Dennis Seidenberg muss seine WM-Teilnahme absagen Dennis Seidenberg muss seine WM-Teilnahme absagen
Dennis Seidenberg muss seine WM-Teilnahme absagen
© 2016 SID

Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm muss bei der WM in Russland (6. bis 22. Mai) definitiv auf Stanley-Cup-Sieger Dennis Seidenberg verzichten. Der 34 Jahre alte NHL-Star von den Boston Bruins hat wegen einer Leistenverletzung abgesagt. Der Verteidiger hatte bereits in den letzten Saisonspielen der Bruins gefehlt, die die Play-offs in der nordamerikanischen Profiliga verpassten.

Sturm war schon am Dienstag von einer Absage ausgegangen, wollte aber noch ein Gespräch mit Seidenberg abwarten. "Er soll sich lieber auskurieren, um dann im September bei der Olympia-Qualifikation topfit zu sein", hatte der 37-jährige DEB-Coach gesagt. Auch Stürmer Yasin Ehliz von den Nürnberg Ice Tigers wird die WM verpassen. Röntgenaufnahmen zeigten beim 23-Jährigen einen Handbruch.

Die Zahl der Ausfälle für die WM in St. Petersburg und Moskau erhöht sich damit auf neun. Zuvor hatten bereits der Kölner Alexander Sulzer, die Mannheimer Dennis Endras und Kai Hospelt, der Hamburger Thomas Oppenheimer sowie die Berliner Frank Hördler, André Rankel und Laurin Braun ihren Verzicht erklären müssen. Zudem wird auch der Hamburger David Wolf (Kapselriss im Daumen) höchstwahrscheinlich ausfallen.

Wie geplant landet dagegen NHL-Profi Tobias Rieder (Arizona Coyotes) am Mittwochabend in München. Am Freitag wird der 23-Jährige erstmals am Training teilnehmen und dann am Sonntag (16.45 Uhr/Sport1) in seiner Heimatstadt Landshut im zweiten Duell mit Schweden zum Einsatz kommen. "Ich freue mich sehr auf die Zeit mit den Jungs und hoffe auf zahlreiche Fans gegen Schweden", sagte Rieder.

Ebenfalls zum Team stoßen am Wochenende Torhüter Andreas Jenike und Leonhard Pföderl (beide Nürnberg). In der kommenden Woche verstärken Nürnbergs Kapitän Patrick Reimer sowie NHL-Jungstar Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers die Mannschaft.

Die Tre Kronor sind auch am Samstag (15.30 Uhr/Sport1) in Rosenheim Gegner der DEB-Auswahl. Die ersten beiden WM-Testspiele hatte das Sturm-Team in Tschechien (2:7, 1:2) verloren.