Körperöl sorgte für Spielverzögerungen Körperöl sorgte für Spielverzögerungen
Körperöl sorgte für Spielverzögerungen
© 2017 SID

Das größte Rätsel der Eishockey-WM ist gelöst: Bei gleich mehreren Spielen war es in der Kölner Lanxess Arena zu Verzögerungen gekommen, weil das Eis in unbespielbarem Zustand gewesen war und erneut aufbereitet werden musste. Lange konnten sich die Veranstalter dies nicht erklären, doch nun kam das Organisationskommitee um Präsident Franz Reindl auf die Lösung: Die Spieler der slowakischen Mannschaft waren schuld. Wenn auch unwissentlich.

"Es war kein Zuschauerproblem, kein Problem bei der Security. Es lag einfach daran, dass die Spieler Körperöl verwendet haben. Diese Flüssigkeit verträgt sich nicht mit den modernen Eisaufbereitungsmaschinen", sagte Reindl auf der Abschlusspressekonferenz. Laut Angaben des 61-Jährigen hätten die Spieler das Öl zur Kühlung angewandt: "Das ist eine ölhaltige Substanz namens Sportovna, die kühlt. Die spritzen das überall rein und machen dann Stretching auf dem Eis. Dann fährt die Zamboni drüber und zieht den Ölfilm die ganze Bande entlang."

In den Gruppenspielen der Slowaken gegen Russland, Gastgeber Deutschland und Schweden hatte sich deshalb jeweils der Beginn des zweiten Drittels verzögert. "Wir haben die Substanz ins Labor gegeben. Es gibt nun einen ordentlichen Bericht mit Testat", sagte Reindl und forderte: "Künftig muss man das international verbieten."