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"Ein sensationeller Erfolg"

Ingolstadt (DK) Heijuhu: Seit Faschingsdienstag 2008 ist Ingolstadt wohl auch beim Fasching ein Spitzenplatz sicher. Die Schanzionette, das größte Gardetreffen Deutschlands, war nach Einschätzung der Veranstalter "ein sensationeller Erfolg". Nur das Publikum könnte künftig noch etwas mehr mitgehen.

Mit einem deftigen Weißwurstfrühstück auf dem Viktualienmarkt begann die Gaudi: Innerhalb einer halben Stunde gingen 1500 Weiße zum Preis von einem Euro pro Paar weg. "Kapitän" Werner Richler vom Würstelsponsor IFG musste für Nachschub sorgen, sonst wären ihm die Narren aufs Dach gestiegen.


Ein Paar zum Verlieben: die Schanzionette, auf Händen getragen von Clown Michael aus Köln.
Nach dem gelungenen Auftakt ging es auf dem Viktualienmarkt munter weiter. Was auch daran lag, dass die Leute gemütlich und gut verpflegt im Warmen saßen. Besonders gut beim Publikum kamen die Faschingsfreunde Mertingen an, die mit Garde, Showtanzgruppe, Männerballett und Teeniegarde zur Schanzionette aufmarschiert waren.

Die kleinen Feen aus Mertingen waren ein rührender Anblick: Vor allem die vierjährige Michelle, die zwar vor Kälte bibberte, aber dennoch wie ein echter Faschingsprofi auf der Bühne agierte. "Nach einer Prunksitzung wollte sie nicht mehr heim und hat sich selber bei den Faschingskids angemeldet", sagte die stolze Mutter zur Vorgeschichte.


Artikel mit Diashow! 2.Schanzionette Ingolstadt

Artikel mit Diashow! Schanzionette 2008 abends

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Stimmung wie auf dem Oktoberfest herrschte später beim Auftritt des Faschings- und Freizeitclubs Augsburg FFC. "Viva Bavaria" lautete das Motto, und es schlug ein wie eine Bombe. Vom "Holzmichel" bis zum "Hirtamadl" war alles geboten, und der halbe Viktualienmarkt sang mit. "Das Bairische kommt super an", so Prinz Olly, der zusagte, die Augsburger würden wieder nach Ingolstadt kommen.

Auf dem Rathausplatz herrschte vor allem beim Auftritt der Silbania Altmannstein dichtes Gedränge, zumal die Buden vor der Bühne den Zuschauern die Sicht versperrten und viele Leute nur seitlich Durchblick hatten. Die amtierenden Garde-Weltmeister bauten dreistöckige menschliche Pyramiden und boten eine Akrobatik, die dem Publikum den Atem stocken ließ.

Etwas ab vom Schuss lag die Bühne am Münster, doch Paartalia Aichach sorgte von Beginn an für Stimmung. So kam es, dass Wolfgang Lichtenegger, der Geschäftsführer des DONAUKURIER, schon Pläne für die nächste Schanzionette schmiedete: "Mindestens sieben Bühnen und 100 Garden."

Ebenso deftig-bairisch wie der Auftakt war das Ende der Schanzionette auf der City-Bühne in der Fußgängerzone: Die acht Mannsbilder vom Gaimersheimer Bauernballett marschierten im Zeitlupentempo heran – getreu dem Motto: "Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen." Ihr Auftritt war ein echtes Kontrastprogramm zu Can-Can und Walzer, zu Sprüngen und Spagat der 40 Gardetruppen.

Amüsant wurde es auch, als der City-Manager an den Pranger gestellt wurde. Peter Haas musste sich einer Prüfung unterziehen und bekam eine Prise Schnupftabak verpasst. Anschließend musste ihn die Schanzionette mit einem Bussi auslösen. Sichtlich erleichtert legte der City-Manager die Schlussbilanz vor: "Die Schanzionette war ein sensationeller Erfolg. Das ist eine tolle Basis für nächstes Mal." Egal, ob dann 100 Garden kommen werden oder weniger: "Europas größtes Gardetreffen sind wir eigentlich jetzt schon."

Auch den Ingolstädtern hat’s gefallen bei der Schanzionette: "Alle Garden waren toll, aber das Publikum war schwach", sagte Marianne Kerschenlohr. "Die Leute gehen nicht mit und haben keinen Schwung." Mit dieser Meinung stand sie nicht allein da, doch die Ingolstädter können ja noch üben für die dritte Auflage des Gardetreffens.


 

05.02.2008