel herumplagt, ist erst gestern ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Ich tendiere dazu, dass sich Ahmed erst einmal ein paar Minuten anguckt, wie so ein Zweitligaspiel in Deutschland über die Bühne geht“, meinte Möhlmann. Demnach dürfte der 22-jährige Nationalstürmer also zumindest auf der Bank Platz nehmen.

Leitl scheint unterdessen aus der Lektion „Oberneuland“ gelernt zu haben. Gerade beim Thema Einsatz lässt er vor dem Düsseldorf-Spiel nämlich keine Zweifel. „Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen und müssen bereit sein, dagegen zu halten“, fordert er. „Vielleicht schaffen wir es ja auch mal, in Führung zu gehen.“ Gegen seinen ersten Torerfolg hätte er also auch nichts einzuwenden.


Von Norbert Roth
 
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