Eishockey-WM 2017 in Deutschland und Frankreich Eishockey-WM 2017 in Deutschland und Frankreich
Eishockey-WM 2017 in Deutschland und Frankreich
© 2013 SID

Drei Tage nach dem unglücklichen WM-Aus der Eishockey-Nationalmannschaft jubelten doch noch die Deutschen: Die WM 2017 wird in Deutschland und Frankreich ausgetragen. Das entschied der Weltverband IIHF am Freitag auf seinem Kongress in Stockholm. Die gemeinsame Bewerbung mit Köln und Paris als Spielorten setzte sich mit 63:45 Stimmen gegen Dänemark und Lettland durch, die ebenfalls zu zweit angetreten waren. Es ist die achte WM in Deutschland nach 1930, 1955, 1975, 1983, 1993, 2001 und 2010. Gespielt wird vom 5. bis 21. Mai 2017.

"Wir sind froh, dass die letzten beiden Jahre harter Arbeit nun ein Happy End haben. Wir freuen uns auf ein großartiges Finale in Köln!", sagte Franz Reindl, der Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Erleichtert war auch der DEB-Chef. "Es fällt eine unglaubliche Anspannung von uns ab. Darauf habe wir lange hingearbeitet. Wir waren noch bis tief in die Nacht unterwegs, um Präsenz zu zeigen. Das war auch wichtig, denn die Entscheidung war doch knapp", sagte Uwe Harnos dem SID.

Gespielt wird in der Arena in Köln, die 18.500 Zuschauer fasst und bereits 2001 und 2010 Hauptspielort war, und im Palais Omnisport in Paris-Bercy (15.000). Die französische Hauptstadt beheimatet die Vorrundengruppe B mit der Equipe Tricolore sowie zwei Viertelfinals. In Köln spielt die Gruppe A mit der DEB-Auswahl. Nach den zwei anderen Viertelfinals finden Halbfinale, Spiel um Platz drei und das Endspiel ebenfalls am Rhein statt. 500.000 bis 600.000 Zuschauer werden erwartet.

Die nächsten drei Weltmeisterschaften finden jeweils in nur einem Land statt. 2014 ist Weißrussland mit Minsk Gastgeber, 2015 Tschechien mit Prag und Ostrau, 2016 Russland mit Moskau und St. Petersburg.