ERCI-Special Team Spielplan Berichte Bilder & Videos Liveticker ERCI-Special
Mittwoch, 30.05.2012 |

 

05.02.2012 22:23 Uhr | 849x gelesen
Drucken Text vergrößern

Siegtreffer 28 Sekunden vor Schluss


Bild: Siegtreffer 28 Sekunden vor Schluss. Augsburg Augsburg (DK) 28 Sekunden fehlten dem ERC Ingolstadt, um sich mit einer enormen Energieleistung und mindestens einem Punkt in die Länderspielpause zu retten. Doch dann sorgte Brian Roloff mit einem Powerplaytor für einen glücklichen 1:0-Sieg der Augsburger Panther und Wut im Lager der Oberbayern.

Augsburg (DK) 28 Sekunden fehlten dem ERC Ingolstadt, um sich mit einer enormen Energieleistung und mindestens einem Punkt in die Länderspielpause zu retten. Doch dann sorgte Brian Roloff mit einem Powerplaytor für einen glücklichen 1:0-Sieg der Augsburger Panther und Wut im Lager der Oberbayern.


Augsburg: Siegtreffer 28 Sekunden vor Schluss
Gut abgewehrt: Der Augsburger Goalie Tyler Weiman pariert einen Schuss des Ingolstädters Kris Sparre (hinten) - Foto: Eibner
„Eigentlich sollten die Spieler das Spiel entscheiden und nicht der Schiedsrichter. Die Jungs haben prima gekämpft und Markus super gehalten. Es ist schade, dass sie nicht belohnt wurden“, sagte Trainer Rich Chernomaz. „Wir sind richtig sauer. Jeder im Stadion hat gesehen, was passiert ist, das war Beschiss“, meinte Kris Sparre und Torwart Markus Janka sagte: „Das war einfach nur tragisch.“

Was die Panther so erzürnte waren die letzten Minuten. Zwei berechtigte Strafzeiten hatte das aufopferungsvoll kämpfende ERC-Team bereits überstanden, da schickte Schiedsrichter Roland Aumüller auch noch Jeremy Reich wegen Haltens vom Eis und sorgte so für eine 5:3-Powerplaysituation für Augsburg. Diese überstanden die Ingolstädter zwar auch noch, doch als mit Timmy Pettersson nach Michel Periard und Reich auch noch ein dritter Verteidiger vom Eis musste, war es geschehen. Roloff kam frei an die Scheibe und schob zum glücklichen Siegtreffer ein.

So schnell können sich in der Deutschen Eishockey-Liga eben die Vorzeichen ändern. Spielten die Panther am 26. Dezember in Augsburg (2:3 n. V.) noch um die Tabellenführung, mussten sie gestern Abend darum kämpfen, den dritten Platz zu verteidigen. Und das unter erschwerten Bedingungen. Denn mit Thomas Greilinger (Leistenprobleme) zog bereits der fünfte ERC-Spieler ins Lazarett ein, so dass Trainer Rich Chernomaz nur noch drei Blöcke zur Verfügung standen.

Diese stellte der ERC-Coach gegenüber dem Freitagsspiel gegen Straubing (3:5) auch noch um, so dass ein runderneuertes Panther-Team im eisigen Curt-Frenzel-Stadion auflief. 4035 Unentwegte, darunter rund 150 Ingolstädter, genossen bei minus 12 Grad in der offenen Arena klassische Eishockey-Atmosphäre.

Auf dem Eis gingen die Gastgeber entsprechend aggressiv zur Sache und drängten die Oberbayern zehn Minuten lang in deren Defensivzone. Janka stand einige Male im Brennpunkt, doch meisterte er gemeinsam mit seinen Vorderleuten alle brenzligen Situationen.

Die Panther hatten nur wenige Gelegenheiten, dafür aber sehr gute. Sparre (13.) lief ebenso alleine auf AEV-Goalie Tyler Weiman zu wie Rick Girard (18.), doch scheiterten beide am Torwart.

Den meisten Applaus gab es im ersten Drittel allerdings für Max Fedra. Der 56-jährige AEV-Manager war erstmals seit seinem schweren Herzinfarkt im vergangenen Oktober wieder im Stadion und wurde mit Sprechchören gefeiert.

Der zweite Abschnitt verlief wesentlich ausgeglichener, phasenweise waren sogar die Panther, bei denen der in dieser Saison nicht überzeugende Joe Motzko mit einer engagierten Leistung herausstach, die überlegene Mannschaft. Vor allem, als sie sich bei Fünf gegen Fünf über eine Minute in der Verteidigungszone der Gastgeber festsetzen konnten – am Ende jedoch ohne Erfolg. Bester Mann auf dem Eis war allerdings ERC-Goalie Janka. Der 31-Jährige rettete gegen John Zeiler (30.) und Brian Roloff (32.) bravourös und hatte das Glück auf seiner Seite, dass Schiedsrichter Aumüller 30 Sekunden vor der Drittelpause den Videobeweis bemühte und einen Treffer von AEV-Neuzugang Cam Paddock nicht anerkannte.

Die Augsburger Fans hatten nun ihren Sündenbock, und die Gastgeber kehrten mit Wut im Bauch aus der Pause zurück. Das Team von Trainer Larry Mitchell rannte an, doch bei Janka war stets Endstation. Und einmal war auch Glück dabei, als T.J. Treveylan nur das Gestänge traf. Doch dann kamen noch die turbulenten Schlussminuten mit dem dicken Ende.

Jetzt haben die Panther fünf Tage trainingsfrei, um diese Partie aus den Köpfen zu bekommen. Nach der Länderspielpause geht es dann am 14. Februar beim Schlusslicht Hannover weiter.

 


Von Gottfried Sterner

Artikel weiterempfehlen  Empfehlen Artikel verlinken  Artikel verlinken

Wenn Sie diesen Artikel von donaukurier.de verlinken möchten, können Sie einfach folgenden HTML-Code verwenden:

 

Drucken  Drucken  Leserbrief schreiben   Leserbrief Kommentare lesen/schreiben  Kommentieren

Kommentare

Symbol = Kommentar melden= Kommentar melden
Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. mehr
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.

 

Um Artikel kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.
Jetzt kostenlos Community-Mitglied werden und mitmachen!

Benutzername  
Passwort      
Noch keinen Zugang?
Jetzt kostenlos registrieren!
Anmeldung über Cookie merken

 
 


Weitere Themen 
Kader für Inline-Hockey-Weltmeisterschaft: Greilinger, Ex-Panther, Münchner und Augsburger
John Laliberte wird ein Panther
Die European Trophy startet für den ERC Ingolstadt am 12. August
Verteidiger Derek Dinger wird ein Panther
Jean-François Boucher kehrt zurück nach Ingolstadt
Rick Girard stürmt weiter für den ERC
Eishockey: Kölliker benennt WM-Kader
"Thomas Greilinger soll das Gesicht des ERC Ingolstadt sein"
Alexander Oblinger wird ein Panther
Kölliker sieht Testspielsiege gegen Dänemark und lobt Greilinger
 


>