Frankreich schlägt Vizeweltmeister Finnland mit 5:1 Frankreich schlägt Vizeweltmeister Finnland mit 5:1
Frankreich schlägt Vizeweltmeister Finnland mit 5:1
© 2017 SID

Co-Ausrichter Frankreich hat nach seinem Fehlstart in die Eishockey-WM mit einem historischen Coup gegen den Vizeweltmeister für Furore gesorgt. Einen Tag nach der 2:3-Pleite im Auftaktspiel gegen Norwegen überraschten die Franzosen mit einem 5:1 (1:0, 2:1, 2:0)-Sieg gegen Finnland. Auch die Fans spielten am Sonntag mit: Nachdem tags zuvor lediglich 7893 Zuschauer gekommen waren, bejubelten 11.433 Besucher den ersten WM-Erfolg gegen die Nordeuropäer.

Für die erste Eishockey-Weltmeisterschaft in Frankreich seit 66 Jahren ist der für 100 Millionen Euro umgebaute ehemalige Palais Omnisports auf 14.500 Besucher ausgelegt. In den ersten Spielen waren jeweils weniger als 10.000 Fans in die Arena im Stadtteil Bercy geströmt. Zum Vergleich: Das Finale der Handball-WM zwischen Norwegen und Frankreich an gleicher Stelle hatten im Januar 15.609 Sportbegeisterte besucht.

Paris steht Mit-Gastgeber Köln beim Besucherinteresse bislang deutlich nach. Allein die beiden ersten Spiele der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA (2:1) und Schweden (2:7) hatten in der Domstadt zusammen 37.361 Zuschauer verfolgt. Im Vorverkauf lag Paris, das 30 der 64 WM-Spiele ausrichtet, bei rund 200.000 abgesetzten Karten. Insgesamt waren im Vorfeld in Köln und Paris etwa 520.000 Tickets verkauft worden.

Die Tore für die Franzosen erzielten Pierre-Edouard Bellemare (15.) von den Philadelphia Flyers und Antoine Roussel (34./49.) von den Dallas Stars, Valentin Claireaux (39.) und Damien Fleury (58.). Mikko Lehtonen (22.) glich zwischenzeitlich aus. Die Co-Gastgeber hoffen, dass der überraschende Erfolg einen sportlichen Anreiz für weiter steigende Zuschauerzahlen in den kommenden Tagen setzt. Sollte Frankreich tatsächlich um den Einzug ins Viertelfinale mitspielen, könnte dies den Kartenverkauf beflügeln. "Solange noch Plätze frei sind, werden wir uns nicht stressen, aber die Chancen werden nicht größer", hatte der frühere NHL-Torwart Cristobal Huet (41) nach der Pleite gegen die Norweger gesagt.