Eine schlechte Nachricht für den FC Ingolstadt. Doch rechnet sich der derzeitige Tabellenfünfte in der laufenden Runde weiter Chancen auf eine erfolgreiche Aufholjagd aus. "Wir sind in Schlagdistanz zum Relegationsplatz. Da ist noch alles drin", sagt FCI-Mittelfeldstratege Christian Träsch über seine Schanzer, die zurzeit drei Punkte hinter dem Tabellendritten Holstein Kiel liegen.

Ein Blick auf die Historie verrät, dass es seit 2009 jedoch erst ein einziges Mal einem Verein gelungen ist, einen solchen Rückstand im Endspurt noch aufzuholen. Als Tabellensiebter mit gleich sechs Zählern Abstand fing damals der 1. FC Nürnberg den Lokalrivalen Greuther Fürth noch ab und kletterte von Platz sieben auf drei. Noch besser: In der Relegation gegen Energie Cottbus stiegen die Franken dann sogar in die Bundesliga auf.

Ein Szenario, von dem man zurzeit auch in Ingolstadt noch träumen kann. Auch Träsch. "Unser Ziel ist zunächst immer, das nächste Spiel zu gewinnen. Aber wenn wir in einen Lauf reinkommen, und drei, vier Spiele am Stück gewinnen, können wir auch noch mehr erreichen. Wir wollen oben angreifen", sagt der 30-Jährige, ohne jetzt von den direkten Aufstiegsplätzen zu reden. "Düsseldorf und Nürnberg machen es gut. Aber wer weiß, was noch passiert. Die Liga ist sehr eng. Auch die Mannschaften auf Platz acht oder neun darf man nicht abschreiben. Es kann sehr schnell gehen."

Voraussetzung dafür, dass der FCI noch ins Aufstiegsrennen eingreifen kann, ist jedoch eine bessere Tor- und Punktausbeute der Schanzer. Das weiß auch Träsch. "Wir hören oft, dass wir mit Abstand das beste Team haben und einen guten Plan. Aber das bringt uns nichts, wenn wir die Punkte nicht holen", meint der frühere Nationalspieler und fordert mehr Durchsetzungsvermögen im Abschluss. "Standards können eine Waffe sein. Da muss einfach ein Ball reingehen", sagt Träsch. Am Samstag im Heimspiel gegen St. Pauli ist die nächste Chance dazu.