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Mittwoch, 30.05.2012 |

 

01.08.2010 20:03 Uhr | 1183x gelesen
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"Ich will noch eine Meisterschaft gewinnen"


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Ingolstadt (DK) Der Mann mit den tätowierten Oberarmen hat sich schnell erholt. Gerade eben lief Ian Gordon der Schweiß noch in Strömen herab, keine fünf Minuten später sitzt der 35-jährige Deutsch-Kanadier entspannt auf einem Stuhl und erzählt von seinen Gründen für den Wechsel zum ERC Ingolstadt und seinen Zielen mit den Panthern.


Ingolstadt: "Ich will noch eine Meisterschaft gewinnen"
Die neue Nummer eins beim ERC Ingolstadt: Ian Gordon. - Foto: Bösl
Beim obligatorischen Fitnesstest vor dem Start der Vorbereitung auf die neue Eishockey-Saison hat sich der ehemalige Torhüter der Frankfurt Lions keine Blöße gegeben. Wie der Rest seiner Kollegen auch, hat Gordon den Check sehr gut absolviert. Unser Redakteur Stefan König hat sich mit dem neuen Panther-Goalie unterhalten.
 
Herr Gordon, am Samstagabend hat der Verein ein Grillfest veranstaltet. Haben Sie dabei bekannte Gesichter gesehen?

Ian Gordon: Ja, viele. Mit Rick Girard habe ich schon als Schüler zusammengespielt. Auch mit Thomas Greilinger und Markus Janka stand ich schon in Schwenningen in einer Mannschaft. Ich spiele jetzt seit zehn Jahren in Deutschland, da kennt man sich.

Wann gab es den ersten Kontakt zum ERC?

Gordon: Als die ersten Gerüchte über finanzielle Probleme der Lions die Runde machten, hat sich bei uns Spielern natürlich Angst breit gemacht. Dann habe ich gesucht. Welches Team benötigt einen Torhüter? Welche Mannschaft kann Meister werden? Ich bin 35 Jahre alt und habe einen Titel mit den Lions gewonnen. Ich will das auch mit Ingolstadt schaffen.

Wie schätzen Sie das Potzenzial der Mannschaft ein?

Gordon: Mit Colin Forbes hat der ERC einen super Fang gemacht. Ich denke, dass die Qualität im Vergleich zur vergangenen Saison nochmal gestiegen ist. Wichtig ist der Start. Wenn der glückt, dann steigt auch das Selbstvertrauen.

Sie haben sieben Jahre lang in Frankfurt gespielt. Wie sehr beschäftigt Sie das Aus der Lions noch?

Gordon: Es war eine schöne Zeit. Aber mein Beruf ist Eishockeytorwart. Da spielt es keine Rolle, welches Wappen auf meiner Maske ist. Der Verein und die Fans fordern Top-Leistungen von mir, nur das zählt. Klar habe ich viele Freunde in Frankfurt gefunden. Zum Beispiel bei der Rugby-Mannschaft. Die Jungs haben mir sogar beim Umzug geholfen.

Apropos Maske: Ist Ihr neuer Helm schon angefertigt? Oder müssen Sie, wie Ihr Vorgänger Dimitri Pätzold, erst einmal mit der Maske Ihres Ex-Vereins auflaufen?

Gordon: In zwei Wochen ist meine Maske fertig. Bis dahin muss ich leider noch mit meiner alten spielen. Zum Punktspielstart werde ich sicher eine mit dem Panther-Logo haben.

Sie sind ein großer Fan von Elvis Presley. Ihr Sohn trägt sogar den Namen der Musik-Legende. Werden wir in der Saturn-Arena jetzt öfter Musik von Elvis hören?

Gordon: Vielleicht, das würde mir gefallen. Ich habe im Lauf der Jahre von Fans viele Geschenke für meinen Sohn bekommen. Platten, CDs, Poster – da war fast alles dabei.

Stimmt es, dass Sie mit Gordie Howe, der Eishockey-Legend in Nordamerika, verwandt sind?

Gordon: Ja, das ist richtig. Mein Opa ist ein Bruder seines Vaters. Erst im Juni haben sich meine Eltern und mein Bruder mit ihm getroffen. Vielleicht habe ich ein wenig Talent von ihm geerbt.


Donaukurier
 
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