Florian Kohfeldt zählte nicht zu Werders Topkandidaten Florian Kohfeldt zählte nicht zu Werders Topkandidaten
Florian Kohfeldt zählte nicht zu Werders Topkandidaten
© 2017 SID

Werder Bremens Sport-Geschäftsführer Frank Baumann hat eingeräumt, dass der bis zur Winterpause fest installierte Florian Kohfeldt bei der Suche nach einem neuen Chefcoach nicht erste Wahl gewesen ist. Es habe "bessere Trainer, die für unsere Situation interessant gewesen wären" gegeben, sagte der Sportchef in einer Gesprächsrunde mit Bremer Medien.

Man habe zwei, drei Toplösungen angefragt, aber erwartbare Absagen bekommen: "Man muss dann auch damit umgehen, dass ein Kandidat nicht wechseln möchte oder für den kommenden Sommer schon einen anderen Plan hat."

Die abstiegsbedrohten Hanseaten hatten am vergangenen Freitag bekannt geben, Interimscoach Kohfeldt zunächst bis zum Jahresende für sieben Partien als Cheftrainer zu verpflichten. Der 35-Jährige hatte als Nachfolger des zuletzt erfolglosen Alexander Nouri den Bundesliga-Tabellenvorletzten bereits im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (1:2) betreut.

In einem Interview mit Werder-TV formulierte Kohfeldt seine sportlichen Ziele: "Ich möchte, dass es diesen Verein weiter in der Bundesliga gibt. Dafür brauchen wir am Sonntag schon mal einen Kraftakt gegen Hannover 96. Ich kann aber die Realität nicht ausblenden. Wenn wir dreimal, viermal oder fünfmal verlieren, habe ich keine Argumente mehr."

Die Norddeutschen warten in der laufenden Spielzeit immer noch auf ihren ersten Bundesliga-Erfolg, lediglich im DFB-Pokal gab es zwei Siege für den SV Werder. Kohfeldt ist nach Viktor Skripnik und Nouri der dritte Bremer Trainer, der von der U23 der Grün-Weißen von der 3. in die 1. Liga "hochgezogen" wird.