Landshut: Pielmeier hat sich entschieden
Der 23-jährige Timo Pielmeier wechselt von den Landshut Cannibals nach Ingolstadt.
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Landshut

Pielmeier hat laut eigener Aussage Anfragen von mehreren Klubs aus der Deutschen Eishockey-Liga vorliegen. „Aber so viel kann ich verraten – Ingolstadt ist auf jeden Fall eine sehr interessante Adresse“, sagte Pielmeier, aktuell noch bei den Landshut Cannibals in der zweiten Bundesliga unter Vertrag. Ein Dementi hört sich anders an. Spätestens Ende der Woche will der gebürtige Deggendorfer einen neuen Vertrag unterschreiben.

Für die Panther spreche vor allem die sportliche und finanzielle Perspektive, so Pielmeier. „Es gibt in Deutschland viele gute junge Torhüter, nur sitzen diese meistens auf der Bank“, sagt er. Da passt es ins Bild, dass Ingolstadts Sportdirektor Jim Boni kürzlich durchblicken ließ, vermehrt auf junge deutsche Profis setzen zu wollen. Pielmeier jedenfalls berichtet von einem „sehr guten Gespräch“ mit dem 49-Jährigen.

Neben der sportlichen Perspektive würde zudem die Nähe zu seiner Heimat Deggendorf für ein Engagement beim ERC sprechen. „Natürlich wäre es schön, wenn ich nahe an meiner Heimat spielen könnte“, sagte Pielmeier. Die beiden Deggendorfer im Ingolstädter Kader, Christoph Gawlik und Thomas Greilinger, hätten auch schon Werbung für die Panther betrieben. „Nachdem der Stephan Retzer weg ist, haben beide gesagt, dass ich kommen soll, damit das Deggendorfer Trio wieder komplett ist“, scherzt er. Die aktuelle negative Entwicklung der Ingolstädter habe er zwar im Blick, mache sich aber keine Sorgen um die Panther. „Der ERC war in den vergangenen Jahren immer ein Verein, der vorne mitgespielt hat“, sagt Pielmeier, „und wenn sie in die Play-offs kommen, ist sowieso alles möglich.“

Falls der Wechsel zum Tabellensiebten klappt, tritt Pielmeier allerdings in große Fußstapfen – in die von Ian Gordon, der vor Kurzem seinen Rücktritt zum Saisonende angekündigt hatte. Der selbstbewusste Niederbayern weiß das, er würde sich die Rolle des Nachfolgers aber zutrauen. „Ich habe immerhin fünf Jahre in den USA viele Erfahrungen gesammelt und ein Spiel in der NHL gemacht – ich glaube, das schaffen nicht so viele“, sagt Pielmeier.

Er selbst beschreibt sich als modernen Torhüter. „Ich kann ein Spiel gut lesen und spiele gerne die Scheibe“, erklärt der 23-Jährige, der NHL-Goalie Martin Brodeur als Vorbild nennt. Grundsätzlich fange er den Puck lieber, als ihn abblocken zu lassen.

Pielmeier begann seine Profikarriere bei den Kölner Haien, ehe er nach Nordamerika wechselte. Dort kam er neben einem Einsatz für die Anaheim Ducks (NHL) hauptsächlich in der zweitklassigen American Hockey-League (AHL) und Juniorenligen zum Einsatz.