Im Vergleich zum Sieg in der Champions-League während der Woche gegen den RSC Anderlecht veränderte Bayern-Trainer Carlo Ancelotti sein Team auf insgesamt fünf Positionen: Mats Hummels, Jérome Boateng, Arturo Vidal, Thomas Müller und Kingsley Coman rückten in die Startelf. Franck Ribéry, Javi Martinez, James Rodriguez, Niklas Süle und Corentin Tolisso mussten allesamt auf der Ersatzbank Platz nehmen. Die Gastgeber starteten energisch in die Partie, taten sich gegen tiefstehende Mainzer aber schwer.

In der achten Minute durften die Rheinhessen beinahe das 0:1 bejubeln, als Joshua Kimmich und Vidal den Ball im Spielaufbau vertändelten. Rafinha konnte den Schuss des Mainzer Stürmers Robin Quaison gerade noch zur Ecke abblocken. Von da an spielte nur noch der Deutsche Rekordmeister vor den 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena. Lange auf das 1:0 warten mussten die Fans nicht.

In der elften Minute legte Kimmich im Mainzer Strafraum quer, Müllers Schuss fälschte Robben unhaltbar für Gästekeeper René Adler ins Tor ab. Vidal (15.), Robben und Vidal mit einer Doppelchance (18.), Coman (21.) und Lewandowski (22.) hätten das Ergebnis in die Höhe schrauben können. Manuel Neuer musste zwischenzeitlich nur einmal eingreifen. Einen Schuss Quaisons wehrte er ab, anschließend konnte Boateng klären (16.) Mit einem feinen Pass spielte Kimmich nach 23 Minuten Robben frei, der Adler aus spitzem Winkel zum 2:0 überlupfte.

Die Zwei-Tore-Führung für die Bayern war gleichzeitig der Halbzeitstand, weil die Münchner anschließend den Fuß ein wenig vom Gas nahmen. Ohne allerdings, wie in den vergangenen Wochen, dabei nachlässig zu werden. FSV-Coach Sandro Schwarz brachte zu Beginn der zweiten Hälfte Danny Latza für den schwachen Pablo de Blasis, am Spielverlauf änderte das wenig.

Im Gegenteil, die Gastgeber zogen die Zügel wieder an. In der 50. Minute flankte Müller genau auf Lewandowski, der keine Mühe mehr hatte, mit einem Flachschuss sein viertes Saisontor zu erzielen. Es stand 3:0. Nach einer Stunde wechselte auch Ancelotti das erste Mal, und zwar gleich doppelt: Neuzugang Süle kam für Boateng und Ribéry für Doppeltorschützen Robben. Müller war es, der nach 65 Minuten fast mit einem Fallrückzieher aus spitzem Winkel getroffen hätte.

Im Gegenzug musste Neuer gegen Fabian Frei sein Können aufbieten, um einen Anschlusstreffer der Mainzer zu verhindern. Sebastian Rudy, der nach 72 Minuten Vidal ablöste, fügte sich nahtlos in das ansehnliche Spiel der Münchner ein. Beweis? Mit einem Volleyschuss nagelte er den Ball nach 79 Minuten aus 16 Metern an den Pfosten. Kurz zuvor hatte Lewandowski per Kopfball auf 4:0 gestellt (77.). Gegen Ende der Spiels ließen die Bayern es wieder ein wenig langsamer angehen. Am Dienstagabend steht mit der Partie beim FC Schalke ja schon das nächste Spiel an. Die Mainzer empfangen am Mittwoch die TSG Hoffenheim.