Kaiser feierte sein Champions-League-Debüt Kaiser feierte sein Champions-League-Debüt
Kaiser feierte sein Champions-League-Debüt
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Als das vorzeitige Aus in der Champions League für RB Leipzig nicht mehr zu verhindern war, sah Ralph Hasenhüttl die Zeit der großen Gesten gekommen. Im letzten Gruppenspiel gegen Besiktas Istanbul (1:2) wechselte der Trainer des deutschen Vizemeisters in der 74. Minute Dominik Kaiser ein - und belohnte den Ex-Kapitän mit dem ersten Einsatz in der Königsklasse für jahrelange Vereinstreue.

"Ich wollte ihm unbedingt die Chance geben, von sich sagen zu können, dass er mal ein Champions-League-Spiel gemacht hat", sagte Hasenhüttl und ergänzte: "Bei allem, was dieser Spieler für den Verein geleistet hat, war das einfach notwendig." Kaiser sei ein tadelloser Teil des Kaders.

Seit 2012 spielt der 29-Jährige für die Roten Bullen, ist seit der Regionalliga Teil des steilen Leipziger Aufstiegs und seit Mittwochabend mit 164 Pflichtspieleinsätzen auch Rekordspieler des Klubs. "Es war immer mein Traum, für RB Leipzig in der Champions League zu spielen", sagte Kaiser: "Dieser Rekord macht mich sehr, sehr stolz."

Ob der Mittelfeldspieler, der im Leipziger Starensemble längst nur noch eine Nebenrolle spielt, seine Bestmarke noch ausbauen wird, ist fraglich. Kaiser ist mit seiner Reservistenrolle nicht zufrieden, ein Wechsel im Winter würde ihm neue Perspektiven eröffnen. Zweitligist Dynamo Dresden soll Interesse an einer Verpflichtung haben.

"Es gab Gerüchte, mehr aber auch nicht. Es ist sicher klar, dass ich mir in der Hinrunde mehr Chancen und Einsatzzeiten erhofft hätte", sagte Kaiser nach seinem Champions-League-Debüt: "Generell würde ich gern wieder häufiger auf dem Platz stehen."