Im Fokus: Schiedsrichter Guido Winkmann Im Fokus: Schiedsrichter Guido Winkmann
Im Fokus: Schiedsrichter Guido Winkmann
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Lutz Michael Fröhlich (DFB-Schiedsrichterchef bei Eurosport): "Das sind Szenen, die will am Ende keiner haben. Das ist nicht schön, das ist keine Werbung für den Ablauf, aber es war nicht anders möglich. Da nutzt es nicht viel, das die Entscheidung korrekt ist. Die Hand (von Marc-Oliver Kempf, d. Red.) war weit abgespreizt, der Blickkontakt zum Ball war da. Man sieht, dass das Bemühen da war, die Hand zurückzuziehen."

Guido Winkmann (Schiedsrichter der Partie): "In der Situation selbst habe ich keine Wahrnehmung gehabt, dass ein Handspiel vorgelegen haben könnte. Es ist dann aus Köln der Hinweis gekommen, dass ich die Szene auf jeden Fall überprüfen muss, weil ein strafbares Handspiel vorgelegen habe. Ich habe dann einen kurzen Hinweis gegeben, dass die Spieler bitte warten mögen und bin zur Kontrolle herausgelaufen. Der Ball geht unzweifelhaft an die Hand. Das ist ein strafbares Handspiel, was uns leider im Spiel verborgen geblieben ist. Ein Halbzeitpfiff unterbricht das Spiel erst einmal nur, das ist ganz wichtig."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Ich lasse diese Dinge jetzt über mich ergehen und über die Mannschaft, thematisiere das nicht und versuche, das zu beeinflussen, was wir beeinflussen können. Sollen sie machen, was sie machen wollen. Deshalb heißt es Schiedsrichter. Die entscheiden das, und wir haben das zu akzeptieren."

Sandro Schwarz (Trainer FSV Mainz 05): "Ich glaube, dass die Entscheidung korrekt war. Ich saß schon in der Kabine. Der Zeitpunkt war unglücklich, aber es war ein Elfmeter."

Rouven Schröder (Sportvorstand FSV Mainz 05): "Es war trotz allem kurios, dass die Freiburger alle aus der Kabine mussten, auch der Torwart. Das passte zum Spiel. Wir stehen den Freiburgern relativ nahe, wir wären da genauso emotional gewesen, das kann man absolut verstehen."

Christian Heidel (Sportvorstand Schalke 04): "Wir hatten gestern (bei der Managertagung, d. Red.) alle das Gefühl, dass wir auf dem richtigen Weg sind - und dann kommt dieses Spiel. Das war neu. Die Frage ist, wie man das hätte verhindern können. Für mich war das Handspiel, der Videoschiedsrichter hat eingegriffen. Das Problem war, dass keiner mehr da war. Das war schon skurril. Gemessen an der Gerechtigkeit war das aber in Ordnung. Jetzt alles in Frage zu stellen, halte ich aber für falsch."