Darf sich freuen: Eugen Haaf wurde als Trainer des Jahres ausgezeichnet..
Darf sich freuen: Eugen Haaf wurde als Trainer des Jahres ausgezeichnet.
Lüger
Ingolstadt/Herzogenaurach
"Es freut einem natürlich, wenn seine Arbeit gewürdigt wird. Und es ist zugleich Ansporn, weiter Gas zu geben", kommentierte Haaf.

"Ich bin immer enttäuscht, wenn ich nicht Erster bin", sagte er einmal. Als Aktiver bei diversen Top-Klubs hatte Haaf seinen Gegenspielern bereits Angst eingeflößt, und auch als er Trainer wurde, hat sich das nicht geändert. Deshalb fordert er von seinen Spielern immer den bedingungslosen Einsatz von der ersten bis zur letzten Minute.

Nach der aktiven Karriere stand für ihn fest, dass er seiner Sportart als Trainer verbunden bleiben will. Im Jahr 2007 gründete er die Dukes mit dem Ziel, es bis in die 2. Bundesliga zu schaffen. In nicht einmal zehn Jahren folgte dann der Sprung in die Erste Liga, in der die Dukes im vergangenen Jahr als Aufsteiger auf Anhieb in die Play-offs einzogen.

Ein Erfolg, den Haaf so schnell keiner nachmachen dürfte. Deshalb war es naheliegend, dass diese Leistung auch von höherer Stelle einmal gewürdigt wird. Der American-Football-Verband Bayern hat dies nun in Herzogenaurach getan, wobei Haaf aber ganz bescheiden bleibt: "Ohne meine Trainer-Crew, die Spieler und auch die treuen Fans hätte ich das allein nie erreichen können."

Es ist ein langer und erfolgreicher Weg, den der inzwischen 51-Jährige zurückgelegt hat. "Schon beim allerersten Spiel, das ich in Texas live gesehen habe, infizierte ich mich mit dem Football-Virus. Das ist wie eine Droge, von der man nicht mehr loskommt", sagte Haaf einmal. Und so nutzt er jede freie Minute, um seinen Verein weiter voranzubringen, um seine Spieler besser zu machen, sich überraschende Spielzüge auszudenken und die Gegner gründlich zu analysieren.

Klar, dass auch andere Klubs längst auf Haaf aufmerksam geworden sind und ihm entsprechende Angebote gemacht haben. "Dieses Team ist ein Baby von mir, also werde ich dem Verein definitiv treu bleiben, egal welche Anfragen noch kommen sollten", ließ er bisher aber alle Interessenten abblitzen. Und wer weiß, welche Auszeichnungen in den nächsten Jahren noch auf ihn und die Dukes zukommen werden.