Iserlohn: "Ich konzentriere mich nur auf die Roosters"
Seine bislang beste Saison spielt Brooks Macek von den Iserlohn Roosters. Der 23-Jährige wechselte vor drei Jahren in die DEL und debütierte im November in der DEB-Auswahl. - Foto: Horstmüller/Imago
Iserlohn

Vor dem Duell seiner Roosters gegen die Panther an diesem Sonntag am Seilersee (16.30 Uhr) sprach der in Winnipeg/Kanada geborene Eishockey-Profi mit unserer Zeitung.

 

Herr Macek, Sie haben mit den Roosters in dieser Saison kein einziges Heimspiel in der regulären Spielzeit verloren. Worin liegt das Rezept für die Heimstärke?

Brooks Macek: Wir fühlen uns in unserer eigenen Halle einfach wohl. Wie Sie wissen, sind die Fans in Iserlohn immer sehr laut, das kommt uns vielleicht mehr entgegen als dem Gegner.

 

Iserlohn ist bislang die Überraschung der Saison. In der vergangenen Spielzeit haben Sie gegen den ERC Ingolstadt knapp das Play-off-Halbfinale verpasst. Was ist dieses Mal möglich?

Macek: Zunächst einmal ist unser größtes Ziel, in die Play-offs einzuziehen. Wenn wir das geschafft haben, können wir darüber reden. Aber natürlich wäre es schön, etwas weiter zu kommen als in der vergangenen Saison.
 

Sie spielen die beste Saison in Ihrer DEL-Karriere. Das ruft Begehrlichkeiten bei anderen Klubs auf den Plan. Was ist dran an den Gerüchten, dass auch der ERC Ingolstadt Interesse an Ihnen hat?

Macek: Ganz ehrlich: Ich beschäftige mich damit nicht zu sehr und habe auch mit meinem Agenten noch kaum darüber gesprochen. Ich konzentriere mich nur auf die Roosters.

 

Ein Wechsel zu den Panthern ist also kein Thema?

Macek: (lacht) Ich weiß es wirklich nicht.

 

Was sagen Sie eigentlich zur Kritik von Kölns Moritz Müller. Ihr Nationalmannschaftskollege hatte die Roosters aufgrund ihrer Einbürgerungspolitik heftig kritisiert.

Macek: Ich habe das Interview gar nicht so richtig mitbekommen. Es ist seine Meinung, okay. Man sollte aber auch nicht mehr daraus machen. Moritz ist ein guter Typ.

 

Rückt die Mannschaft aufgrund solcher Diskussionen vielleicht sogar noch enger zusammen?

Macek: Nein, ich würde nicht sagen, dass das irgendwelche Auswirkungen hat. Iserlohn ist eine kleine Stadt, da läuft man sich oft über den Weg und unternimmt viel mit den Mitspielern. Das spielt wahrscheinlich die größere Rolle, warum es bei uns so gut läuft.

 

Das Gespräch führte

Julian Schultz.