Bundestrainer Marco Sturm steht vor seiner WM-Feuertaufe Bundestrainer Marco Sturm steht vor seiner WM-Feuertaufe
Bundestrainer Marco Sturm steht vor seiner WM-Feuertaufe
© 2016 SID

Das mit vielen Vorschusslorbeeren angereiste Team um NHL-Jungstar Leon Draisaitl trifft in seinem Auftaktspiel in St. Petersburg auf Frankreich (15.15 UHR MEZ/Sport1). Der Sport-Informations-Dienst (SID) beleuchtet die wichtigsten Punkte rund um das Spiel:

FEUERTAUFE: Für Marco Sturm ist die Partie gegen Frankreich das erste WM-Spiel als Bundestrainer. Der deutsche NHL-Rekordspieler gab zu, "etwas nervös" zu sein. Dabei stellt ihm DEB-Präsident Franz Reindl bislang ein glänzendes Zeugnis für die ersten zehn Monate im Amt aus: "Er hat unsere Erwartungen voll erfüllt." Erstmals seit der Uwe-Krupp-Ära ist wieder Euphorie rund um das deutsche Team zu spüren, vor allem, weil Sturm aufgrund seiner Reputation kaum Spielerabsagen kassiert hat.

GEGNER: Im Kader der Franzosen findet man auf dem ersten Blick nicht so viel Qualität wie im deutschen WM-Aufgebot, doch die Equipe Tricolore ist sehr eingespielt und kann deshalb ein unangenehmer Auftaktgegner sein. In der Weltrangliste ist das Team von Trainer Dave Henderson, das seit 2008 erstklassig ist, einen Rang besser platziert als die DEB-Auswahl. Der bereits 40-Jährige Torhüter Cristobal Huet dürfte erneut das Tor der Franzosen hüten.

RDR: Alle Augen sind auf den RDR-Sturm Tobias Rieder, Leon Draisaitl, Patrick Reimer gerichtet. Die Paradereihe hat in der Vorbereitung mit teilweise hochklassigen Kombinationen geglänzt. Rieders Schnelligkeit, Draisaitls Übersicht und Reimers Erfahrung machen diese Sturmreihe so gefährlich. "Von denen ist bei der WM einiges zu erwarten", sagt Teamkollege Gerrit Fauser.

NUMMER 1: Der Torhüter übernimmt im Eishockey immer eine Schlüsselposition. Nach dem verletzungsbedingten Aus von Dennis Endras glauben manche, dass dort die Achillesverse im deutschen Team liegen könnte. Der Ingolstädter Timo Pielmeier, der von Bundestrainer Sturm zur Nummer eins erklärt wurde, will die Kritiker eines Besseren belehren.

KAPITÄN: Er hat Deutschland bei der erfolgreichen Heim-WM 2010 als Kapitän aufs Eis geführt, sechs Jahre später ist Marcel Goc wieder Spielführer der Nationalmannschaft. Der Mannheimer Stürmer, der von 2003 bis 2015 in der nordamerikanischen Profiliga NHL gespielt hat, steht zwar in der öffentlichen Wahrnehmung etwas im Schatten von Draisaitl und Rieder. Sein Wort hat aber in der Kabine Gewicht.

STATISTIK: Von den bisherigen 33 Begegnungen gegen Frankreich konnte Deutschland 17 gewinnen (5 Unentschieden, 11 Niederlagen). Auch in den beiden letzten WM-Duellen im vergangenen Jahr in Prag (2:1) und 2013 in Helsinki (3:2) behielt die DEB-Auswahl die Oberhand.