Ingolstadt: Schlaflos nach Ingolstadt
Gut gelaunt trotz einer stressigen Anreise: ERC-Neuzugang Colin Forbes. - Foto: Bösl
Ingolstadt
324 Mal lief der Mittelstürmer aus Kanada in der NHL auf, ehe er 2006 den Sprung nach Deutschland wagte. "Die Zeit war einfach reif für einen Wechsel", erinnert sich der 34-Jährige. Mit den Adler Mannheim gewann Forbes auf Anhieb die Meisterschaft in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Von einem ähnlichen Einstand träumt der Kanadier auch an seinem neuen Arbeitsplatz. "Titel zu gewinnen, ist das Schönste. Deshalb bin ich nach Ingolstadt gekommen", sagt er.
 
Sein Blick ist noch etwas müde, die Strapazen der Reise kann er nicht ganz verbergen. Am Sonntag ist er in Kelowna (British Columbia) in den Flieger gestiegen. Gestern morgen kam Forbes dann in Ingolstadt an. Nach 21 Stunden auf den Beinen hat es der Stürmer gerade noch auf das Mannschaftsfoto geschafft. In kurzer Hose und mit dem Trikot von Ersatztorwart Andreas Banzer posierte Forbes neben den neuen Kollegen. Ehefrau Shannon und Sohn Madden (eineinhalb Jahre) schlummerten da bereits in der neuen Wohnung. Wenig später folgte ihnen auch der Kufencrack. Von Trainer Greg Thomson bekam der Ex-Mannheimer gestern nämlich erstmal frei. Seine Mitspieler (darunter acht weitere Neuzugänge) ließen es ohnehin etwas ruhiger angehen. "In den ersten paar Einheiten geht es darum, sich an die Ausrüstung zu gewöhnen", erklärte Thomson. "Colin kann ein paar Stunden Schlaf ganz gut vertragen."
 

 
Die sportliche Leitung der Panther hält auf den ehemaligen NHL-Crack große Stücke. "Er ist charakterlich absolut in Ordnung und erledigt das, was man von ihm verlangt. Seine Erfahrung ist immens. Davon können auch unsere jungen Spieler profitieren", sagt Sportdirektor Jim Boni.
 
Beim ERC bekommt Forbes die Rückennummer 22. Eine Zahl ohne große Bedeutung für ihn, wenngleich sie doch ein wenig kurios zu Stande kam. "Meine Frau wollte die zwei, aber die sieht bei einem Stürmer dumm aus. Also habe ich einfach noch eine zwei dazugenommen", erklärt der neue Panther. Unkompliziert ist er also auch noch, der vorerst letzte Neuzugang bei den Panthern.