WM-Teilnahme rückt für David Wolf in weite Ferne WM-Teilnahme rückt für David Wolf in weite Ferne
WM-Teilnahme rückt für David Wolf in weite Ferne
© 2014 SID

Der Ausraster im Play-off-Halbfinale kostet Eishockey-Nationalspieler David Wolf offenbar die Teilnahme an der WM in Minsk (9. bis 25. Mai). Die von der Deutschen Eishockey Liga (DEL) für sieben Meisterschaftsspiele ausgesprochene Sperre des Stürmers der Hamburg Freezers erstreckt sich laut Regel 17 der Statuten des Weltverbandes IIHF auch auf Länderspiele. "Ein in der Liga gesperrter Spieler darf nicht nominiert werden", sagte Bundestrainer Pat Cortina dem Münchner Merkur.

Zwar könnte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) bei der IIHF eine Einzelfallentscheidung beantragen, müsste dafür aber seine "eigenen Regeln brechen", wie Cortina betonte. Das sei ein "schwieriges Thema", gerade weil Wolf, der in Spiel vier der Serie gegen den ERC Ingolstadt seinem Gegner Benedikt Schopper mit bloßen Fäusten sechs Zähne ausgeschlagen hatte, eine sportliche Verstärkung wäre. Im Sommer wechselt der 24-Jährige aller Voraussicht nach zu den Calgary Flames in die nordamerikanische Profiliga NHL. "David hat sich enorm gesteigert", sagte Cortina.

Der Italo-Kanadier erhielt darüber hinaus für die WM eine schlechte Nachricht aus Nordamerika. Verteidiger-Talent Konrad Abeltshauser (21), der im AHL-Farmteam der San Jose Sharks überzeugte, fällt wegen einer Knieverletzung aus. Möglich scheint die Teilnahme von Star-Verteidiger Christian Ehrhoff (31), der im vorletzten NHL-Saisonspiel seiner Buffalo Sabres eine leichte Gehirnerschütterung erlitten hat. Von der gleichen Verletzung, allerdings schwereren Ausmaßes, erholt sich gerade Teamkollege Alexander Sulzer (29), auf dessen Kommen Cortina ebenfalls hofft.