3:0-Führung reicht nicht
Augsburg (DK) Das Auf und Ab beim ERC Ingolstadt geht weiter. Gestern Abend reichte den Panthern im Derby in Augsburg ein starkes erstes Drittel nicht. Bei der 3:5 (3:0, 0:4, 0:1)-Pleite präsentierten sich die Gäste im zweiten Drittel völlig von der Roll und müssen mehr denn je um die Play-offs bangen.

Unsanfte Landung: Beim Duell mit den Augsburgern Chris Collins (links) und Christian Chartier kracht der Ingolstädter Michael Waginger gegen die Bande. - Foto: Jonat
Greg Thomson schien die richtigen Worte bei der Vorbesprechung gefunden zu haben. Denn seine Cracks boten im ersten Drittel eine starke Leistung. Eine Strafzeit gegen Chris Heid war gerade abgelaufen, da schlugen die Ingolstädter Kufencracks das erste Mal zu. Bruno St. Jacques überwand Dennis Endras aus kurzer Distanz, Thomas Greilinger hatte den entscheidenden Pass gegeben. Die Gastgeber fanden überhaupt nicht in die Partie, der ERC gewann fast jeden Zweikampf und ließ die Scheibe routiniert laufen. Trotz der Überlegenheit war beim 2:0 durch Pat Kavanagh auch ein wenig Glück im Spiel. Denn Endras ließ einen harmlosen Schuss des Geburtstagskindes ins Tor rutschen (8.). Greilinger und Bob Wren spielten fast wie Training auf, Augsburgs Trainer Larry Mitchell nahm es mit stoischer Ruhe zur Kenntnis. Tyler Bouck und Joe Motzko hätten das Resultat schon früh noch positiver gestalten können, doch beide Male parierte Endras (11.). Sieben Minuten später war der Nationaltorhüter dann zum dritten Mal geschlagen. Greilinger jagte nach Wren-Zuspiel die Scheibe in den Winkel. Das 200.Saisontor für die Ingolstädter Panther. Erste eine Strafe gegen Prestin Ryan verschaffte den Augsburgern Hoffnung. 25 Sekunden vor der Sirene überwand Tyler Beechey den ERC-Goalie.
Mitchell muss in der Pause ein paar deutliche Sätze an sein Team gerichtet haben, denn der zweite Abschnitt gehörte den Gastgebern. Zunächst gelang Chris Collins der Anschlusstreffer (23.), ehe Connor nach einem Konter Pätzold ohne Mühe zum 3:3 überwand (29.). Dazwischen brannte es phasenweise lichterloh vor dem ERC-Tor, nur mit viel Glück und Geschick hielten sich die Gäste schadlos. Die Ingolstädter Offensive hatten ihren Dienst eingestellt, stattdessen mussten Pätzold und seine Vorderleute Schwerstarbeit verrichten. In der 36. Minute wurde das Anrennen der Heimmannschaft belohnt. Bouck saß in der Kühlbox, Pätzold ließ abprallen und Collins staubte zur verdienten Augsburger Führung ab. Das Thomson-Team war nach diesen katastrophalen zweiten 20 Minuten mit dem knappen Rückstand noch gut bedient.
Im Schlussabschnitt durften die Gäste wieder mitspielen und hätten durch Joe Motzko auch ausgleichen können, der Stürmer scheiterte aber an Endras (48.). Als Stephan Daschner wegen Stockstichs eine Spieldauerstrafe aufgebrummt bekam, hielt die Ingolstädter Abwehr. Wren und abermals Motzko vergaben in der 55. Minute noch einmal gute Gelegenheiten. 33 Sekunden vor dem Ende traf Engelhardt ins leere Tor und machte den verdienten Augsburger Sieg perfekt. Der ERC fiel dadurch auf Rang sieben zurück.
Von Stefan König
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