Philip Riefers trifft zum 1:0 für Wolfsburg.
Olfen

Die Panther unterlagen gestern Nachmittag den Grizzlys Wolfsburg mit 1:4 (0:2, 1:1, 0:1). Wie schon zwei Tage zuvor gegen die Kölner Haie (2:3) war dem ERC die harte Trainingswoche anzumerken.

"In den ersten 30 Minuten ist fast jeder Puck für Wolfsburg gesprungen, aber mit etwas Glück hätten wir danach die Partie noch drehen können", meinte Ingolstadts Trainer Tommy Samuelsson. Der Schwede änderte seine Formation gegen die Niedersachsen auf zwei Positionen. Für Benedikt Schopper rückte Patrick McNeill in die Mannschaft, Jacob Berglund ersetzte den leicht angeschlagenen Petr Taticek. Timo Pielmeier (Oberschenkelprobleme), Joachim Ramoser (Reha) und Brock Trotter (suspendiert) fehlten weiter.

Fotostrecke: ERC Ingolstadt - Grizzlys Wolfsburg 1:4

Philip Riefers (3.) und Tyson Mulock (9.) brachten die im ersten Drittel dominierenden Gäste früh in Führung. Sebastian Furchner (26.) legte im zweiten Abschnitt sogar den dritten Treffer nach, ehe Berglund (30.) in seiner ersten Partie für die Panther das 1:3 gelang. Der Neuzugang hatte am Freitag noch gefehlt, weil der Angreifer in seine Wahlheimat Stavanger gereist war und dort am Samstag Vater eines Jungen wurde. Im Schlussabschnitt boten sich Darin Olver (48.), Benedikt Kohl (49., 57.) und Dennis Swinnen (54.) noch beste Möglichkeiten, den Treffer erzielten aber die Grizzlys. Ex-Panther Christoph Höhenleitner (58.) entschied die Partie mit einem Schuss ins leere Tor endgültig.

ERC Ingolstadt: Reimer - Sullivan, Pelech; McNeill, Kohl; Wagner, Friesen; Schütz - Laliberte, Olver, Mouillierat; Berglund, Buck, Greilinger; Collins, Olson, Kiefersauer; Swinnen, Braun, Elsner. - Tore: 0:1 Riefers (3.), 0:2 Mulock (9.), 0:3 Furchner (26.), 1:3 Berglund (30.), 1:4 Höhenleitner (58.). - Strafminuten: 16 / 18. - Schiedsrichter: Haupt, Schrader.


 

Stimmen zum Spiel


Laurin Braun, Stürmer ERC
Die ersten 30 Minuten waren nicht gut. Da haben wir nicht das umgesetzt, was wir sollten und was wir trainert haben. Da hat eher Wolfsburg das Spiel gehabt. Die letzten 30 Minuten waren wir am Drücker. Ich hoffe, dass es noch kommt, dass wir die entscheidenden Tore machen. Es ist halt 1:4 ausgegangen - das hört sich bisschen doof an. Jeder weiß, dass Wolfsburg hart kommt, das ist schon etwas anderes als gegen Köln. Die rennen um ihr Leben. Das ist dann schon dementsprechend schwerer. Das haben wir die erste halbe Stunde unterschätzt.
Am Montag haben wir frei. Ab Dienstag geht es wieder ins Training, da werden wir schon ein paar Sachen ansprechen und verbessern. Wir müssen einfach auf den Punkt schneller da sein.
Es wäre schon schöner, wenn man mit Siegen startet. Wenn wir es hinkriegen, von Anfang so zu spielen, wie zum Schluss, dann geht da auch was. Die Woche war zwar hart, aber fit sollten wir schon sein. Wir waren vielleicht in manchen Situationen zu verspielt oder bisschen nervös. In Unterzahl läuft's - das sollte dauerhaft so sein. Da arbeiten wir dran und reden auch viel drüber. Über- und Unterzahlspiel ist einfach wichtig. Damit gewinnt man dann auch Spiele. Deswegen müssen wir da gut sein.
Das Gäubodenturnier wollen wir dann am Wochenende gewinnen. Sonst brauchen wir nicht hinfahren. Es kommt nichts anderes infrage.
 
Tommy Samuelsson, Trainer ERC
Mir hat in beiden Partien gefallen, dass die Mannschaft trotz Niederlagen nicht aufgeben hat. Beide Male haben wir jeweils die letzten 30 Minuten für uns entschieden. Heute hatte das Spiel wirklich zwei Gesichter. Wolfsburg hat die ersten 30 Minuten dominiert. Danach konnten wir die Partie drehen. Wir machen noch Fehler, die uns Tore kosten. Am Freitag war es ein typisches erstes Spiel. Heute war es mehr ein Ligaspiel - viel mehr gespielt, viel mehr Checks zu Ende gefahren. Daraus müssen wir lernen und nächste Woche weiterarbeiten. Diese Woche war sehr hart, wir haben vier bis fünf Stunden jeden Tag trainiert. Von daher war ich überrascht, dass die Kraft nicht nachgelassen hat und sogar eben die letzten 30 Minuten besser waren. Das zeigt, dass wir richtig trainiert haben. Man kann aber nur schwer einen Vergleich ziehen. Köln und Wolfsburg war schon länger auf dem Eis, sie sind in einer anderen Vorbereitungsphase als wir. Nächste Woche trainieren wir nur einmal am Tag und fokussieren uns auf das Gäubodenturnier. Danach trainieren wir noch mal eine Woche hart vor dem Ligastart bevor wir dann nach Latsch fahren. Die Specialteams haben ja schon gut funktioniert, obwohl wie die nicht extra trainiert haben. Das Penaltykilling hat mir wirklich gut gefallen.