Die Hoffnung auf einen "sehr guten Tag"
Augsburg (DK) Die Lage des FC Augsburg ist ernst, bedrohlich gar. Doch ist sie auch aussichtslos? Am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) stellt sich mit Borussia Mönchengladbach ein Klub in der SGL-Arena vor, der den Schwaben als Vorbild dienen könnte.
Zwar hat der FCA einen Zähler mehr auf dem Konto als Gladbach vor einem Jahr, noch zwei Partien zu absolvieren und „nur“ drei Zähler Rückstand auf den Relegationsrang – dennoch steht der Aufsteiger für viele bereits jetzt als Absteiger Nummer eins fest. Dabei wäre den Schwaben nichts lieber, als die großen Fußball-Ereignisse auch im nächsten Jahr zu genießen. „Jedes Spiel ist für uns ein Feiertag. Das wollen wir auch im nächsten Jahr erleben und am Saisonende über dem Strich stehen“, sagt Trainer Jos Luhukay. „Dafür brauchen wir vor allem zu Hause Punkte“, fordert der Niederländer.
Ob es damit schon gegen den Drittplatzierten klappt? „Wir müssen einen sehr guten Tag erwischen und über uns hinauswachsen“, sagt Luhukay, der mit Mönchengladbach 2008 ebenfalls in die Erste Liga aufgestiegen, nach sieben Partien (sechs Niederlagen) im Oberhaus aber entlassen worden war. Ob der 48-Jährige bei einem Heimsieg deshalb besondere Genugtuung empfände? „Meine Zeit in Gladbach war unvergesslich schön“, sagt er. Wichtig sei der Erfolg nur für den FC Augsburg.
Dabei muss der Niederländer wie in den vergangenen Partien auf Stammkeeper Simon Jentzsch (gebrochener Ringfinger) verzichten. Zudem ist der Einsatz des bislang erfolgreichsten Stürmers Sascha Mölders (vier Treffer/Foto) aufgrund einer Grippe fraglich. Bei Mönchengladbach fehlt erneut Marco Reus. Übrigens, eine weitere Parallele der beiden Klubs: Gladbach verstärkte sich im Winter 2010/2011 unter anderem mit Mike Hanke, Martin Stranzl oder Havard Nordtveit. Auch FCA-Präsident Walther Seinsch sprach unter der Woche in der SportBild nun davon, im Winter „zwei, drei Neue“ holen zu wollen. Wer weiß, vielleicht ist diese Aktion ja dann der endgültige Startschuss zu einer Aufholjagd à la Borussia Mönchengladbach.
Von Matthias Vogt
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