Ingolstadt: Zeit der Ausreden ist vorbei
Keine weitere kalte Dusche wollen die Ingolstadt Dukes am Samstag gegen Regensburg über sich ergehen lassen. Nach den beiden Niederlagen zum Saisonauftakt will das Team um Andre Kelz (Foto) jetzt den ersten Sieg landen. - Foto: Mundt
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Deshalb gab es verständlicherweise lange Gesichter, als man sich plötzlich in der unteren Tabellenhälfte wiederfand. Höchste Zeit also für die Truppe von Headcoach Eugen Haaf, den Schalter umzulegen. Bereits am Samstag um 20 Uhr im ESV-Stadion steht das dritte Punktspiel auf dem Programm, Gegner sind die Regensburg Phoenix. „Nachdem wir gegen Fürstenfeldbruck und Starnberg eigentlich gleichwertig waren und beide Male nur unglücklich verloren haben, sollte diese Aufgabe machbar sein“, zeigt sich Markus Gmeiner, der 2. Vorsitzende des Klubs, zuversichtlich.

Dennoch warnt er davor, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir dürfen die Regensburger auf keinen Fall unterschätzen, aber jetzt gibt es auch keine Ausreden mehr“, macht er deutlich, dass er jetzt eine Reaktion seiner Mannschaft erwartet. Schließlich geht es auch darum, das verloren gegangene Selbstvertrauen wiederzufinden. Denn so ganz hat man das Saisonziel „Aufstieg in die 2. Liga“ noch nicht aufgegeben, wenngleich davon momentan niemand mehr redet bei den Dukes. Doch abschreiben will man die Saison natürlich auch nicht. „Jetzt muss einfach eine Trotzreaktion kommen“, hofft Gmeiner auf die Wende.

Schließlich will man auch die neu gewonnenen Fans nicht wieder verlieren, zumal die Zuschauerzahlen bisher äußerst erfreulich waren. Auch gegen Regensburg hofft man bei den Dukes wieder auf eine vierstellige Zuschauerzahl. Denn bisher haben Fans und Sponsoren den holprigen Saisonstart noch nicht übel genommen, wohl wissend, dass ein Team, das jetzt fünf Mal in Folge aufgestiegen ist, auch irgendwann einmal patzen muss. Für die Regensburger verlief die Saison bisher durchwachsen. Einer glatten 22:58-Niederlage gegen Starnberg folgte ein 34:28-Sieg gegen den Tabellenletzten Plattling. Keine Ergebnisse, die den Ingolstädtern Angst einjagen müssten. Dennoch gilt es ein besonderes Augenmerk zu werfen auf die beiden bärenstarken Wide Receiver der Phoenix. Vor allem Tobias Neumann überzeugte auf der ganzen Linie und verbuchte den Großteil aller Touchdowns bei den Regensburgern. Zusammen mit Quarterback Ryan Alden gehört er zu den Stützen seines Teams. Doch die Defense der Dukes war eigentlich bisher das Prunkstück. Dagegen muss die Offense noch etwas zulegen. Schon am Samstag kann sie das zeigen. Wie gesagt: Die Zeit der Ausreden ist jetzt vorbei.