Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit, in der die Ingolstädter dominierten und durch Takahiro Sekine (40. Minute) auch verdient in Führung gingen, präsentierte sich der weitgehend ideenlos auftretende FCI nach dem Seitenwechsel "ziemlich wild", wie Leitl meinte. Gegen munter mitspielende Würzburger mussten die Schanzer nach einem Pfostenschuss von Simon Skarlatidis (65.) schließlich auch den Ausgleich hinnehmen. Stefan Lex hatte im eigenen Strafraum gegen Dennis Mast das Bein stehenlassen, den anschließenden Elfmeter verwandelte Orhan Ademi (83.) sicher. Den möglichen Siegtreffer der Gastgeber vergab wenig später U 21-Akteur Paul Grauschopf, der nach Zuspiel von Sonny Kittel nur den Pfosten traf (87.).

Überraschungsgast Groß, der 2015 mit den Ingolstädtern in die Bundesliga aufgestiegen und im Sommer zum englischen Premier-League-Aufsteiger Brighton & Hove Albion gewechselt war, genoss den Termin dennoch. "Ich komme immer gerne hierher, schließlich habe ich fünf Jahre hier gespielt und viele gute Erinnerungen." Die Entwicklung seines Ex-Klubs verfolgt er noch sehr genau: "Ich schaue mir fast jedes Spiel über die vollen 90 Minuten an. Ingolstadt hat zuletzt eine richtig gute Entwicklung genommen, spielt überzeugend, was mit Sicherheit ein großer Verdienst des neuen Trainers ist. Ich traue ihnen inzwischen alles zu, auch den Aufstieg", erklärte Groß.

Ähnlich positiv ist der Saisonverlauf für seinen neuen Klub Brighton, der seit vier Partien ungeschlagen ist und als Achter im gesicherten Mittelfeld liegt. "Im Moment läuft es super für uns, aber wir sollten vorsichtig sein, die Saison ist noch sehr lang. Es wäre natürlich toll, wenn wir den Klassenerhalt schaffen würden." ‹ŒFoto: dpa

 

FC Ingolstadt: 1. Halbzeit: Knaller - Levels, Schröck, Wahl, Gaus - Pledl, Träsch, Christiansen - Sekine, Lezcano, Colak. - 2. Halbzeit: Knaller - Lex, Brégerie, Grauschopf, Otavio - Morales, Cohen, Thalhammer - Leipertz, Kutschke (80. Kaya), Kittel.