Ingolstadt: Achtung, Wildschweine!
Die Dukes sind vorbereitet: Gegen Fürstenfeldbruck wird vom Ingolstädter Footballteam (schwarze Trikots) am Samstag zum Auftakt in der Regionalliga alles abverlangt werden. - Foto: Mundt
Ingolstadt
Geht es am Samstag ab 15 Uhr im ESV-Stadion doch gegen die Fürsty Razorbacks – und für Haaf wird das „ein brutales Spiel“. Er hat die Truppe aus Fürstenfeldbruck am vergangenen Samstag beobachtet, als sie die Starnberg Argonauts beim 58:32 regelrecht überrollten. Wovon die Starnberger so beeindruckt waren, dass sie auf ihrer Homepage das Geschehen wie folgt zusammenfassten: „Wie beim Waldspaziergang von einer Horde Wildschweine überrannt.“

„Unvorstellbar, welche Qualität gerade die Amerikaner haben, die für Fürstenfeldbruck spielen“, zollt Haaf dem Gegner höchsten Respekt. Doch auch die Importspieler in Reihen der Dukes müssen sich nicht verstecken und haben sich inzwischen auch bestens integriert. „Ich bin mit ihnen sehr zufrieden, das war ein guter Griff“, freut sich Haaf, der ja inzwischen einen weiteren US-Boy im Team begrüßen konnte. Denn nach Ende der College-Saison folgte Demetrios Cody jetzt seinem Bruder Edward, der bereits seit Anfang April in der Schanz weilt. „Im Training hat er einen super Eindruck hinterlassen. Er wird definitiv noch eine große Rolle bei uns spielen“, ist sich sein Trainer sicher.

Für das Auftaktspiel hat er jedoch einen anderen Spieler als „Joker“ auserkoren: „Kenny Telfair habe ich dieses Mal einige besondere Aufgaben zugewiesen, er wird kämpfen müssen bis zum Umfallen“, deutet Haaf seine taktischen Überlegungen an, ohne aber zu viel preiszugeben.

Nach dem schwachen Auftritt seiner Truppe im Testspiel gegen die Franken Knights hat der Coach einige Änderungen vorgenommen, um nicht erneut unter die Räder zu kommen. So gab es etliche Umstellungen bei den einzelnen Formationen. Damit soll der Gegner, der die Dukes beim Testspiel beobachtet und gefilmt hat, am Samstag überrascht werden. Wobei Haaf weiß, dass dies gegen einen so erfahrenen Coach, wie den Fürstenfeldbrucker Larry Dixon nur sehr schwer möglich ist. „Der stand als Coach nicht umsonst in einem Super-Bowl am Spielfeldrand“, weiß er über den mit dem Besitzer der Dallas Cowboys gut befreundeten Trainer des Gegners.

Dieser hätte nach der Punktspielpremiere der „Hogs“, wie sich die Fürstenfeldbrucker selbst nennen, zwar allen Grund, zuversichtlich in das möglicherweise im Titelkampf schon vorentscheidende Spiel in Ingolstadt zu gehen, doch noch wiegelt er ab: „Unsere Defense zeigte in der zweiten Hälfte noch Schwächen. Das dürfen wir uns gegen Ingolstadt nicht erlauben.“

Pech nur für die Dukes, dass ausgerechnet das sicherlich spannendste Heimspiel wegen des am Abend stattfindenden Champions-League-Finales auf 15 Uhr vorverlegt werden musste. „Das kann uns locker 1000 Zuschauer kosten“, befürchtet Markus Gmeiner, der zweite Vorsitzende der Dukes. Das macht ihm zumindest mehr zu schaffen als der Gegner: „Wir müssen uns vor Fürstenfeldbruck nicht verstecken, dazu haben wir zu viel in die Mannschaft reingesteckt.“