Mittwoch, 30.05.2012 |

 

03.02.2012 23:25 Uhr | 133x gelesen
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Die Abwehrspieler gehen aus


Bild: Die Abwehrspieler gehen aus. München München (DK) Ein wenig frostig war es in den letzten Tagen beim FC Bayern in München. Nicht nur aufgrund der tatsächlich beinahe arktischen Temperaturen beim Training an der Säbener Straße – auch wegen einiger Ungereimtheiten rund um die Zusammenstellung des eigenen Kaders.

München (DK) Ein wenig frostig war es in den letzten Tagen beim FC Bayern in München. Nicht nur aufgrund der tatsächlich beinahe arktischen Temperaturen beim Training an der Säbener Straße – auch wegen einiger Ungereimtheiten rund um die Zusammenstellung des eigenen Kaders.


München: Die Abwehrspieler gehen aus
Die verbliebenen Abwehrspieler: Von den gelernten Verteidigern der Bayern sind nur Holger Badstuber, Philipp Lahm und Jerome Boateng (von links) vor der Partie beim HSV einsatzbereit. - Foto: Imago
Und so macht man sich kleinere Probleme eben selbst vor dem Auswärtsspiel am Samstag beim Hamburger SV (18.30 Uhr). Es geht um die dünne Kader-Decke, die zu einigen Diskussionen führte. Vor allem angesichts der Tatsache, dass mit Daniel van Buyten (Mittelfußbruch), Rafinha (wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt), Diego Contento (Zehenbruch) und seit Freitag auch Breno (muskuläre Probleme) drei Abwehrspieler fehlen. Somit hat Trainer Jupp Heynckes für den Nord-Süd-Gipfel nur drei gelernte und auch gesunde Verteidiger zur Verfügung: Holger Badstuber, Jérome Boateng und Philipp Lahm. „Es war ausdrücklich der Wunsch des Trainers, im Winter nichts mehr zu machen. Wir hoffen, dass wir mit diesem Kader durchkommen. In Sachen Quantität gehen wir sicher am Limit”, sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge unter der Woche. Heynckes reagierte etwas frostig auf den dezenten Hinweis der quantitativen Unterversorgung des Spielerkaders. „Solche Entscheidungen treffen wir bei Bayern gemeinsam. Sicherlich war es meine Initiative, keine Spieler mehr zu holen. Doch wir haben das gemeinsam entschieden.“ Die Viererkette muss also erneut umgestellt werden, die wahrscheinlichste Variante beinhaltet Anatoliy Tymoshchuk als rechten Verteidiger, der Arjen Robben absichern soll. Eine Idealbesetzung sieht anders aus.

Die fehlenden Variationsmöglichkeiten hatte auch Franck Ribéry kritisiert. „Es ist ein großes Problem für uns, wenn zwei, drei Spieler verletzt sind“, sagte der Franzose, „wir haben keine richtig gute Bank, keine richtig gute zweite Mannschaft. Aber ich bin nicht der Präsident, nicht der Manager.“ Genau das werden diese Herren ihm auch noch mal eindringlich erklären. „Ich habe einen Plan“, verteidigte sich der Verteidiger-arme Heynckes.

„Wir haben sehr gut gearbeitet – noch besser als in der Vorwoche“, lobte der 66-Jährige seine Spieler nach dem 2:0 gegen Wolfsburg und hofft für diesen Samstag: „Wenn jeder Spieler noch eine Schippe drauflegt, denke ich, dass wir wieder besser und erfolgreicher spielen werden.“

Entscheiden muss er sich nur, ob Toni Kroos wieder an der Seite von Bastian Schweinsteiger im Mittelfeld aufläuft oder der eher defensivere Luiz Gustavo.

Warm anziehen müssen sie sich ohnehin in Hamburg. Nie war diese Fußballerfloskel so treffend. An der Elbe werden am Abend zweistellige Minusgrade erwartet. Die Schutzvorkehrungen für die Spieler: Mützen, Handschuhe, Gesichtsschutz, mehrere Kleidungsschichten und Wärmesalbe (auch an den Füßen). Jupp Heynckes meinte dazu eiskalt: „Augen zu und durch! Wir sind ja Männer.“ Kein Wunder. Er hat vorgesorgt. An der Seitenlinie trägt der Coach Schuhe mit beheizbare Sohlen.

 


Von Stephan David

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