Ingolstadt: Erster Eindruck
Für Trainer Tommy Samuelsson war er der beste Panther des Wochenendes: Brett Olson (links), der hier beim Bully dem Ex-Ingolstädter Felix Schütz von den Kölner Haien gegenübersteht. - Foto: Traub
Ingolstadt

JOCHEN REIMER

 

Der Neuzugang aus Nürnberg durfte aufgrund der Verletzung von Timo Pielmeier in beiden Partien ran - und hinterließ einen starken Eindruck. Vor allem im ersten Testspiel gegen Köln reagierte der 31-Jährige mehrmals sehenswert und wurde von den Fans auch gleich mit vereinzelten Sprechchören gefeiert. Nach zwei Spielen steht schon fest: Reimer ist eine absolute Verstärkung.

 

MATT PELECH

 

Ein Spielertyp wie Pelech hat den Panthern in den vergangenen beiden Spielzeiten gefehlt. Der Kanadier machte gestern da weiter, wo er am Freitag gegen Köln aufgehört hatte: Er setzte harte Checks, ging keinem Zweikampf aus dem Weg und legte sich auch mit mehreren Gegenspielern an. Der 29-Jährige wirkte teilweise aber auch etwas ungestüm und muss bei den mitunter kleinlich pfeifenden DEL-Schiedsrichtern aufpassen, nicht zu viele Strafminuten zu kassieren.

 

SEAN SULLIVAN

 

Trainer Tommy Samuelsson brachte es gestern auf den Punkt. "Er strahlt eine große Ruhe raus", sagte er über den Neuzugang von den Straubing Tigers. Sullivan fiel in beiden Partien nicht durch spektakuläre Aktionen auf, traf oftmals aber die richtigen Entscheidungen und setzte vor allem in Überzahl seine Mitspieler gut ein.

 

JACOB BERGLUND

 

Der Schwede, der vom Schweizer Zweitligisten Martigny nach Ingolstadt kam, lief gestern erstmals für die Ingolstädter auf. Der Grund: Berglund wurde am Samstag Vater eines Sohnes und reiste dafür in seine norwegische Wahlheimat Stavanger. Offenbarte bei seinem ersten Einsatz noch Anpassungsprobleme und zeigte die eine oder andere Unkonzentriertheit, gefiel aber durch seine läuferischen Fähigkeiten und belohnte sich mit seinem ersten Tor.

 

MIKE COLLINS

 

Die ersten beiden Einsätze des ehemaligen Krefelders sind kurz zusammengefasst: Der US-Amerikaner agierte an der Seite von Brett Olson und Christoph Kiefersauer äußerst unauffällig.

 

BRETT OLSON

 

Sportdirektor Larry Mitchell holte den 30-jährigen Mittelstürmer wegen dessen Defensivqualitäten aus Salzburg - und die ließ er auch im ERC-Trikot schon aufblitzen. Olson störte häufig klug, blockierte gegnerische Passwege und erwies sich als Stütze in Unterzahl. Von diesem Spielertyp hatten die Panther zuletzt zu wenige. "Er trifft bei neun von zehn Entscheidungen die richtige", lobte ihn gestern Samuelsson.

 

KAEL MOUILLIERAT

 

An der Seite von Darin Olver und John Laliberte bot Samuelsson den Allrounder, der aus Lulea/Schweden kam, als Rechtsaußen auf. An der Feinabstimmung mit seinen Sturmpartnern mangelt es noch, doch Mouillierat deutete sein Potenzial als Passgeber und Schütze an. Der Kanadier kam in Über- und Unterzahl zum Zug.

 

DARIN OLVER

 

Der 32-jährige Spielmacher soll eine Schlüsselrolle im Angriff übernehmen - gestern führte er die Mannschaft sogar als Kapitän aufs Eis. Feierte am Freitag nicht nur wegen seiner zwei Treffer einen gelungenen Einstand, gestern etwas blasser. Olver ist läuferisch überzeugend, kreativ, passsicher und in jeder Situation wertvoll: Sowohl in Über- als auch in Unterzahl kam der Ex-Berliner zum Einsatz. Olver ist mit seinem Spielverständnis ein Gewinn.

 

DENNIS SWINNEN

 

Der 24-Jährige, der aus Weißwasser kam, begann nervös, harmonierte mit zunehmender Spielzeit als Linksaußen der vierten Reihe jedoch ordentlich mit David Elsner und Laurin Braun und war an einigen Torchancen beteiligt. Der Deutsch-Belgier muss allerdings noch abgezockter werden.

 

LAURIN BRAUN

 

Gemeinsam mit Olver zeigte der langjährige Berliner die geringsten Anpassungsschwierigkeiten. Der flinke 26-Jährige ließ seine Gegenspieler des Öfteren stehen und kam gefährlich zum Abschluss. Auch mit einem Mann weniger behielt "Lolle" stets die Übersicht.