ERC Ingolstadt  - Straubing Tigers, Eishockey, DEL, Deutsche Eishockey Liga, Spieltag 1, 11.08.2017
Torwart Jochen Reimer (Nr. 32, ERC Ingolstadt), Benedikt Kohl (Nr. 34, ERC Ingolstadt), Felix Schütz (Nr. 55, Kölner Haie) und Sean Sullivan (Nr. 37, ERC Ingolstadt)
Johannes TRAUB / st-foto.de (st-foto.de)
Ingolstadt
161 Tage nach dem Pre-Play-off-Aus gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven jagten die Panther wieder der Scheibe hinterher – und offenbarten insgesamt mehr Anlaufschwierigkeiten als die Haie, die am Freitagabend ebenfalls ihr erstes Testspiel bestritten. Bei den Ingolstädtern, die auf Timo Pielmeier (Oberschenkelprobleme), Patrick McNeill (Pause nach Olympia-Sichtungsturnier), Jacob Berglund (Frau erwartet Kind), Joachim Ramoser (Reha) und Brock Trotter (suspendiert) – das Aus des Kanadiers ist nach Informationen unserer Zeitung beschlossene Sache – verzichten mussten, gefielen vor allem die Neuzugänge Jochen Reimer und Olver.
 
Fotostrecke: ERC Ingolstadt - Kölner Haie 2:3

 
Der Ingolstädter Torhüter war im Auftaktdrittel auch gleich gefordert. Nachdem der 31-Jährige gegen Felix Schütz (4.) und Philipp Gogulla (5., 8.) noch stark reagierte, war er gegen Ryan Jones (26.) im zweiten Durchgang erstmals geschlagen. Der Kölner Angreifer setzte sich vor dem Tor gegen Verteidiger Benedikt Schopper durch und schob mit der Rückhand zum 0:1 ein. Der Rückstand fiel etwas aus dem Nichts, da sich die Gastgeber nach Wiederbeginn eigentlich ein Chancenplus erspielt hatten. Brett Olson (22., 25.), David Elsner (23.) und Christoph Kiefersauer (25.) scheiterten jedoch wie schon Petr Taticek (6.) und Dennis Swinnen (13.) im ersten Drittel an Kölns Schlussmann Gustav Wesslau.
 
Doch kaum hatte der Schwede planmäßig für Haie-Ersatzmann Daniar Dshunussow Platz gemacht, kam der ERC auch schon zum Ausgleich. Olver (34.) brachte die Scheibe vors Tor und glich mit Hilfe eines Kölner Schlittschuhes aus. Obwohl Reimer kurz darauf gegen Ben Hanowski (36.) erneut seine Klasse zeigte, hatte das 1:1 nicht lange Bestand. Ex-Panther Felix Schütz (38.) brachte die Rheinländer nämlich wieder in Führung, nachdem ihm die Ingolstädter Hintermannschaft vor dem Tor zu viel Freiheiten ließ. Diese gewährte Dshunussow im Schlussabschnitt auch Olver (42.), als der Kölner Torhüter bei eigener Unterzahl die kurze Ecke offen ließ und der Neuzugang von den Eisbären Berlin mit seinem zweiten Treffer mühelos zum 2:2 einschoss. Weil die Ingolstädter wenig später aber auch ein Geschenk verteilten, entschied die Mannschaft von Cory Clouston das Duell für sich. Schopper vertändelte die Scheibe in der eigenen Zone ohne Bedrängnis gegen Gogulla (50.), der aus kurzer Distanz zum 2:3 traf. Bereits am Sonntag (16.30 Uhr, Saturn-Arena) sind die Ingolstädter wieder gefordert. Dann kommen die Grizzlys Wolfsburg in die Saturn-Arena.
 
ERC Ingolstadt: Reimer – Schopper, Friesen; Sullivan, Kohl; Schütz, Pelech; Wagner – Collins, Olson, Kiefersauer; Laliberte, Olver, Mouillierat; Taticek, Buck, Greilinger; Swinnen, Braun; Elsner.
 
Tore: 0:1 Jones (26.), 1:1 Olver (34.), 1:2 Schütz (38.), 2:2 Olver (42.), 2:3 Gogulla (50.). - Strafminuten: 10 / 6.
 
Schiedsrichter: Bauer, Hoppe.  


Bilder zum Spiel folgen.
 

Stimmen zum Spiel

 
Jochen Reimer, Torhüter ERC


Es waren heute viele gute Sachen dabei. Natürlich auch einige Sachen, die man ansprechen muss, die nicht so gut waren. Wir haben im eigenen Drittel etwas zu viel Zeit verbracht. Da müssen wir schneller nach vorne spielen. Das ist ganz normal. Das war das erste Spiel nach einer ganz anstrengenden Woche. Das gehört dazu. Man darf das nicht überbewerten, das war ein erster Fingerzeig. Wir haben meiner Meinung nach gegen einen der Top-Drei-Meisterschaftskandidaten gespielt. Köln ist auch schon länger auf dem Eis. Dafür haben wir es echt super gemacht. Darauf können wir aufbauen.
Am Anfang haben wir ein paar Strafen gehabt. Das war ganz gut, da bin ich gleich ins Spiel gekommen. Ich glaube, ich habe solide gespielt. Aber es geht besser. Nach einem langen Sommer ist das erste Spiel gar nicht so leicht. Ich habe mich gut gefühlt. Das war trotz der Niederlage ein guter Start. Die Rufe der Fans habe ich natürlich gehört. Das hat mich gefreut, dass das so schnell klappt. Ich möchte halt in jedem Training und Spiel meine Leistung zu zeigen.
Wir sind schon direkt im Spielmodus. Wir haben heute Vormittag trainiert, am Abend war das Spiel. Am Samstag trainieren wir und am Sonntag ist dann gleich das nächste Spiel. Das ist gut, da kommt man wieder in den Ablauf rein. Da wird wegen der Vorbereitung keine Rücksicht genommen, das wird knallhart durchgezogen.
 
Darin Olver, Stürmer ERC


Bei meinem zweiten Tor habe ich einfach entschieden, zum Tor zu gehen. Es war wichtig, zu versuchen, das Tor zu machen. John Laliberte und Thomas Greilinger waren mitgelaufen. Natürlich sind die beiden Tore gut fürs Selbstvertrauen. Im Prinzip ist dafür alles gut, ein guter Pass oder ein guter Block. Es war das erste Vorbereitungsspiel, aber es fühlt sich gut an. Ich bin im Sommer nicht viel geskatet. Ich war erst seit rund zehn Tagen wieder auf dem Eis. Diese Woche war eine lange Woche. Meine Beine fühlten sich ok an - nicht gut und auch nicht schlecht.