Brisantes Panther-Treffen
Ingolstadt (DK) Auf den ERC Ingolstadt wartet wieder einmal ein richtungsweisendes Spiel. Zum x-ten Mal in dieser Saison. Sollten die Panther heute Abend (19.30 Uhr) das Derby bei den Augsburger Panthern gewinnen, dann bleiben die Schützlinge von Greg Thomson weiter im Rennen um die Pre-Play-offs.

Panther im Anflug: Auch gegen Augsburg will sich der ERC (links, Jakub Ficenec) so in Szene setzen. - Foto: Bösl
Zwei ERC-Siege
Von den bisher drei Derbys gegen die Fuggerstätter in dieser Saison konnten die Ingolstädter Kufencracks zwei gewinnen (5:2 und 4:2). In Augsburg setzte es eine 2:5-Niederlage. Wenige Tage später musste der damalige Trainer Benoit Laporte seinen Hut nehmen. Abseits der üblichen Rivalität bringt das Panther-Kräftemessen diesmal weitere Brisanz mit sich. Denn mit Patrick Buzas trägt ein künftiger Ingolstädter Akteur im Augenblick noch das Trikot der Augsburger Panther. Ein ehemaliger ERC-Crack in Reihen der Schwaben muss heute dafür pausieren. Thomas Jörg wurde nachträglich wegen eines Fouls im der vergangenen Partie gegen Hannover gesperrt.
Der Rahmen im Curt-Frenzel-Stadion verspricht heute Abend ein echtes Eishockeyfest. Mit der Unterstützung eines Sponsors wollen die Augsburger Panther um Coach Larry Mitchell und Manager Max Fedra die Halle füllen. Schließlich wäre ein Erfolg gegen den Gast von der Donau ein großer Schritt in Richtung Pre-Play-offs.
Noch kein Gespräch
Während nach diesem Wochenende feststehen könnte, ob die ERC-Cracks ab dem 2. März ihren Urlaub planen dürfen, wird die Entscheidung, wer die Panther in der neuen Saison trainieren wird, noch auf sich warten lassen. Denn der designierte Sportdirektor Jim Boni hat noch nicht mit allen Kandidaten gesprochen. Darüber hinaus betont der Klub nach wie vor, dass auch der aktuelle Chefcoach noch eine Chance habe. Gleichwohl Boni längst seine Fühler ausgestreckt hat. Mehr aber offenbar nicht. Zumindest in der Personalie Doug Mason.
"Es hat noch kein Gespräch gegeben. Ebenso haben wir auch noch keinen Termin dafür vereinbart", erklärte der Kandidat gestern auf Anfrage des DONAUKURIER. Sehr wohl sei aber ein Treffen für die Zeit nach den Play-offs in Österreich vereinbart. "Ich bin natürlich interessiert. Der ERC ist ein Top-Verein", sagte Mason.
Die Panther sind mit ihrem Interesse an dem ehemaligen Coach der Kölner Haie aber offenbar nicht allein. "Ich habe in der nächsten Zeit sechs weitere Termine mit anderen Vereinen. Ich möchte bei einem Top-Verein arbeiten", offenbarte Mason.
Boni habe er bei der B-WM 2005 kennen gelernt. Der Italo-Kanadier trainierte damals Österreich, Mason stand bei der Niederlande hinter der Bande. "Wir sind einmal ein Bier trinken gewesen und haben uns ganz gut unterhalten", erinnert sich Mason. Seitdem habe man sich nicht mehr gesehen. Das wird sich in den nächsten Wochen ändern.
Von Stefan König
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