Die Abwehrspieler gehen aus
München (DK) Ein wenig frostig war es in den letzten Tagen beim FC Bayern in München. Nicht nur aufgrund der tatsächlich beinahe arktischen Temperaturen beim Training an der Säbener Straße – auch wegen einiger Ungereimtheiten rund um die Zusammenstellung des eigenen Kaders.

Die verbliebenen Abwehrspieler: Von den gelernten Verteidigern der Bayern sind nur Holger Badstuber, Philipp Lahm und Jerome Boateng (von links) vor der Partie beim HSV einsatzbereit. - Foto: Imago
Die fehlenden Variationsmöglichkeiten hatte auch Franck Ribéry kritisiert. „Es ist ein großes Problem für uns, wenn zwei, drei Spieler verletzt sind“, sagte der Franzose, „wir haben keine richtig gute Bank, keine richtig gute zweite Mannschaft. Aber ich bin nicht der Präsident, nicht der Manager.“ Genau das werden diese Herren ihm auch noch mal eindringlich erklären. „Ich habe einen Plan“, verteidigte sich der Verteidiger-arme Heynckes.
„Wir haben sehr gut gearbeitet – noch besser als in der Vorwoche“, lobte der 66-Jährige seine Spieler nach dem 2:0 gegen Wolfsburg und hofft für diesen Samstag: „Wenn jeder Spieler noch eine Schippe drauflegt, denke ich, dass wir wieder besser und erfolgreicher spielen werden.“
Entscheiden muss er sich nur, ob Toni Kroos wieder an der Seite von Bastian Schweinsteiger im Mittelfeld aufläuft oder der eher defensivere Luiz Gustavo.
Warm anziehen müssen sie sich ohnehin in Hamburg. Nie war diese Fußballerfloskel so treffend. An der Elbe werden am Abend zweistellige Minusgrade erwartet. Die Schutzvorkehrungen für die Spieler: Mützen, Handschuhe, Gesichtsschutz, mehrere Kleidungsschichten und Wärmesalbe (auch an den Füßen). Jupp Heynckes meinte dazu eiskalt: „Augen zu und durch! Wir sind ja Männer.“ Kein Wunder. Er hat vorgesorgt. An der Seitenlinie trägt der Coach Schuhe mit beheizbare Sohlen.
Von Stephan David
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