4:3-Sieg in Krefeld
Krefeld (ri/lt/ok) Endlich wieder einmal ein Sieg in Krefeld: Gestern Abend gewann der ERC Ingolstadt sein DEL-Match bei den Pinguinen vor 3509 Zuschauern mit 4:3 (1:0, 2:1, 1:2).

Ein enges Spiel – nicht nur in dieser Szene: Dicke Luft herrschte vor dem Krefelder Tor, obwohl gar nichts passiert war - Foto: Matthias
Im ersten Drittel tasteten sich beide Mannschaften minutenlang ab, es war dabei nicht zu erkennen, dass in der Tabelle zwischen den Panthern und den Pinguinen viele Plätze liegen. Schüsse von Denis Shvidki und Roland Verwey parierte ERC-Goalie Markus Janka ohne Probleme, anstrengen musste er sich bei Krefelder Angriffen, die Rok Ticar (8./10.) und Daniel Pietta (9.) abschlossen. Für die Truppe von Chernomaz hatte Joe Motzko (7.) die erste große Chance, Christoph Gawlik vergab die zweite, als er den Puck nicht richtig traf (13.). Krefeld hatte dennoch die besseren Möglichkeiten, doch die Gastgeber trafen nicht. Nach einem Schuss von Patrick Hager (11.) bemühte Referee Roland Aumüller (Planegg) den Videobeweis, wie auch drei Minuten später nach einem Gawlik-Schuss: weiter 0:0. Aber nur bis zur 16. Minute: Jared Ross nahm – der ERC spielte in Unterzahl – Richard Pavlikovsky die Scheibe ab, lief auf Scott Langkow zu und schoss dem Goalie den Puck durch die Beine: 1:0.
Hiobsbotschaft vor dem zweiten Drittel: Mit Prestin Ryan, der am Ende des ersten Abschnitts vom Eis gehumpelt war, fiel ein weiterer Verteidiger aus. Die erste Diagnose: Innenbanddehnung.
Dann kassierte der ERC auch noch den Ausgleich – er spielte wieder in Unterzahl: Die munter aufspielenden Krefelder kamen durch ihren Kapitän Herberts Vasiljevs – er absolvierte sein 401. Spiel im Krefelder Trikot – zum 1:1 (25.). Gegen seinen Knaller von der blauen Linie war Janka machtlos. Und die Gastgeber blieben am Drücker, Janka stand nun im Mittelpunkt (Daniel Pietta, Verwey, Pascal Trepanier). Als Gawlik in einem Überzahlspiel nicht traf (36.) und Luciano Aquino den Puck an den Pfosten hämmerte (37.), rechneten viele mit einem 1:1 nach zwei Dritteln. Aber ein Doppelschlag in der 39. Minute drehte das Spiel: Thomas Greilinger und 42 Sekunden später Jeff Likens trafen, als die Krefelder immer druckvoller agierten. Drei Tore in zwei Dritteln war eine gute Ausbeute. Immerhin hatten die Panther in den vergangenen vier Spielen in Krefeld nur fünf Tore erzielt.
Für ein Wechselbad der Gefühle sorgte der letzte Abschnitt, in dem die Panther mehr Initiative übernahmen. Doch was Janka auf Seiten des ERC, war Langkow auf Seiten der Pinguine: Die ERC-Stürmer kamen an ihm einfach nicht vorbei. Und dann machten es die Krefelder den Ingolstädtern nach: Mit den zwei Toren durch Hager (46./in Überzahl) und Benjamin Ondrus (49./Schuss ins lange Eck) war das Spiel wieder offen. Bis zu Greilingers Auftritt: Sein zweiter Treffer an diesem Tag bedeutete das 4:3 (57.) – und den Sieg für die Panther. Gut, dass Janka in den letzten Minuten alles fing, was die wild angreifenden Krefelder auf sein Tor abfeuerten. Bleibt nur abzuwarten, ob der ERC seine zuletzt gezeigte Auswärtsschwäche abgelegt hat. Der kommende Freitag wird es zeigen, wenn der ERC in München antritt.
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