Christoph Ullmann traf zum 1:0 für das DEB-Team Christoph Ullmann traf zum 1:0 für das DEB-Team
Christoph Ullmann traf zum 1:0 für das DEB-Team
© 2013 SID

Das Team von Bundestrainer Pat Cortina besiegte Lettland mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) und kletterte in der Vorrundengruppe B auf den fünften Tabellenplatz.

Mit offenem Visier legte die Nationalmannschaft gleich im Auftaktdrittel ein hohes Tempo vor. Es ergaben sich gute Chancen, aber zweimal Christoph Ullmann und André Rankel scheiterten in aussichtsreicher Position. Heiß her ging es rund 90 Sekunden vor Ende des ersten Drittels: Zunächst verzog Marcel Goc aus dem Gewühl heraus, im Gegenzug lief Indrasis allein auf Zepp zu, der allerdings souverän abwehrte.


 
Im zweiten Abschnitt durften sich die Fans an einer Temposteigerung beider Teams erfreuen. Lettland, das weiterhin mit aggressivem Forechecking versuchte, den Aufbau der Cortina-Truppe zu unterbinden, hatte durch Martins Cipulis die größte Chance zu Beginn des Mitteldurchgangs, doch der Stürmer schoss freistehend an Zepp vorbei. Auf der anderen Seite tauchte Marcus Kink zweimal gefährlich vor Gudlevskis auf.
 
Besser machte es Christoph Ullmann: Michael Wolf gewann das Bully vor dem lettischen Kasten, Philip Gogulla schnappte sich die Scheibe und spielte hinter dem Tor stehend den Puck auf den heraneilenden Ullmann, der den Puck per Direktabnahme zur deutschen Führung in den rechten oberen Winkel hämmerte.
 
Frank Mauer sowie Thomas Greilinger hätten das Ergebnis in der Folge ausbauen können. Doch auch die Balten blieben stets gefährlich, fanden in Zepp aber immer wieder ihren Meister. Besonders stark zu diesem Zeitpunkt: Das Penaltykilling der deutschen Mannschaft.
 
Zwar konnte das DEB-Team aus einem Überzahlspiel zum Start des Schlussabschnitts noch keinen Profit schlagen, aber kurz darauf kam Patrick Hager vom ERC Ingolstadt über die blaue Linie, zog ab und die Scheibe schlug unter der Latte zum 2:0 ein: die Vorentscheidung!
 
Nachdem sich die Balten vom neuerlichen Rückschlag erholt hatten, startete Lettland einen Sturmlauf in Richtung Robert Zepp. Der Eisbären-Goalie ließ sich aber nicht überrumpeln und feierte sein zweites WM-Shutout in Folge.
 
In der Schlussphase agierte Deutschland nach der Devise „Angriff ist die beste Verteidigung“ und gab Lettland nicht mehr die Gelegenheit, mit sechs Feldspielern alles auf eine Karte zu setzen.
 
Philip Gogulla zog sich während des Spiels eine große Platzwunde im Gesicht zu, die genäht werden musste. Auch zwei Zähne waren betroffen. Sein Einsatz im Spiel gegen die USA ist aber voraussichtlich nicht gefährdet.
 
Aus den letzten beiden Gruppenspielen am Sonntag (15.15 Uhr) gegen die USA und am Dienstag (15.15 Uhr/beide Sport1) gegen Frankreich könnte schon ein weiterer Erfolg reichen, um in die K.-o.-Runde einzuziehen.