Mittwoch, 30.05.2012 |

 

14.11.2011 18:23 Uhr | 1019x gelesen
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Kult, Kommerz und Pyros - 19er Alu widmet sich St. Pauli


Bild: Kult, Kommerz und Pyros - 19er Alu widmet sich St. Pauli.  Ingolstadt (dk) FC St. Pauli und FC Ingolstadt 04 - unterschiedlicher als der Kultclub vom Kiez und der ehrgeizige Neuling können Vereine kaum sein. Trotzdem hat es in der aktuellen Ausgabe des Video-Fußballtalks „19er Alu“ auf donaukurier.de reichlich Gesprächsstoff gegeben: Fußball zwischen Kult und Kommerz, die Debatte über Pyrotechnik und Gewalt in Stadien sowie die Diskussionen um FC04-Geschäftsführer und Ex-Sportdirektor Harald Gärtner.

Ingolstadt (dk) FC St. Pauli und FC Ingolstadt 04 - unterschiedlicher als der Kultclub vom Kiez und der ehrgeizige Neuling können Vereine kaum sein. Trotzdem hat es in der aktuellen Ausgabe des Video-Fußballtalks „19er Alu“ auf donaukurier.de reichlich Gesprächsstoff gegeben: Fußball zwischen Kult und Kommerz, die Debatte über Pyrotechnik und Gewalt in Stadien sowie die Diskussionen um FC04-Geschäftsführer und Ex-Sportdirektor Harald Gärtner.



Bild: Tom Webel
Zu Gast waren die beiden St.-Pauli-Fans und Buch-Autoren Christoph Nagel und Michael Pahl. Für beide ist Gärtner kein Unbekannter. 2003 und 2004 war er als Co-Trainer bei St. Pauli tätig. Damals habe Gärtner Mittelfeldspieler Fabian Boll gesagt, dass er nicht mehr für die Dritte Liga tauge, berichtete Nagel.

zur Diashow 19er Alu Fußballtalk goes St. Pauli

 
In den folgenden Jahren stieg Boll mit St. Pauli in die Zweite Liga und dann sogar wieder in die Bundesliga auf. Nagels Schlussfolgerung: Gärtner habe nicht den sichersten Instinkt. Auch die Stammdiskutanten von „19er Alu“ nahmen kein Blatt vor den Mund. Gärtner habe den richtigen Zeitpunkt verpasst, aufzuhören, meinte Tom Heindl.
 

Großes Vorbild für die Ingolstädter und viele andere Vereine ist der FC St. Pauli ins Sachen Fanbindung. Wie erreicht es ein Club, dass die Anhänger ins Stadion kommen, auch wenn es sportlich schlecht läuft? Für Nagel ist klar: Die Vereine müssen stets Spieler holen, die nicht nur gute Fußballer sind, sondern die auch wirklich zur Mannschaft und zum Club passen. So sei es beim FC St. Pauli. Ein weiterer Punkt sei die Art und Weise, wie sich die Mannschaft präsentiert, gerade auch bei Niederlagen. Nagel erinnerte sich dabei vor allem an eine DFB-Pokal-Partie gegen den FC Bayern München.
 

Doch aller Fanbindung zum Trotz hat sich auch der FC St. Pauli in der laufenden Saison bereits mit dem Thema Gewalt in Stadien auseinandersetzen müssen. Nach einem Bierbecherwurf musste der Club ein Heimspiel auf fremden Boden austragen. Es war die Partie gegen den FC Ingolstadt 04, die in Lübeck ausgespielt wurde. Durch die Spielverlegung entstand dem Verein ein massiver finanzieller Schaden. Für Nagel ein Beleg für die Willkür beim Strafmaß: „Da werden Sprechgesänge gegen Juden im Stadion nicht geahndet. Aber ein einzelner Bierbecherwurf von einem einzelnen Verwirrten wird zum Kapitalverbrechen.“ Und dann ist da noch ein Thema, das für St.-Pauli-Anhänger nicht einfach ist: ihr Verein zwischen Kult und Kommerz.
 



dk/tow
 
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