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Mittwoch, 30.05.2012 |

 

05.02.2012 21:40 Uhr | 712x gelesen
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Der Anfang ist gemacht


Bild: Der Anfang ist gemacht. Ingolstadt Ingolstadt (DK) Zwei Tore, ein Elfmeter, vier Gelbe und eine Gelb-Rote Karte. Beim 1:1 (1:1) zwischen dem FC Ingolstadt und Tabellenführer Fortuna Düsseldorf bekamen 6585 frierende Zuschauer bei minus 15 Grad am Samstag einiges geboten. Trotz des Punktgewinnes fielen die Ingolstädter aber auf Rang 16.

Ingolstadt (DK) Zwei Tore, ein Elfmeter, vier Gelbe und eine Gelb-Rote Karte. Beim 1:1 (1:1) zwischen dem FC Ingolstadt und Tabellenführer Fortuna Düsseldorf bekamen 6585 frierende Zuschauer bei minus 15 Grad am Samstag einiges geboten. Trotz des Punktgewinnes fielen die Ingolstädter aber auf Rang 16.


Ingolstadt: Der Anfang ist gemacht
Überschwänglicher Torjubel: Nach seinem 1:0 überrennt Jose-Alex Ikeng (oben) Teamkollege Ralf Keidel an der Seitenlinie - Foto:Fishing4
„So richtig weiß ich ehrlich gesagt nicht, was ich von dem Ergebnis halten soll“, begann Norbert Meier seine Analyse. Beide Mannschaften hatten starke Phasen, verzeichneten auf dem gut bespielbaren Untergrund hochkarätige Torchancen, sodass der Trainer des Aufstiegskandidaten einige Zeit brauchte, um das Ergebnis einordnen zu können. Sein Gegenüber Tomas Oral konnte indes mit dem Punktgewinn gegen die derzeit beste Zweitligaelf gut leben. „Düsseldorf war immer gefährlich, sodass wir nicht mit dem letzten Risiko agieren konnten. Unterm Strich ist das 1:1 okay.“ Dank einer engagierten Leistung hatten sich die Ingolstädter diesen Punkt auch durchaus verdient.

zur Diashow Fotostrecke FC04 - Fortuna Düsseldorf 1:1

Im Wesentlichen waren es zwei Szenen, die im Anschluss dennoch für einige Diskussionen auf Seiten der Ingolstädter sorgten. So fand vor allem die Elfmeterentscheidung von Schiedsrichter Tobias Christ wenig Verständnis. „Wenn man diesen Elfer pfeift, dann muss man zukünftig auch pfeifen, wenn ein Spieler beim anderen die Hand auflegt“, schimpfte FC-Präsident Peter Jackwerth. Die Art, wie FC-Innenverteidiger Marino Biliskov Fortuna-Spieler Oliver Fink in der 30. Minute im Strafraum attackiert hatte, war tatsächlich wenig spektakulär. Da sich der Düsseldorfer jedoch geschickt fallen ließ, kamen die Gäste nach einer halben Stunde glücklich zum Ausgleich. Jens Langeneke traf vom Punkt und glich so die kurz zuvor von Jose-Alex Ikeng erzielte Führung der Ingolstädter aus (24.).

Ikeng, der im zentralen Mittelfeld mit Marvin Matip eine stabile Einheit bildete, war auch an der zweiten wichtigen Szene beteiligt. Denn als er in der hektischer werdenden zweiten Halbzeit den Ball nicht freigeben wollte, riss Gegenspieler Andreas Lambertz plötzlich an seinem Arm. Diesmal ging Ikeng zu Boden, kassierte anschließend für seine Spielverzögerung die Gelbe Karte, während der Fortuna-Kapitän mit Gelb-Rot vom Platz musste (67.).

Nun keimte bei den Ingolstädtern, die von Ex-Trainer Benno Möhlmann (jetzt FSV Frankfurt) beobachtet wurden, Hoffnung auf den möglichen Dreier auf. Wirklich gute Gelegenheiten erspielten sie sich aber nicht mehr. Dafür fehlte es dem neuen Sturmduo Adam Nemec/Florian Heller ebenso wie dem Rest der Offensivabteilung an Abstimmung und Selbstbewusstsein, um die routinierten Rheinländer in Verlegenheit bringen zu können. „Da haben wir zu sehr in die Breite, statt nach vorne gespielt, weil wir Angst hatten, dass wir noch in einen Konter laufen könnten“, so Matip.

Prompt musste auch FC-Keeper Ramazan Özcan, der zuvor bereits mit Reflexen gegen Thomas Bröker (13., 64.) und Sascha Rösler (41.) auf sich aufmerksam gemacht hatte, bei einer Düsseldorfer Gelegenheit von Ranisav Jovanovic (85.) noch einmal eingreifen. Die letzte Chance des Spiels vergab dann schließlich der dritte Debütant im Ingolstädter Team. Angesprochen auf seine Möglichkeit in der Nachspielzeit, musste Verteidiger Ralph Gunesch selbst ein wenig grinsen. „Das ging so schnell, dass ich mit meiner Fußballkunst einfach zu überrascht war, um den Ball im Tor unterzubringen“, haderte er mit seinen Stürmerqualitäten.

Dass man dem Primus einen Punkt abgetrotzt hatte, wertete Matip indes als Achtungserfolg. „Wir haben zu hundert Prozent den Abstiegskampf angenommen und als Einheit agiert. Genau da müssen wir in Frankfurt weitermachen“, forderte er. Das 1:1 war schließlich nur ein Anfang.


 


Von Norbert Roth

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