Erhält einen Vertrag bis 2019: Stefan Leitl Erhält einen Vertrag bis 2019: Stefan Leitl
FCI-Coach Stefan Leitl freut sich auf das Spiel in Dresden.
© 2017 SID
Ingolstadt

Im Kampf um den Anschluss an die vorderen Tabellenregionen steht für den FC Ingolstadt mit dem Spiel bei der SG Dynamo Dresden (Samstag, 13 Uhr) eine schwere Auswärtshürde ins Haus. „Wir werden physisch an unsere Grenze gehen müssen“, prophezeit FCI-Cheftrainer Stefan Leitl. Der 40-Jährige, der bei den Sachsen erstmals gemeinsam mit dem neuen Co-Trainer Andre Mijatovic das Team einstellen wird, nahm im Vorfeld der Partie noch einmal Stellung zur Personalie Michael Henke.

Wie berichtet hatte der langjährige Co-Trainer den Klub verlassen, weil man sich nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen konnte. „Bei den Überlegungen, wie wir den Verein besser machen können, entstand die Idee, die Stelle eines Individualtrainers zu schaffen. Natürlich habe auch ich gehofft, dass Michael diese Stelle annimmt, aber ich akzeptiere natürlich seine Entscheidung“, erklärte Leitl und verdeutlichte, weshalb er Mijatovic als alleinigen Co-Trainer an seiner Seite haben wollte. „Andre war schon als Spieler eine Persönlichkeit, mit der ich mich in der Kabine reiben konnte.

Dabei ging es aber immer um die Sache und darum, die Mannschaft besser zu machen.“ Das gefällt Leitl offensichtlich, denn er sagt auch: „Andre ist der Co-Trainer, mit dem ich die nächsten Jahre und die nächsten Stationen bestreiten werde.“ Für die Partie in Dresden hat das neue Trainer-Duo bei der Aufstellung unterdessen die Qual der Wahl. Lediglich Tobias Schröck, dessen Muskelverhärtung doch noch nicht ganz ausgeheilt ist, und Moritz Hartmann (Erkältung) fallen für Samstag aus.

Wer stürmt beim FCI?

Spannend werden somit vor allem zwei Entscheidungen: Wer beginnt als Sturmspitze und wer erhält den Vorzug im defensiven Mittelfeld? In der Offensive hatte sich der Ex-Dresdner Stefan Kutschke zuletzt gege Darmstadt durch seine gute Leistung und den Treffer zum 1:0 gegenüber Dario Lezcano in den Vordergrund gespielt. Und natürlich brennt Kutschke als gebürtiger Dresdner auf einen Einsatz in seiner Heimat. Ähnlich ist die Situation für Christian Träsch, der nach seinem gelungenen Auftritt gegen die „Lilien“ im Zentrum erneut den Vorzug vor Almog Cohen erhalten könnte.

Für wen er sich entscheidet, ließ Leitl allerdings offen, wohl auch, um den Konkurrenzkampf nicht zu früh aufzulösen. „Das sind doch schöne Kopfschmerzen, die wir da heben, oder?“, antworte der Trainer stattdessen und grinste. „Die Entscheidung wer spielt, werden wir frühestens am Freitag nach dem letzte Training Ingolstadt treffen“, ergänzte er noch.

Zum Abschluss warnte der Ingolstädter Chefcoach dann noch einmal vor dem kommenden Gegner, der aus seiner Sicht „bei Ballbesitz sehr flexibel agiert und uns wenig Räume lassen wird“. An der eigenen Ambition wird dies freilich nichts ändern. „Wir wollen nach dem Sieg gegen Darmstadt natürlich nachlegen und fahren dorthin, um zu gewinnen“, sagt Leitl. Gelingt das, wäre es für die Schanzer das erste Mal in dieser Saison, dass sie zwei Partien hintereinander die volle Punktzahl einfahren können.