Leerlauf, wie im Sommer unter Maik Walpurgis, war nicht erkennbar. Aber die Feinabstimmung steht noch bevor. Vor allem wie Leitl personell ein Spiel mit zwei Spitzen umsetzen will, wer als Angriffsduo harmonieren könnte und wer dafür im Mittelfeld geopfert wird, bleiben spannende Fragen.

Unabhängig davon kommt es darauf an, dass die Schanzer in den ersten Spielen sofort punkten. Nur dann können sie die Konkurrenten unter Druck setzen und haben die Chance, die Jagd zu eröffnen. Platz vier ist grundsätzlich keine schlechte Ausgangsposition. Nur selten haben es die ersten Drei nach der Vorrunde geschafft, ihren Vorsprung bis zum letzten Spieltag zu verteidigen. Irgendein Team schwächelt immer, insofern liegt es an den Ingolstädtern selbst, darauf zu lauern und da zu sein, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet.

Lediglich 28 Punkte nach 18 Spielen sind zwar eine vergleichsweise magere Ausbeute, doch eröffnet die ungewöhnlich ausgeglichene 2. Bundesliga in dieser Saison noch einige Chancen. Dass sich die Schanzer so lange zierten, das auch offen auszusprechen und das Wort Aufstieg in den Mund zu nehmen, lässt aber auch den Rückschluss zu, dass man der eigenen Stärke nicht so recht traut. Dabei bräuchte sich der FCI nur an seine eigene Aufstiegssaison erinnern, als 59 Punkte als Eintrittskarte für die Bundesliga reichten. Oft kommt das sicher nicht vor, aber in dieser Saison scheint ein solches Szenario wieder möglich. Für den FCI ist noch nichts verloren.